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Lars Spohr, 2. Jahr

Lars SpohrAls "letztes Überbleibsel des Mittelalters" wird die Kirche in der heutigen Zeit oft bezeichnet…und viele Menschen stimmen dem bereitwillig zu. Insbesondere in unseren wohlhabenden Industrienationen hat die christliche Botschaft scheinbar keinen Platz mehr. Wie kommt man als junger Mann also dann dazu, in dieser "altmodischen" Institution den Weg zum Priesteramt anzutreten? Wäre es nicht viel bequemer und vor allem sinnvoller, einen "normalen" Beruf mit einem geregelten 8-Stunden-Tag auszuüben?
Ich habe mich für den Beruf bzw. die Berufung des Priesters entschieden, weil ich erkannt habe, dass die christlich-katholische Botschaft zwar alt, aber eben keineswegs altmodisch ist!
Gerade in unserer pluralen, schnelllebigen und oft auch unmenschlich erscheinenden Welt ist es um so wichtiger darauf hinzuweisen, dass auf die beiden elementarsten Fragen unserer Existenz - "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?" - trotz aller bisherigen Erkenntnisse letztlich nur GOTT als Antwort übrig bleibt.
Um bei der Verkündigung dieser Antwort mitzuwirken, habe ich mich daher nach einem ersten abgeschlossenen Studium (Geschichte, Deutsch, Kath. Theologie) und einem etwa 10jährigen "Ausflug" in die Kommunalpolitik für diesen Weg entschieden. Großen Rückhalt hierbei habe ich nicht nur in meinem Familien- und Freundeskreis sowie meiner Heimatgemeinde in Kerpen-Horrem gefunden, sondern auch in dem Wissen, dass es in unserer Gesellschaft - erst recht bei der oft unterschätzten Jugend - ein großes Bedürfnis nach einer moralischen Autorität und letzten Instanz gibt, die jenseits der vielen relativen Wahrheiten unserer Zeit Gültigkeit besitzt

 
 
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