Papst Benedikt XVI. zur Weltwirtschaftskrise
Die Sozialenzyklika 'caritas in veritate' als Appell an die Welt
Prof. Dr. Jürgen Zerche
Papst Benedikt XVI. hat in seiner neuen Enzyklika 'Caritas in veritate' zu sozial- und wirtschaftsethischen Fragen Stellung bezogen. Er beschäftigt sich konkret mit den Folgen der Globalisierung sowie den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf das menschliche Zusammenleben. Angesichts der globalen Wirtschaftskrise schlägt Papst Benedikt XVI. u.a. die Gründung einer weltweiten Steuerungsinstanz vor. Eine solche politische Weltautorität sei notwendig, um die Weltwirtschaft zu lenken, die von der Krise betroffenen Volkswirtschaften zu sanieren und einer Verschlimmerung der Krise vorzubeugen. Darüber hinaus gibt es weitere Punkte, die die Sozialenzyklika anspricht.
Die Enzyklika ist ein entscheidender Beitrag zur aktuellen Globalisierungs- und Gerechtigkeitsdebatte. Nicht nur die Verantwortlichen der wichtigsten Industrienationen der Welt ruft der Papst auf, den aktuellen Herausforderungen mutig zu begegnen und die notwendigen ethischen Grundlagen nicht zu vergessen, sondern er ermutigt alle Menschen guten Willens, sich als Gestalter, nicht als Opfer derzeitiger Entwicklungen zu sehen.
Prof. Dr. Jürgen Zerche war bis 2003 Professor für Sozialpolitik an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten u.a. für Arbeits- und Verteilungsökonomik und soziale Sicherungsökonomik.
Termin:
Dienstag, 09.03.2010
19:00 - 21:15 Uhr, 3 UST
Ort:
Pfarrheim St. Maria von den Engeln, Brühl Schlossstr.2
50321 Brühl