FILMFORUM im DOMFORUM
Veranstalter:
Kath. Bildungswerk Köln und DOMFORUM
Ansprechpartner:
Rainer Tüschenbönner - Kath. Bildungswerk Köln
Tel. 0221/92584755 - Email Rainer Tüschenbönner
Veranstaltungsort:
DOMFORUM, Domkloster 3, 50667 Köln (Zentrum)
Teilnehmergebühr: jeweils 5,00 € / für beide Filme am Tag 7,00 €
Jeden ersten Freitag im Monat bietet das FILMFORUM an einem Abend zwei Spielfilme zu einem Themenkomplex. Im Anschluss an die erste Vorstellung besteht die Gelegenheit, sich in einem ungezwungenen gemeinsamen Gespräch über die Schnittstellen von persönlichem Filmerleben und allgemeinen, im Film behandelten Themen auszutauschen. Dass Filme bestimmte Themen immer wieder und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven behandeln, zeigt jeweils der zweite Film des Abends: als Ergänzung, als Kontrast oder Kommentar zum ersten. So wird die Betrachtung des gerade gesehenen Films in der Moderation mit thematischen Hinweisen auf den zweiten Film verbunden.
In diesem Sinne trägt das FILMFORUM im DOMFORUM in der schnelllebigen und in ihrer Programmvielfalt in den letzten Jahren stetig schrumpfenden Kölner Kino-Landschaft auch dazu bei, zumindest einige Filme wieder ins cineastische Angebot zurückzubringen.
Freitag, 07. Juni 2013, 17:00 Uhr - Diese Veranstaltung fällt aus !
Helen
Deutschland/USA 2009, Regie: Sandra Nettelbeck, 119 Min.
Eine attraktive und geachtete Musikprofessorin leidet an Depressionen, die das scheinbar makellose Gebäude ihres bürgerlichen Lebens bedrohen. Während ihr Mann und die 13-jährige Tochter noch über die Ursachen ihrer Krankheit rätseln, vertraut sich die selbstmordgefährdete Frau einer Studentin an.
Drama, in dem Inszenierung und Hauptdarstellerin den Krankheitsverlauf glaubwürdig nachzeichnen.
Veranstaltungs-Nr.: 7803405011
Freitag, 07. Juni 2013, 19:30 Uhr - Diese Veranstaltung fällt aus !
Little Voice
Großbritannien 1998, Regie: Mark Herman, 96 Min.
Eine junge Frau, die seit dem Tod ihres Vaters kaum mehr spricht und sich in die Traumwelt von Revuestars zurückgezogen hat, deren Stimmen sie perfekt imitiert, soll vom Liebhaber ihrer schlampigen Mutter zum Gesangsstar aufgebaut werden, verweigert sich aber nach einem furiosen Auftritt.
Tragikomödie über die Lieblosigkeit der Menschen und die Schäbigkeit der Lebensumstände, die das kleine private Glück als das große Los propagiert. Ein mitunter zwar recht derber Film, der indes vom überzeugenden Spiel seiner Hauptdarsteller lebt. Subtil geht die abwechslungsreiche Kameraarbeit auf die Charaktere der Protagonisten ein. Das inszenatorische Fingerspitzengefühl des Films entschädigt für einige dramaturgische Plattheiten.
Veranstaltungs-Nr.: 7803405012
Freitag, 05. Juli 2013, 17:00 Uhr
Das Labyrinth der Wörter
Frankreich 2010, Regie: Jean Becker, 85 Min.
Ein etwa 50-jähriger Gelegenheitsarbeiter lernt eine 95-jährige Seniorin kennen, die ihm im Park aus Büchern vorliest. Dies wird für den einfachen Mann zum Anstoß, selbst Romane zu lesen und sich auf seine Art in die elegante Alte zu verlieben, was nicht so recht zu ihm und seinem bisherigen Umfeld passt.
Eine liebevoll und behutsam, emotional gleichwohl packend inszenierte Paargeschichte aus der französischen Provinz mit stark märchenhaftem Einschlag.
Veranstaltungs-Nr.: 7803405013
Freitag, 05. Juli 2013, 19:30 Uhr
Das Alte Ladagk
BRD 1986, Regie: Clemens Kuby, 86 Min.
Die einfühlsame, verständnisvolle Schilderung des einfachen Lebens in einem abgelegenen Dorf im Himalaya-Gebirge, das nicht nur bestimmt wird von den Unbilden der Natur und der Umwelt, sondern auch von der geistigen Erwartung der buddhistischen Bevölkerung.
Veranstaltungs-Nr.: 7803405014
Freitag, 02. August 2013, 17:00 Uhr
Karbid und Sauerampfer
DDR 1963, Regie: Frank Beyer, 80 Min.
Ein Dresdner Arbeiter gerät nach dem Zweiten Weltkrieg bei dem Bemühen, das für die Wiedereröffnung einer Zigarettenfabrik dringend benötigte Karbid zu organisieren, in eine abenteuerliche Odyssee.
Erster Versuch der DEFA, Lebensumstände und Alltagsschwierigkeiten unmittelbar nach Kriegsende aus heiterer Perspektive darzustellen. Das Ergebnis ist eine der besten deutschen Filmkomödien, die, auf einem mit Pointen gespickten Drehbuch beruhend, mit einem souverän-überzeugenden Hauptdarsteller aufwarten kann. Dabei wird bei aller komischen Forciertheit nie die soziale Genauigkeit aus den Augen verloren; für damalige Verhältnisse erfrischend freche politische Untertöne runden die vergnügliche Handlung ab.
Veranstaltungs-Nr.: 7803405015
Freitag, 02. August 2013, 19:30 Uhr
Der Fall Gleiwitz
DDR 1961, Regie: Gerhard Klein, 63 Min.
Schilderung des von Hitler vorgeschobenen Anlasses für den Überfall auf Polen, des Anschlags auf den Reichssender Gleiwitz durch Nazis in polnischer Uniform. Der beeindruckende Film, ein Gleichnis auf mechanische Befehlsvollstreckung in einer totalitären Diktatur, überzeugt durch seine kühlen, geometrischen Bilder und eine Regie, die von allen Nebensächlichkeiten abstrahiert.
Aufgrund seiner experimentellen Form wurde der Film von maßgeblichen DDR-Kulturfunktionären abgelehnt und vergleichsweise selten gezeigt.
Veranstaltungs-Nr.: 7803405016
Hinweis: Bitte beachten Sie auch die Filmangebote im „Kinotreff am Nachmittag“ |