ERZBISTUM KÖLN  PRIESTERSEMINAR  DIAKONENINSTITUT     

Tabelle

In den fünf Jahren, die der Priesterkandidat zum Collegium Albertinum zählt, sind durchgängig drei Dimensionen der Priesterbildung von Bedeutung. Sie durchdringen sich gegenseitig und eine ist ohne die andere nicht zu verwirklichen. Es sind die Dimensionen:

– Geistliches Leben und menschliche Reifung;
– Theologische Bildung
– Pastorale Befähigung.

Diese Dimensionen werden verfolgt im Zusammenleben im Haus, bei Werkwochen außerhalb des Hauses, in mehreren Praktika, geistlichen und thematischen Wochenenden der Kommunität, durch persönliches Gespräch mit den Priestern des Hauses, dem geistlichen Begleiter, die jährlichen einwöchigen Exerzitien etc.

 

Geistliches Leben
menschliche Reifung

Theologische Bildung

Pastorale Befähigung

1.– 4. Semester

Grundlegung des geistlichen Lebens durch Kennenlernen verschiedener Formen von Meditation, Gebet und Schriftlesung; regelmäßige Mitfeier der Eucharistie; Zugang zum Bußsakrament; Suche nach einem geistlichen Berater; Erlernen persönlicher Initiative, Fähigkeit und Bereitschaft zur Begegnung und Zusammenarbeit, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Beherrschung der Umgangsformen; fakultative Teilnahme am musikalischen Angebot des Hauses in verschiedenen Chören

Einführung in das wissenschaftliche Studium.

Erstes wissenschaftlich verantwortetes Reflektieren des persönlichen und kirchlichen Glaubens; Beherrschung des methodischen Instrumentariums für das Studium der Theologie; Erlernen von Grundkenntnissen in lateinischer, griechischer und hebräischer Sprache;

Studienfächer im Grundstudium: Philosophie, Philosoph.-theol. Propädeutik, Kirchengeschichte, Einführung in das Alte und Neue Testament…;

nach dem 4. Semester: Diplomvorprüfung

Kennenlernen verschiedener pastoraler Bereiche; Einführung in die Liturgie; Stimmbildung, Grundelement der rhetorischen Ausbildung, Einübung in die Kommunikation, erste Anleitung zur Gesprächsführung; sechswöchiges Praktikum in einer sozialen Einrichtung

 

 

 

 

5.– 6. Semester, extern

Durchtragen der in den ersten zwei Jahren im Konvikt grundgelegten Praxis im "Freisemester" (externe Semester) an einem anderen Studienort; geordneter geistlicher Tagesablauf; angemessen einfacher Lebensstil, sinnvolle Freizeitgestaltung, Offensein für andere

Vertieftes Studium in den verschiedenen theologischen Disziplinen und erstes Bemühen um Schwerpunktbildung;
Fächer des Hauptstudiums:
Dogmatik,
Exegese des Alten und Neuen Testaments,
Fundamentaltheologie,
Liturgiewissenschaft,
Kirchenrecht,
Religionspädagogik,
Pastoraltheologie,
Moraltheologie,
Christliche Gesellschaftslehre…

Mitwirken in den Gottesdiensten und in der Gemeinde, sechswöchiges Praktikum in einer Pfarrei des Bistums; Hinführung zur Seelsorge bei Kranken

 

 

 

 

7.– 10. Semester

Gebet und Meditation, Buße und Beichte als regelmäßige Praxis; die Eucharistie als Zentrum des Tages; ein Ja zur Nachfolge Christi in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam

Abschluss des Studiums durch Diplomarbeit und Diplomprüfung

Erste Erfahrungen in der Gemeindepredigt, Vertiefung in weiteren Formen der Kommunikation

 

 
 
 
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