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20 | 01 | 2018

Die Berufseinführung der Kapläne

... umfasst den Zeitraum zwischen Priesterweihe und Pfarrexamen und liegt im ersten Kaplansjahr ("Kaplan im Vorbereitungsdienst") noch in Händen des Priesterseminars, dann vom zweiten bis fünften Kaplansjahr in den Händen der Abteilung Aus- und Weiterbildung des Generalvikariates.
Dieser Zeitraum ist in der Regel identisch mit dem Einsatz auf der ersten Planstelle.

Elemente der Berufseinführung

  1. eine Werkwoche im zweiten bis vierten Priesterjahr.
  2. Die Themen der drei Werkwochen sind zweimal vorgegeben (Geistliche Leitung, Liturgie) und einmal frei wählbar.
  3. Ein bis zwei Pastoraltage pro Jahr.
  4. Praxisbegleitung im zweiten Priesterjahr.
    Sie findet in Form einer Gruppensupervision statt und dient der Reflexion des pastoralen Handelns und der Aufarbeitung schwieriger seelsorglicher Situationen.
  5. Jährliche Exerzitien.
    Die Exerzitien können allein oder als Weihejahrgangsgruppe belegt werden.
  6. Der Abschluss der Berufseinführung im fünften Dienstjahr besteht aus:

dem Pfarrexamen

ein Personalführungsgespräch

der Kurs „Abschluss der BE“

Abschluss der Berufseinführung

Voraussetzung für die Zulassung zum Pfarrexamen, das die zweite Bildungsphase (Berufseinführung) abschließt, ist die regelmäßige Teilnahme an den vorgegebenen Weiterbildungsmaßnahmen (Werkwochen und Praxisbegleitung) und den Exerzitien.

 

Pfarrexamen: Schriftliche Hausarbeit, Kolloquium, Einzelaufgabe

Die schriftliche Hausarbeit

hat den Charakter einer Praxisreflexion. Ihr Thema kommt aus dem Bereich der eigenen pastoralen Praxis und ist frei wählbar. Der Verfasser soll mit dieser Arbeit den Nachweis erbringen, dass er fähig ist, die pastorale Situation einer Gemeinde bzw. eines Arbeitsfeldes auf dem Hintergrund gesellschaftlicher und gesamtkirchlicher Bedingungen zu erfassen, theologisch zu durchdenken und pastorale Konsequenzen zu entwickeln. Die Arbeit wird einem Rezensenten zur Begutachtung vorgelegt, der ein Votum über die Annahme oder Ablehnung der Arbeit abgibt.

 

Das Kolloquium
findet mit dem Rezensenten der Hausarbeit und dem Leiter der H.A. Seelsorge-Personal statt. Der Verfasser erfährt hierbei die Beurteilung seiner Arbeit und hat Gelegenheit, seine Arbeit zu erläutern. Der Generalvikar entscheidet danach über die Annahme der Arbeit.

 

Die begutachtete pastorale Einzelaufgabe
aus dem Bereich der Verkündigung (z.B. Predigt, Kinderkatechese, Eltern- oder Katechetenabend, besondere Gottesdienstgestaltung, Bildungsabend, Religionsunterrichts- oder Schulkontaktstunde) wird begutachtet durch den zuständigen Referenten der H.A. Seelsorge-Personal und einer Fachperson aus dem entsprechenden Bereich.

Pfarrexamen: Das Personalführungsgespräch

Das Personalführungsgespräch erfolgt an der Schnittstelle zwischen erster und zweiter Kaplansstelle. Es wird geführt von dem Leiter der H.A. Seelsorge-Personal, dem dienstvorgesetzten Pfarrer und dem Kaplan. Dieses Gespräch reflektiert die Entwicklung in der Berufseinführung, insbesondere die Charismen und die inzwischen erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, und nimmt die weitere persönliche Entwickung und die zukünftigen Einsatzfelder in den Blick.

 

Pfarrexamen: Dreiwöchiges Seminar und Exerzitien

Der Kurs „Abschluss der Berufseinführung“ ist zeitlich und inhaltlich zweiteilig:

 

1. Teil

Im seinem 1. Teil - mit einem zeitlichen Umfang von drei zusammenhängenden Wochen - reflektiert er theologisch die bisherige pastorale Praxis. Die Themen der ersten beiden Wochen sind vorgegeben, das Thema der dritten Woche ist frei wählbar. Dieser Teil beginnt in der Regel in der letzten Woche vor den Sommerferien in NRW. Er findet statt in einem Tagungshaus außerhalb des Erzbistums Köln.

 

2. Teil

Der 2. Teil besteht in einer - zu einem späteren Zeitpunkt und an anderem Ort stattfindenden - Exerzitienwoche.

Auskunft

Paul Kohlmaier, Abteilungsleiter
Erzbischöfliches Generalvikariat
Abt. 520 Personalentwicklung Pastorale Dienste
50606 Köln
Tel. 0221 1642-1379
Fax 0221 1642-1428

E-Mail an Paul Kohlmaier