Bilanzierungsmethoden

Zusammengefasster Jahresabschluss

Das Erzbistum Köln und der Erzbischöfliche Stuhl sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Der zum Geschäftsjahr 2016 aufgestellte Jahresabschluss wird als zusammengefasster Jahresabschluss beider Körperschaften erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt in der für große Kapitalgesellschaften vorgesehenen Form des § 266 HGB.

Ermittlung der Buchwerte

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst, Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten nach den handelsrechtlich zulässigen Ansätzen bewertet. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten gebucht, im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

 

Das Erzbistum Köln verwaltet 92 Sondervermögen, die ihm für festgelegte Zwecke anvertraut wurden. Sie bilden den Sonderposten aus zweckgebundenem Vermögen. Zuwendungen zur Finanzierung von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden ebenfalls als Sonderposten eingestellt und parallel zur Nutzungsdauer beziehungsweise Abschreibung aufgelöst.

Rückstellungen

Bei den Rückstellungen für Pensionen erfolgte in diesem Jahresabschluss der Wechsel auf den 10-Jahres-Durchschnittszins für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Demnach wird ein Zinsfuß von 4,01 Prozent (Vorjahr: 3,89 Prozent auf Basis des 7-Jahres-Durchschnitts) angewendet. Die Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen in Höhe von 121,6 Mio. Euro (Vorjahr: 104,4 Mio. Euro) wurden gegenüber dem Vorjahresausweis in die sonstigen Rückstellungen umgegliedert. Sie werden weiterhin mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins (3,24 Prozent) bewertet. Die Vorjahreswerte in der Bilanz wurden zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

 

Rückstellungen für Altersteilzeit- und Vorruhestandsverpflichtungen werden unter Ansatz eines Zinssatzes von 1,76 Prozent (Vorjahr: 2,34 Prozent) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungs-betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei ihrer Bemessung sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

 

Erstmals für 2016 wurde eine Rückstellung für mittelbare Versorgungsverpflichtungen des Erzbistums gebildet, um einen über 25 Jahre erhobenen Finanzierungsbeitrag an die Kirchliche Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands zu decken.

 

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Wirtschaftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Gliederung der Ergebnisrechnung

In der Ergebnisrechnung wurde das Gliederungsschema um den Posten „Sonstige Umsatzerlöse“ ergänzt, die bisher unter der Position „Sonstige Erträge“ ausgewiesen wurden. Auch hier erfolgte eine Anpassung der entsprechenden Vorjahresangaben.