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Wie geht das Erzbistum Köln vor, wenn ein Verdacht auf sexuellen Missbrauch vorliegt?
In unserem Erzbistum gelten die „ Leitlinien zum Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs“, die 2002 von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossen und 2010 fortgeschrieben wurden, mit einer ergänzenden Verfahrensordnung Missbrauch für das Erzbistum Köln. Danach handeln wir. Menschen, die Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind, können sich direkt an folgende beauftragte Personen wenden:

Unsere Ansprechpartner führen mit den Betroffenen das Erstgespräch. Handelt es sich beim mutmaßlichen Täter um einen Priester, Diakon oder Pastoral- bzw. Gemeindereferenten unseres Bistums, übergeben die Ansprechpartner ihre Unterlagen zur weiteren Bearbeitung an Monsignore Ansgar Puff, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal. Monsignore Ansgar Puff steht zu diesem Zweck eine Kommission von Fachleuten zur Seite. Das sind Ärzte, Psychologen, Seelsorger und Juristen, die dem Opfer individuelle therapeutische und seelsorgliche Hilfe aufzeigen und anbieten können. Das Opfer steht für uns im Mittelpunkt! Natürlich sprechen wir auch mit dem mutmaßlichen Täter.

Bischofskonferenz und Ordensobernkonferenz regeln die materiellen Leistungen der Kirche in Anerkennung des Leids

(DBK) Am 2. März 2011 hat die Arbeitsgruppe Justiz des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ der Bundesregierung zum Thema „Anerkennung des Leids der Opfer sexuellen Missbrauchs“ getagt. Da eine Regelung auf der Grundlage der Arbeit des Runden Tisches der Bundesregierung noch nicht absehbar ist und deshalb keine zeitliche Perspektive besteht, dass man den Opfern sexuellen Missbrauchs im Rahmen einer gemeinsamen Lösung helfen wird, sieht sich die katholische Kirche in der Verpflichtung, schon jetzt eine möglichst schnelle und unbürokratische Hilfe anzubieten. Wir verstehen die wachsende Ungeduld der Betroffenen.

Bereits am 30. September 2010 haben die Deutsche Bischofskonferenz und die Deutsche Ordensobernkonferenz als bisher einzige betroffene Institutionen dem Runden Tisch ein gemeinsam entwickeltes Leistungsmodell vorgestellt. Es ist in der Zwischenzeit präzisiert worden und kann jetzt zügig umgesetzt werden. [mehr]

Download von Informationen und dem Formular zur Antragstellung:

Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde

Antragsformular (PC) (zum Ausfüllen am Computer)

Antragsformular (handschriftlich) (zum Ausfüllen per Hand)

Merkblatt zum Antragsformular sexueller Missbrauch

Informationsheft "Zu Vorfällen von sexuellem Missbrauch"

(Hier klicken für eine größere Bildansicht)

Das Erzbistum Köln hat ein Informationsheft zum Thema Sexueller Missbrauch herausgegeben. Erzbischof Joachim Kardinal Meisner will damit ein Informationsangebot in der aktuellen Situation vermitteln. Das Heft steht auch als PDF-Datei zum Download bereit.

[Video: Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp stellt das Informationsheft vor]


 

Bundesweite Telefon-Hotline "Hilfe für Opfer sexuellen Missbrauchs"

Hotline für Oper sexuellen Missbrauchs: 0800 1201000 Die Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs ist ein bundesweites Angebot der katholischen Kirche. Sie bietet Hilfe an für Menschen, die im Raum der katholischen Kirche Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind. Dafür stehen geschulte Beraterinnen und Therapeuten bereit. Die Hotline soll ein Türöffner sein für weitere Schritte. Sie wird nach vorläufiger Planung bis September 2011 für Sie da sein.
Die Telefonhotline ist unter der kostenfreien Nummer 0800 - 1 20 10 00 dienstags, mittwochs und donnerstags von 13 bis 20.30 Uhr erreichbar. (Deutsche Mobiltelefone können vom Ausland aus mit Roaming-Gebühren belastet werden - bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter!)

Webseite der Bischofskonferenz zum Thema Prävention

Hotline für Oper sexuellen Missbrauchs: 0800 1201000Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Website eingerichtet, um die Internetangebote der verschiedenen kirchlichen Akteure zum Thema Prävention zu bündeln. Sie soll Eltern und alle, die in ihrer täglichen Arbeit Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernommen haben, fundiert informieren und miteinander vernetzen.
Unter www.praevention-kirche.de finden sich Hinweise auf die Internetseiten der katholischen Verbände zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt und grundlegende Materialien zum Herunterladen.

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