Umfrage: Bevölkerung schätzt soziales Engagement der Kirche

Der Einsatz katholischen Kirche für die Gesellschaft findet große Zustimmung in der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag des Erzbistums Köln durchgeführten repräsentativen Meinungsumfrage zur Wahrnehmung und Einschätzung der sozialen und karitativen Leistungen und Angebote der katholischen Kirche.

 

Befragt wurden 1.000 Menschen über 16 Jahre im Erzbistum Köln – nicht nur Katholiken - in Form einer telefonischen Befragung durch das Institut Kantar Emnid im August 2017.

Ergebnisse der Umfrage im Detail

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Umfrage: Bedeutung von Seelsorge Umfrage: Einsatz von Kirchensteuermitteln für soziale und karitative Zewcke Umfrage: Bedeutung von kirchlichen Bildungseinrichtungen? Umfrage: Welche sozialen und karitativen Einrichtungen der Kirche kennen Sie? Umfrage: Beurteilung des Umfangs des sozialen und karitativen Engagements der katholischen Kirche

Hohe Bedeutung für Zusammenhalt der Gesellschaft

88 Prozent der Befragten messen sozialem und karitativem Engagement grundsätzlich eine hohe Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Zu diesem Engagement zählen die Menschen auch die kirchliche Seelsorge. Eine große Mehrheit sieht in ihr einen hohen Wert für die Gesellschaft. 84 Prozent der Befragten finden das seelsorgerische Engagement der Kirche wichtig, auch dann, wenn sie es selbst nicht in Anspruch nehmen. Selbst Menschen ohne Religionszugehörigkeit sind zu rund 75 Prozent der Meinung, dass Seelsorge wichtig ist.

 

Die Verwendung der Kirchensteuerbeiträge für soziale und karitative Leistungen findet breite Zustimmung. 88 Prozent der Befragten finden es richtig, dass die Kirche hohe Summen für wohltätige Zwecke aufwendet. Hohe Wertschätzung genießt auch das Engagement der Kirche im Bildungsbereich. 82 Prozent der Befragten befürworten es, dass die katholische Kirche Schulen, Kindertagesstätten und Familienbildungsstätten betreibt.

Soziale und karitative Angebote gut bekannt

Die sozialen und karitativen Angebote der Kirche sind gut bekannt. Jeweils mehr als 60 Prozent der Befragten kennen:

  • katholische Pflegeeinrichtungen und Hospize,
  • Hilfeeinrichtungen für Behinderte,
  • Einrichtungen der Altenpflege,
  • katholische Jugendarbeit und Jugendhilfe,
  • kirchliche Flüchtlingshilfe und Integrationsarbeit,
  • sowie die allgemeine soziale Arbeit in den Pfarrgemeinden.

Die katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Trauerbegleitung, Suchtberatung und viele andere Beratungsangebote erreichen Bekanntheitswerte von mehr als 45 Prozent.

34 % können Angebote der Kirche nicht wirklich beurteilen

Den Umfang des sozialen und karitativen Engagements der Kirche beurteilt mehr als die Hälfte der Befragten als sehr gut oder eher gut. Allerdings gibt rund ein Drittel der Befragten an, die kirchlichen Angebote nicht beurteilen zu können. Dem Erzbistum Köln stellt sich damit die Aufgabe, die kirchlichen Angebote künftig noch besser zu vermitteln.

 

Gleichwohl haben diejenigen, die die Angebote kennen, ein sehr positives Bild: fast 80 Prozent von ihnen beurteilen den Leistungsumfang als gut oder sehr gut.

Finanzbericht 2016 (PDF)