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2017-01-21 Protokoll der Sitzung des Diözesanpastoralrats

21. Januar 2017; Alfred Lohmann, Sekretär des DPR

Diözesanpastoralrat im Erzbistum Köln
Protokoll der Sitzung vom 21. Januar 2017, 9.00 bis 16.00 Uhr, im Priesterseminar

 

TOP 1: Begrüßung Einführung


Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßt die Anwesenden und übergibt die Leitung der Sitzung an Frau Dierkes, die einen Überblick über den Verlauf der Beratungen gibt. Zum Protokoll des Diözesanpastoralrates von der Sitzung am 30.9.2016 gibt es keine Anmerkungen.

 

Bibel teilen

Pfarrer Schilling leitet das Bibel teilen zum Kundschaftertext Numeri 13,25 - 14,9 (siehe PDF-Anlage).


Nach dem Vortrag des Bibeltextes, der Einzelarbeit, dem Austausch und Gebet in Dreier-Gruppen gibt Dr. Fleischer einen bibeltheologischen Impuls. Es schließt sich erneut ein Gruppengespräch zu der Frage an, was der Schrifttext für den Tag heute bedeute.
Insgesamt war die Bibelarbeit – vor allem durch die Gespräche in den Dreier-Gruppen – von einer recht persönlichen und dichten Atmo­sphäre geprägt.

 

TOP 2: Philippinen

Frau Krause trägt einen sehr eindrucksvollen und facettenreichen Bericht von den Philippinenreisen mit ihren pastoralen Motiven vor (siehe PDF-Handout). Die interne Dokumentation wird Mitgliedern des DPR auf Nachfrage gerne zur Verfügung gestellt.

Nach einer Pause (ca. 11.45 Uhr) führte Pfr. Kurth in die Aufgabenstellung der nachfolgenden Gruppenarbeit ein, bei der es um zwei Fragen ging:

  1. Was hat der Bericht von der Philippinenreise und das, was du bisher davon gehört hast, bei dir bewegt?
  2. Welche pastoralen Motive/Herausforderungen siehst du, die du interessant, motivierend, herausfordernd findest?

Die einzelnen Beiträge der Gruppenarbeiten  wurden auf Karten dokumentiert und eingesammelt. Die Gruppe, die die aktuelle Sitzung des DPR vorbereitet hatte, versuchte während der Mittagspause die Karten zu clustern. Angesichts der Vielzahl an Karten, Themen, Aspekten und Fragen erschien es sinnvoll, sich für das folgende Gespräch auf wenige Fragen zu begrenzen.

 

Nach dem Mittagessen im Maternushaus begann gegen 14.30 Uhr das Gespräch über die Gruppenergebnisse. Herr Lohmann gab einen allgemeinen Überblick und dankte für die ertragreiche Arbeit in den Gruppen. Dann brachte Pfr. Kurth folgende Fragen ins Wort:

  • Warum wurde als Reiseziel die Philippinen gewählt?
  • Wie wurden die Teilnehmer ausgewählt?
  • Warum nahmen keine Ehrenamtlichen an der Reise teil?

Kardinal Woelki erläuterte ausführlich Kontexte und Hintergründe zur Philippinenreise. Bereits zur seiner Zeit als Erzbischof in Berlin ging es ihm um die Frage, woher wirksame Impulse für eine Erneuerung der Pastoral gewonnen werden können. Mehrere Bistümer (z.B. Hildesheim, Osnabrück, Paderborn, Hamburg, Münster, Wien) sind dieser Frage nachgegangen und haben für sich als Ziel die Philippinen unter anderem deswegen gewählt, weil das Pastoralinstitut Bukal ng Tipan (Quelle des Bundes) eine hervorragende, erfahrungsbezogene  Weiterbildung für Teams aus Diözesen zu kirchlichen Zukunftsfragen anbietet. Auch die Arbeiten von Dr. Hennecke aus dem Bistum Hildesheim informierten über Hintergründe, Lernziele und Anregungen von den Pastoralreisen auf die Philippinen. Über die Zusammenarbeit mit Frau Krause ergaben sich erste Planungen für eine solche Lernreise. Als Bischof des Erzbistums Köln verfolgte Kardinal Woelki diese Überlegungen weiter. Da Frau Krause und Herr Tewes von der Diözesanstelle für den pastoralen Zukunftsweg das Pastoralinstitut aus der bisherigen Arbeit gut kannten, ließen sich Reisen für zwei Gruppen realisieren. Zur Teilnahme hat der Erzbischof die Stadt- und Kreisdechanten sowie die Verantwortlichen für die Priesterausbildung eingeladen. Auch aus einigen Sendungsräumen hat er Pastoralteams eingeladen. Als Kriterium galt, das möglichst jeweils zwei Personen mitreisen sollten. Die Teilnahme Ehrenamtlicher kam nicht in Betracht, weil das Pastoralinstitut die pastorale Lernreise ausschließlich für pastorale Dienste entwickelt hat und anbietet.

