Ergebnisrechnung

2016

2015

TEUR

TEUR

Erträge

Erträge aus Kirchensteuern

630.069,8

627.646,1

Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen

121.128,6

120.424,1

Sonstige Umsatzerlöse

43.701,6

41.456,0

Sonstige Erträge

64.807,2

43.065,8

859.707,1

832.592,0

Aufwendungen

Aufwendungen aus Zuweisungen und Zuschüssen

397.710,4

330.661,2

Personalaufwand

316.345,3

315.734,4

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

26.749,3

21.958,4

Sonstige Aufwendungen

118.045,0

136.856,2

858.850,0

805.210,2

Zwischenergebnis

857,1

27.381,8

Finanzergebnis

Erträge aus Beteiligungen

2.977,5

2.952,8

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

44.644,5

44.672,4

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

9.176,6

107,5

Abschreibungen auf Finanzanlagen

0,0

128,8

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

20.921,3

23.059,7

35.877,2

24.544,2

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

36.734,3

51.926,0

Sonstige Steuern

179,7

174,1

Jahresüberschuss

36.554,7

51.751,9

Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag

0,0

0,0

Entnahme aus Rücklagen

a) Entnahme aus der Ru?cklage fu?r Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

6.081,7

0,0

b) Entnahme aus der Ergebnisrücklage

0,0

0,0

Einstellung in Rücklagen

a) Einstellung in die Ausgleichsrücklage

0,0

0,0

b) Einstellung in die Bauerhaltungs- und Sonderrücklage

14.000,0

35.000,0

c) Einstellung in die Rücklage für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

24.014,5

15.590,8

d) Einstellung in die Ergebnisrücklage

4.594,9

1.161,1

Bilanzgewinn

0,0

0,0

Die Ergebnisrechnung (Gewinn-und-Verlust-Rechnung) des Erzbistums Köln führt die Erträge und Aufwendungen des gesamten Wirtschaftsjahres auf. Aus der Differenz zwischen den Erträgen und den Aufwendungen ergibt sich das Jahresergebnis.

Kirchensteuer

Die größte Ertragsposition bleibt wie in den vergangenen Jahren die Kirchensteuer aus den in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz gelegenen Regionen des Erzbistums. Von diesen Einnahmen sind die Erhebungskosten sowie die nach dem sogenannten Clearingverfahren durchgeführte Weiterverrechnung von Kirchensteuererträgen an andere Bistümer abzuziehen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Erträge aus Kirchensteuern um 0,4 Prozent auf 630,5 Mio. Euro (Vorjahr: 627,6 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Erhebungskosten der Finanzämter und von Erlassen verbleiben 600,6 Mio. Euro, die für die Aufgaben des Erzbistums verfügbar sind.

 

Zuweisungen und Zuschüsse

Der zweitgrößte Ertragsposten sind die Zuweisungen und Zuschüsse. Sie belaufen sich insgesamt auf 121,1 Mio. Euro (Vorjahr: 120,4 Mio. Euro) und resultieren überwiegend aus Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen entfallen zu fast 98 Prozent auf die Personal- und Sachkosten der vom Erzbistum getragenen staatlich genehmigten Ersatzschulen. In den Zuweisungen und Zuschüssen sind auch Staatsdotationen in Höhe von 3,0 Mio. Euro enthalten, unter anderem für die Besoldung von kirchlichen Bediensteten.

 

Sonstige Erträge

Die Position „Sonstige Umsatzerlöse“ wurde aufgrund gesetzlicher Vorgaben des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes 2016 erstmals in die Ergebnisrechnung aufgenommen. Dazu gehören im Wesentlichen Miet-erträge (16,0 Mio. Euro), Erstattungen von Personal-kosten (11,2 Mio. Euro) und Beherbergungserträge (9,1 Mio. Euro). Die hier ausgewiesenen Erträge wurden in den Vorjahren unter den sonstigen Erträgen erfasst. Die Vorjahreswerte der beiden Positionen wurden entsprechend aufgeteilt.

