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Erklärung des Erzbischofs von Köln zu den Plänen von Ministerpräsident Clement

PEK (010601) Während in Deutschland mit großem Ernst über die Möglichkeiten, insbesondere auch über die Grenzen der Gentechnik, diskutiert wird, versucht der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement - wie gemeldet wird -, durch ein Forschungsprojekt an der Universität Bonn bereits Fakten zu schaffen.

Obwohl in Deutschland über alle Parteigrenzen hinweg Einigkeit darüber besteht, dass diese Diskussion ohne Zeitdruck geführt werden muss und dabei insbesondere die ethischen Dimensionen der Gentechnik sorgfältig abgewogen werden müssen, hat Clement bereits Fördermittel des Landes NRW für die Forschung an embryonalen Stammzellen zugesagt.

Clement schlägt damit alle ethischen Bedenken in den Wind. Er setzt sich nicht nur über die Warnung der Kirche hinweg, er ignoriert auch die Spielregeln der Demokratie. Die katholische Kirche kann und wird nicht akzeptieren, dass in Nordrhein-Westfalen im Handstreich über die Tötung menschlichen Lebens entschieden wird.

Der Erzbischof dankt allen, die sich in den letzten Tagen leidenschaftlich für den Schutz des menschlichen Lebens eingesetzt haben. Die ganze Gesellschaft ist aufgerufen, gegen das ungeheuerliche Vorgehen Clements zu protestieren.

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