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Uraufführung "Nos sumus testes"

Entstehung der Auftragskomposition

Alle Kriterien eines sehr persönlichen Geschenks erfüllt die Vertonung „Nos sumus testes“, die die Kölner Dommusik dem neuen Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, zu seiner Einführung schenkt. Bei diesem Hymnus nach dem Wahlspruch Woelkis handelt es sich um eine Auftragskomposition an Klaus Wallrath, Kirchenmusiker in St. Margareta, Düsseldorf-Gerresheim. Der 55-jährige hat damit dem Wunsch von Domkapellmeister Eberhard Metternich entsprochen und aktuell ein Werk für vier Chöre, Bläser und Orgel geschrieben.

 

Sehr bewusst hat der Komponist dabei die spezifischen Gegebenheiten der Kölner Kathedralmusik berücksichtigt. Denn zur Einführung des neuen Bischofs werden alle vier Chöre am Dom - der Kölner Domchor, der Mädchenchor am Kölner Dom, die Domkantorei Köln und das Vokalensemble am Kölner Dom - das festliche Pontifikalamt mit rund 300 Sängerinnen und Sängern musikalisch gestalten. 

"Nos sumus testes" - Woelkis Wappenspruch

Entlehnt ist der Wahl- und Wappenspruch Kardinal Woelkis der Apostelgeschichte. Im vollen Wortlaut lautet das Zitat: „Nos sumus testes horum verbo-rum et Spiritus Sanctus, quem dedit Deus omnibus oboedientibus sibi“ – Wir sind Zeugen dieser Ereignisse und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. „Ich freue mich sehr über diese Herausforderung und habe der Bitte, ‚Nos sumus testes’ in Musik umzusetzen, sehr gerne entsprochen“, kommentiert Klaus Wallrath seine jüngste Komposition, die er selbst auch noch nicht gehört hat und die zur Einführung von Kardinal Woelki uraufgeführt wird.

 

Bislang hat auch er die einzelnen Tonabfolgen, Harmonien und Strophen des Stücks nur auf seinem Klavier entwerfen und hören können. Der Gesamteindruck im Dom, wo die vier Chöre jeweils einzeln hintereinander von sehr unterschiedlichen Stellen aus singen werden, wird daher auch für Wallrath einen Überraschungseffekt haben. „Trotz der vierchörigen Anlage spielt bei dem Werk – wie bei vielen meiner Kompositionen – der Gedanke der Praktikabilität eine wichtige Rolle“, sagt der Kirchenmusiker. Das heißt, später könne dieses Stück, bei dem in den vier Strophen auch Texte aus dem 1. Johannesbrief und dem 2. Korintherbrief vertont wurden, durchaus auch in reduzierter Besetzung aufgeführt werden. 

 

Auch Metternich, der erst im Dom die Realisierung dieser Auftragskomposition in ihrem räumlichen Kontext erleben kann, ist gespannt auf ihre Wirkung. „Klaus Wallrath hat die christliche Zeugenschaft eines jeden, um die es bei diesem Satz aus der Apostelgesichte geht, mit seiner Musik in einen größeren Zusammenhang gestellt, weitere Bibelstellen zum selben Thema auf die einzelnen Chöre verteilt und auf die Kernaussage abgestimmt.“ Darüber hinaus verstehe er es großartig, räumlich zu komponieren. „Ich verspreche mir von diesem Werk“, so der Domkapellmeister, „dass die Botschaft, die dem Wahlspruch des neuen Erzbischofs inne wohnt, in ihrer Tiefe und Aktualität, aber auch als Auftrag an uns erfahrbar wird.“ (Beatrice Tomasetti) 

Komponist Klaus Wallrath

Klaus Wallrath absolvierte ein Studium der katholischen Kirchenmusik-Abschluss: Staatliches Kantorenexamen- sowie ein künstlerisches Klavierstudium an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Zu seinen Lehrern zählten Prof. Leonore Auerswald (Klavier), Prof. Heinz Odenthal (Chorleitung) sowie Prof. Hans Kast (Dirigieren). Seit 1987 ist er als Kirchenmusiker an der Basilika St. Margareta in Düsseldorf-Gerresheim sowie als Seelsorgebereichsmusiker im Seelsorgebereich Düsseldorf-Niederbergisches Tor tätig.

Live-Aufnahme der Uraufführung am 20.9.2014

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