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Woche für das Leben 2018 "Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!"

Bundesweit - Kinderwunsch, Schwangerschaft und Pränataldiagnostik - Veranstaltungen
16. April 2018; Newsdesk/Je

Zahlreiche Veranstaltungen rund um die Themen Kinderwunsch, Schwangerschaft und Pränataldiagnostik bietet Erzbistum Köln zur Woche für das Leben vom 14.-21. April 2018 an.

 

Die Veranstatunegn des Bildungswerks der Erzdiözese Köln e.V. und der Erwachsenenseelsorge dienen vor allem der kritischen Auseinandersetzung mit den Methoden vorgeburtlicher Untersuchungen. Denn die vorgeburtliche Diagnostik erweist sich durchaus als ambivalent.

 

Kardinal Woelki zu Biotechnologie: Wohl oder Risiko für Menschheit?

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat diese Ambivalenz der Biotechnologie auch in seiner Morgenandacht im Deutschlandfunk am 13. April thematisiert:

"Mit der so genannten „Gen-Schere“, dem CRISPR-Verfahren, haben Bio-Technologen erstmals die Chance, DNA-Stränge fast beliebig auszuschneiden, auszuwechseln oder zu verschieben. Ich bin kein Untergangsprophet – CRISPR steht zugleich für einen wissenschaftlichen Fortschritt, dem ich mit tiefem Respekt gegenüberstehe. Geißeln der Menschheit wie Krebs, AIDS oder Malaria könnten durch das Verfahren womöglich besiegt werden. Das ist die positive Hälfte der Schere. Die andere Hälfte macht mir Sorge: Mit dem Eingriff ins Erbgut können wir vielleicht irgendwann Menschen basteln, einen optimierten „Homo Editus“, den editierten Menschen, der dem Homo Sapiens folgt.

 

Es würden dann – so meine große Sorge – Selektionslisten geführt werden, die wissenschaftlich fundiert definieren sollen, welches Leben lebenswert ist und welches man umbasteln oder gar beenden darf. Und ich befürchte, dass es dann auch erste Krankenversicherungen gäbe, die ihre Mitglieder dazu einladen, diese Tests bei der Familienplanung freiwillig einzusetzen, um künftige Risiko-Patienten frühzeitig zu identifizieren oder zu selektieren. Alles zum Wohle der Menschheit. Eigentlich.

 

Aber in dieser Frage gibt es kein „eigentlich“! Gott sagt: Ich habe dich bei deinem Namen genannt. Das Lebensrecht jedes einzelnen Menschen steht für uns Christen vollständig außer Frage! Wer hier die Diskussion aufmachen will, wer anfängt, eine Liste mit Lebens-Kriterien zu führen, der wird auf Dauer überhaupt keine Grenze mehr haben.

 

In welche fatale Situation brächten wir damit auch unsere Abgeordneten als Gesetzgeber, die hier mittelfristig über die Lebenswertigkeit von Embryonen entscheiden müssten, wenn sie eine solche Indikationsliste beschließen oder erweitern?"

Woelki im WDR: Woche FÜR das Leben

In WDR 2 und WDR 4 hob Kardinal Woelki am 20. April hervor, dass er die „Woche für das Leben“ nicht nur als Anti-Abtreibungs-Kampagneverstehe, sondern als eine Woche FÜR das Leben, keine Woche GEGEN etwas. Er plädierte dafür, dass wir als Gesellschaft wieder mehr über die wesentlichen Dinge  sprechen sollten. Woelki weitete den Blick daher auf die gesellschaftlichen Ränder, wo viele Menschen unwürdig leben müssen.

 

Bezogen auf die Verantwortung des Einzelnen stellte Woelki die Frage nach dem Wert und der Verantwortung für das Leben: "Die „Woche für das Leben“ lädt dazu ein, sich diesen Fragen zu stellen: Was tue ich für das Leben? Was ist es mir wert? Wem gegenüber trage ich Verantwortung?. Mir geht es dabei übrigens vielfach nicht anders: Bei vielen dieser Problemstellungen bin ich auch sprachlos, aber doch nicht ohne Glauben und ohne Hoffnung."

   

Soziale Hilfsangebote der Kirche

Die Kirche bietet vielfältige Angebote für jede Lebenssituation. Auf der Website www.ganzesleben.de finden Sie soziale und caritative Hilfsangebote des Erzbistums Köln geordnet nach den drei Lebensabschnitten Lebensanfang, -mitte und -ende. Ziel der Webpräsenz ist, das Bewusstsein der Menschen für existenzielle Lebenssituationen und Lebensfragen zu stärken. Dazu werden die vielen kirchlichen Unterstützungs- und Begleitungsangebote auf einen Blick dargestellt.

 

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