 

In einem nächsten Schritt ging es um die Frage nach der Weiterarbeit an den Gruppenergebnissen. Es wurde als unbefriedigend empfunden, das nicht noch über weitere Fragen inhaltlich gesprochen wurde. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass sich an der inhaltlichen Arbeit und am weiteren Umgang mit den Beratungsergebnissen der Stellenwert des DPR erkennen lässt. Für zukünftige Sitzungen wurde darum gebeten, den Beratungsgegenstand klar zu benennen und den Umgang mit den Ergebnissen transparent zu gestalten. Kardinal Woelki sagte zu, dass an den Fragen und Ergebnissen der Gruppenarbeit bei der nächsten Sitzung des Gesamtgremiums weiter gearbeitet wird. Für das Clustern der Gruppenergebnisse erklärten sich Frau Beckmann, Frau Conin, Herr Lohmann, Frau Oediger-Spinrath, Frau Vilain und Pfarrer Wirthmüller zur Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe bereit. Über den weiteren Umgang mit den Ergebnissen wird beim ständigen Ausschuss des DPR am 3. März weiter beraten. Gegebenenfalls wird die Zusammenfassung auch bei anderen Gelegenheiten (z.B. Treffen der Reisegruppen, Erzbischöflicher Rat) verwendet werden.


Auch hinsichtlich einer zukünftigen Sitzungsfolge des DPR wird es bei der nächsten Sitzung des Gesamtgremiums weitere Beratungen geben. Die bisherige Aufteilung in vier Sitzungen des ständigen Ausschusses (3.3., 9.6., 6.10., 1.12.2017) sowie für das Gesamtgremium eine Tagesveranstaltung am Samstag (21.1.) und eine 1,5 Tage dauernde Veranstaltung von Freitagnachmittag bis Samstag (30.6./1.7.2017) erschweren eine kontinuierliche Beratungsarbeit.

 

TOP 3: Exerzitienhaus

Pfr. Kurth erläuterte das Interesse aus der Stadt-und Kreisdechantenkonferenz, mehr über den aktuellen Planungsstand zu einem neuen Exerzitienhaus zu erfahren. Generalvikar Dr. Meiering erläuterte die bisherigen Arbeiten und Zuständigkeiten der Beteiligten zur Vorbereitung einer Entscheidung für ein neues Exerzitienhaus (siehe Anlage Exerzitienhaus).

 

TOP 4: Aktuelle Stunde

Für den Diözesanrat hatten die Vorsitzenden des Diözesanrates, Herr Kurzbach und Herr Hüsch, um Beratung eines Briefes gebeten, den die Priester des Weihejahrgangs 1967 anlässlich ihrer Priesterweihe vor 50 Jahren öffentlich gemacht hatten. Kardinal Woelki äußerte Verständnis für die benannten Anliegen und zog Parallelen zu einigen Perspektiven des pastoralen Zukunftsweges. Er fühle sich den Autoren des Briefes, denen er für ihr segensreiches pastorales Wirken dankte, in der Hoffnung auf die Erneuerung der Kirche verbunden. Dann setzte er sich mit der im Brief thematisierten Erfahrung von Einsamkeit auseinander. Einsamkeit bedeute nicht, ohne soziale Beziehungen leben zu sollen. Sie sei als Grundgegebenheit menschlicher Existenz allen Lebensformen zugehörig und in vielen Lebenssituationen anzutreffen und auszuhalten. Nur der Glaube an Christus, der auch in Einsamkeit und Tod die Nähe zum Menschen nicht aufgebe, schenke letztlich Vertrauen und Perspektive. Hinsichtlich der Zulassung zur Priesterweihe verwies er darauf, dass auch Papst Franziskus die Entscheidungen hierzu für verbindlich und definitiv hält. Er sei gespannt, wie die Frage nach dem Diakonat für Frauen vom Papst und der eingerichteten Kommission weiter verfolgt werde.

 

Abschließend bedankt sich Frau Dierkes für die gemeinsame Arbeit und lädt zur nächsten Sitzung des Pastoralrates am 30. Juni und 1. Juli nach Bensberg ein.

Nach dem gemeinsamen Schlussgebet beschließt Kardinal Woelki die Sitzung mit seinem Segen.

  

Für das Protokoll:
Alfred Lohmann

 

Datei-Anhänge:

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