 

Unter die sonstigen Erträge fallen Auflösungen von Pensions- und Beihilferückstellungen in Höhe von 11,8 Mio. Euro. Hinzu kommen 7,0 Mio. Euro Erträge durch die Änderung des Rechnungszinses zur Kalkulation der Pensionsrückstellungen. Sonstige Erträge in Höhe von 28,8 Mio. Euro stammen aus der Erstattung des Sanie-rungsgeldes der KZVK.

 

Weitere Positionen unter den sonstigen Erträgen sind:

  • Rückforderungen von Zuwendungen und Zuschüssen (6,1 Mio. Euro).
  • Hinzu kommen Erträge aus Erstattungen (3,5 Mio. Euro),
  • hinfälligen Bewilligungen (2,1 Mio. Euro)
  • sowie aus Spenden, Schenkungen und Erbschaften (1,9 Mio. Euro).

Insgesamt stiegen die sonstigen Erträge, insbesondere durch die Erstattungen der KZVK, um 21,7 Mio. Euro auf 64,8 Mio. Euro.

Zuweisungen und Zuschüsse

Die mit Abstand größte Position beim Aufwand sind die Zuweisungen und Zuschüsse, die das Erzbistum an Kirchengemeinden, Kindertagesstätten, die Caritas und andere Hilfs- und Seelsorgeeinrichtungen gibt. Sie belaufen sich auf 397,7 Mio. Euro und liegen damit um 20,3 Prozent über dem Vorjahreswert. 

 

Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf höhere Investitionszuweisungen für Kirchengemeinden und Kindertagesstätten zurückzuführen. Dabei stiegen insbesondere die Zuweisungen für die Bauerhaltung der Kirchen um rund 24,5 Mio. Euro auf 44,3 Mio. Euro an. Davon entfallen allein 16 Mio. Euro auf Baumaßnahmen am Bonner Münster. Die Bedarfszuweisungen für Kindertagesstätten stiegen 2016 um rund 4,4 Mio. Euro, die Zuweisungen für Baumaßnahmen um rund 6,2 Mio. Euro.

 

Die Zuweisungen für den Diözesan-Caritasverband stieg 2016 um 3,9 Prozent auf 52,5 Mio. Euro. Auch im Bereich der kategorialen Seelsorge stiegen die Aufwendungen um 9,8 Prozent. Die Zuweisungen und Zuschüssen für gemeinsame Aufgaben der Bistümer betrugen 2016 20,2 Mio. Euro.

 

Der Anstieg der Position „Sonstige Aufgabenbereiche“ ist auf den Beitrag zur Schließung der Deckungslücke der KZVK in Höhe von 4,3 Mio. Euro sowie auf deutlich gestiegene Aufwendungen für die Flüchtlingshilfe zurückzuführen. Letztere stiegen von rund 1 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,9 Mio. Euro 2016. Dieser Betrag stellt allerdings lediglich die Direktaufwendungen für die Flüchtlingshilfe dar. Hinzu kommen diverse Aufwendungen in anderen Aufgabenbereichen, die unter anderem durch zusätzliche Personalkapazität in den Seelsorgebereichen und über die Caritasverbände anfielen. Insgesamt hat das Erzbistum für die Flüchtlingshilfe rund 6,3 Mio. Euro aufgewendet. Außerdem wurden im Rahmen der Flüchtlingshilfe investive Mittel in Höhe von 1,8 Mio. Euro für Wohnprojekte bereitgestellt.

 

Personal

Der zweitgrößte Posten bei den Aufwendungen sind die Personalkosten. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch zusätzliche Stellenbesetzungen in den Schulen, um 81 auf 4.415. Insgesamt verzeichneten die Personalkosten 2016 aber nur einen leichten Anstieg, weil die Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von rund

5,3 Mio. Euro durch niedrigere Aufwendungen für die Altersversorgung aufgrund des geänderten Diskontierungszinses kompensiert wurden.

