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Das meiste Geld fließt in die Seelsorge
„Der größte Posten in unserem Wirtschaftsplan ist die territoriale Seelsorge, also die Gemeinden vor Ort mit ihren Einrichtungen wie zum Beispiel den Kindergärten“, betont Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp. Rund 295 Millionen Euro der verfügbaren Kirchensteuereinnahmen von 484 Millionen Euro sollen im Jahr 2011 in die Seelsorge der Gemeinden des Erzbistums fließen. Für den Bildungsbereich werden 52 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und für Investitionen sind rund 26 Millionen Euro vorgesehen.
Der Kirchensteuerrat hatte den Wirtschaftsplan auf seiner Sitzung im Dezember 2010 in Bensberg verabschiedet. Insgesamt hat der Wirtschaftsplan des Erzbistums Köln ein Volumen von 928 Millionen Euro. Die geplanten Erträge aus der Kirchensteuer im Jahr 2011 entsprechen mit 509 Millionen Euro dem Betrag, der auch im Jahr 2010 vereinnahmt
wurde. Das Erzbistum finanziert seinen Haushalt zu 79 Prozent aus der Kirchensteuer. Hinzu kommen Zuschüsse des Landes in Höhe von gut 133 Millionen Euro für die Erzbischöflichen Schulen. Zudem gibt es Einnahmen aus dem Betrieb von Bildungseinrichtungen, Mieten, Pachterlösen und Anlagen in Höhe von rund 84 Millionen Euro. Finanzdirektor Hermann Josef Schon betonte: „Trotz der aktuell guten Konjunktur in Deutschland ist die globale Wirtschaftskrise alles andere als ausgestanden.“ Wenn auch die schlimmsten Befürchtungen für den Arbeitsmarkt nicht eingetreten seien, bleibe die weitere Entwicklung doch abzuwarten. Darüber hinaus minderten die demografiebedingten Veränderungen die Finanzkraft der Kirche. Doch Schon betonte auch: „Bei einer entsprechend umsichtigen Haushaltspolitik rechne ich mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis.“
Die wichtigsten Bereiche des Wirtschaftsplanes wurden 2011 zum ersten Mal in einem Finanzbericht zusammengestellt. „. Mit diesem Finanzbericht wollen wir Rechenschaft darüber ablegen, wie wir mit dem uns anvertrauten Geld umgegangen sind“, erklärte Generalvikar Dominik Schwaderlapp. Die Einnahmen und Ausgaben der einzelnen Bereiche werden daher in dem Bericht erläutert. Außerdem wird der Arbeitsalltag eines Priesters vorgestellt, der den ganzen Tag als Seelsorger für die Menschen seiner Gemeinde unterwegs ist.
Der Finanzbericht steht hier zum Download bereit: Finanzbericht 2011
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