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Caritas-Projekt Mamica

Anstelle von Geschenken hat Rainer Maria Kardinal Woelki zu seiner Einführung am 20. September 2014 um Spenden für das Projekt „Mamica“ des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen gebeten. Das im  März 2013 ins Leben gerufene Projekt fördert die sprachliche und soziale Integration von schwangeren Roma-Frauen und Roma-Müttern mit kleinen Kindern. Derzeit nehmen rund 25 Frauen und insgesamt 40 Kinder an dem Projekt teil.

Roma-Frauen sind in Deutschland häufig sozial nicht integriert und von Armut betroffen. Sprachschwierigkeiten, Arbeits- und Wohnungslosigkeit sowie ein unsicherer Aufenthaltsstatus verhindern in vielen Fällen ein „Fußfassen“ in der Gesellschaft.

Am gesellschaftlichen Leben teilnehmen

Mit dem Projekt „Mamica“ sollen den Frauen persönlichen Lebensperspektiven aufgezeigt werden.

Durch Sprachkurse und Unterstützung bei Themen wie Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Erziehung, kindliche Förderung, gesunde Ernährung und Gesundheitsvorsorge werden sowohl den Frauen selbst, als auch deren Kindern bessere Teilhabechancen in Deutschland ermöglicht.

Damit die Teilnehmerinnen auch über ihren Stadtteil hinaus mobil sein können, bekommt jede von ihnen ein Monatsticket für den Öffentlichen Nahverkehr. Dies ermöglicht ihnen und ihren Kindern, an unterschiedlichen gesellschaftlichen und sozialen Angeboten in der Stadt teilzunehmen.

In wöchentlich stattfindenden Sprachkursen lernen die Frauen zusammen Deutsch und werden je nach ihrem Kenntnisstand individuell gefördert. Sowohl durch dieses Sprachkursangebot als auch durch regelmäßige Informationsveranstaltungen werden die Frauen in ihrer Eigeninitiative und ihrem eigenverantwortlichen Handeln gestärkt.

 

 

Raum zum Erfahrungsaustausch

Die thematischen Schwerpunkte der Informationsveranstaltungen ergeben sich aus persönlichen Fragen der Teilnehmerinnen und von Mitarbeitern wahrgenommenen notwendigen Themen. Referenten aus unterschiedlichen Bereichen und Beratungsdiensten stehen den Frauen als Experten mit Rat und Tat zur Seite. In den Projekträumen können sich die Teilnehmerinnen außerdem über ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen.

Dass das Projekt eine Erfolgsgeschichte ist, zeigt sich beispielhaft am Werdegang einer Teilnehmerin, die im Jahr 2002 mit ihrem Ehemann nach Deutschland gekommen ist. Der  Caritas-Verband half ihr damals bei der Wohnungssuche, nachdem sie zunächst mit ihrem Mann in einem Flüchtlingswohnheim untergekommen war. Die Frau ist in Deutschland lediglich geduldet und besitzt keine Arbeitserlaubnis. Seit ihrer Einreise hat sie 5 Kinder zur Welt gebracht und ist seit etwa drei Jahren alleinerziehend. Da sie in ihrem Heimatland nie die Möglichkeit gehabt hatte eine Schule zu besuchen, war sie Analphabetin. Durch das Projekt „Mamica“ lernt sie nun Lesen und Schreiben und erweitert im Rahmen der angebotenen Projektmaßnahmen ständig ihre Deutschkenntnisse.

Langjährige Erfahrung in der Unterstützung von Sinti und Roma

Durch seine langjährige Erfahrung im Bereich der Migrations- und Flüchtlingsberatung erkannte der Caritasverband Wuppertal/Solingen bereits 2006 die besondere Situation und die spezifischen Problematiken von Roma-Flüchtlingsfamilien. Seitdem gab es zahlreiche Projekte zur Förderung und Unterstützung dieser Zielgruppe. So wurde von Juni 2007 bis Dezember 2007 - im Rahmen des Sonderprogramms für Jugend und soziale Brennpunkte  des Landschaftsverbands Rheinland - das Projekt „Skola“ zur Förderung von Roma-Kindern und ihren Familien durchgeführt, dem aufgrund der positiven Erfahrungen im Jahr 2008 das Projekt „Sansa“ folgte. Seit dieser Zeit besteht eine enge Kooperation mit dem Ressort für Zuwanderung und Integration der Stadt Wuppertal sowie mit weiteren relevanten Akteuren aus den Bereichen Integration und Migration beziehungsweise der Jugend- und Familienarbeit.

Das Projekt „Mamica“ wurde vom 1. März 2013 bis zum 28. Februar 2014 vom Europäischen Flüchtlingsfond finanziert. Die Caritasstiftung hat die Finanzierung des Projekts vom 1. Juni 2014 bis 31. Dezember 2015 übernommen. Durch das fortgeführte Projekt sollen die soziale und gesellschaftliche Integration nachhaltig sichergestellt und die Roma-Frauen in ihren neuen Lebensperspektiven gestärkt werden.

 

Link: Projektseite der Caritas

Spendenübergabe

Exakt 38.593,14 Euro waren das Spendenergebnis zur Amtseinfühung von Kardinal Woelki; das Erzbistum Köln rundete diese Summe auf 50.000 Euro auf.  

Genau zwei Monate nach der Amtseinführung übergab Kardinal Woelki diese Spenden zusammen mit einem großen Weckmann.

 

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Spendenkonto

Erzbistum Köln
Pax-Bank Köln
IBAN: DE74370601930000055050
BIC: GENODED1PAX
Verwendungszweck „Mamica“

Kontakt Mamica

Internationales Begegnungszentrum Xenia Furaew Hünefeldstr. 54a 42285 Wuppertal T 0202 28052-13 F 0202 28052-10 xenia.furaew@caritas-wsg.de