 

Abschreibungen und sonstige Aufwendungen

Das Volumen der Abschreibungen stieg 2016 auf 26,7 Mio. Euro, ausschließlich für planmäßige Abschreibungen.

 

Die sonstigen Aufwendungenentfallen auf die Hebegebühren für den Einzug der Kirchensteuer durch die Finanzämter (25,9 Mio. Euro) sowie auf Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von 13,6 Mio. Euro. Weitere Aufwendungen betreffen EDV-Leistungen, Energiekosten, Mieten, Versicherungsbeiträge, Wartungskosten, allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Porto, Telefonkosten und anderes.

 

Insgesamt sanken die sonstigen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um rund 18,8 Mio. Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr eine neue Rückstellung „Runder Tisch Heimerziehung“ in Höhe von 8 Mio. Euro (siehe „Sonstige Rückstellungen“) eingestellt wurde. Außerdem sanken die Instandhal-tungskosten gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2015 um über 4 Mio. Euro, da die Renovierungsarbeiten am Kardinal-Schulte-Haus abgeschlossen wurden.

In das Finanzergebnis fließen die Ergebnisabführungen der Beteiligungen ein. Ertragsrelevant sind dabei lediglich die beiden Wohnungsbaugesellschaften Rheinwohnungsbau GmbH und Aachener Siedlungsund Wohnungsbaugesellschaft mbH, die im Jahr 2016 zusammen rund 3,0 Mio. Euro an das Erzbistum abführten. 

 

Aus den Wertpapieren des Anlagevermögens einschließlich der Investmentfonds wurde eine Gesamtverzinsung von 3,2 Prozent auf das angelegte Vermögen erzielt. Davon wurde ein Teilbetrag in Höhe von 44,6 Mio. Euro als Ertrag vereinnahmt. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite von 1,6 Prozent. Die verbleibenden Ertragsanteile wurden thesauriert, um die Risikotragfähigkeit zu stärken.

 

Deutlich gestiegen sind die Erträge aus sonstigen Zinsen. Hier wurden einmalig Zinsen aus den Rückerstattungen des Sanierungsgeldes durch die KZVK in Höhe von 9,1 Mio. Euro vereinnahmt.

 

Im Jahr 2016 wurden keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen.

 

Geschmälert wird das Finanzergebnis durch den Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Darlehen, die sich im Jahr 2016 auf 20,9 Mio. Euro beliefen. Insgesamt ergibt sich ein Finanzergebnis von 35,9 Mio. Euro (Vorjahr: 24,5 Mio. Euro).

Aus dem operativen Ergebnis und dem Finanzergebnis ergibt sich nach Steuern ein Jahresüberschuss von 36,6 Mio. Euro. Aus dem Überschuss erfolgt eine Anpassung der Bauerhaltungsrücklage entsprechend der Entwicklung des Baupreisindexes um rund 14 Mio. Euro. Aus der Pensionsrücklage erfolgte 2016 eine Entnahme von 6,1 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um Rückzahlungen der KZVK aus dem Jahr 2015, die 2015 den Rücklagen zugeordnet und 2016 den entsprechenden Rückstel-lungen zugeführt wurden. Neu zugeführt wurden der Pensionsrücklage 24,6 Mio. Euro. Die erhöhte Anpassung der Pensionsrücklage kompensiert die Schmälerung der Pensionsrückstellungen aufgrund des neuen, höheren Rechnungszinses auf Basis des 10-Jahres-Durchschnitts.

 

Die verbleibenden 4,6 Mio. Euro wurden der Ergebnisrücklage zugeführt.

Finanzbericht 2016 (PDF)

Ansprechpartner

Ökonom des Erzbistums Köln Hermann J. Schon Marzellenstraße 32 50668 Köln T 0221 1642 1307 finanzen@erzbistum-koeln.de