Mariannhiller Missionare, CMM
Entstehung und Aufgabe:
Es begann mit einem "gehorsamen Rebellen", einem Abenteurer in der Kutte; dem Trommler Gottes - Franz Wendlin Pfanner aus Langen in Vorarlberg. Der ehemalige Weltpriester (Schwestern- und Gefängnisseelsorger) trat mit 38 Jahren bei den Trappisten in Mariawald/Eifel ein, um sich auf den Tod vorzubereiten; er kränkelte seit Jahren. Doch im Kloster wurde Pfanner wider Erwarten gesund; ja er meldete sich alsbald zu wagemutigen Abenteuern. In Banjaluka (Bosnien) gründete er das Kloster Mariastern. Zehn Jahre später, bereits 54 Jahre alt, erklärte er sich bereit, es am Kap der Guten Hoffnung abermals mit einer Klostergründung zu probieren. 1882 legte er in der Nähe der südafrikanischen Hafenstadt Durban den Grundstein zur heutigen Missionszentrale Mariannhill. Aus der ehemaligen Abtei - sie war zeitweise die größte der Welt (mit über 300 Mönchen) - wurde das Zentrum der seit 1909 selbständigen Kongregation der Missionare von Mariannhill (CMM).
Einsatzgebiete:
Die Mariannhiller Patres und Brüder arbeiten heute in verschiedenen Ländern der Dritten Welt: In Natal und Transkei (Südafrika), Simbabwe, Sambia, Mosambik, Papua Neuguinea und Brasilien. Sie leiten Missionsstationen, betreuen Basisgemeinden, sorgen sich um den einheimischen Klerus- und Ordensnachwuchs und kümmern sich um Schulen, Jugendgruppen und Pressearbeit. Glaubensverkündigung geht Hand in Hand mit Sozialarbeit und Entwicklungshilfe. In den europäischen und nordamerikanischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Holland, Spanien; Kanada und USA) wirken die Mariannhiller in Schulen, Krankenhäusern und Pfarreien, besonders auch über die Presse, um so auf die Völker der Dritten Welt aufmerksam zu machen sowie Verständnis und Interesse für ihre Nöte und Probleme zu wecken. Lebensform: Die Mariannhiller Gemeinschaften stehen allen offen, die ihr Leben und Wirken kennen lernen wollen. In ihrer "Regel" heißt es: " Wir sind bereit, den Menschen, zu denen wir gesandt sind, in Freundschaft und Liebe zu dienen. Wir setzen uns für die Gleichberechtigung aller Menschen und Rassen ein. Wir nehmen in besonderer Weise Anteil an der missionarischen Sendung der Kirche. Wir betrachten es als unseren Auftrag, bei der Gründung und beim Ausbau von Ortskirchen zu helfen, bei den Gläubigen das Verantwortungsbewusstsein für die Gesamtkirche wachzuhalten und zu vertiefen sowie Missionsberufe zu fördern und die missionarische Arbeit geistig und materiell zu unterstützen".
Aufnahme und Ausbildung:
Bittet jemand um Aufnahme in die Gemeinschaft der Mariannhiller, so wird die nötige menschliche Reife erwartet; als schulische Voraussetzung das Abitur für Priesterstudenten und Haupt- oder Realschulabschluss für Brüderkandidaten. Ferner erwarten wir die Bereitschaft zur Mitarbeit am missionarischen Leben und den Willen zu einem Leben in der klösterlichen Gemeinschaft nach den evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam). "Wenn es uns gelingt, Gemeinschaften zu bilden, in denen ein Gespür für andere Menschen, für persönliche Entfaltung und Initiative sowie eine aufrichtige Besinnung auf die Botschaft des Evangeliums lebendige Wirklichkeit sind, können wir hoffen, den Erwartungen derer zu entsprechen, die zu uns kommen wollen." (Aus der "Regel" von Mariannhill).
Kontaktadresse:
Provinzialat
Pater Dr. Hubert Wenl CMM
Mariannhillstrasse 1
97074 Würzburg
Tel. 0931/79 699-86
Fax: 0931/79 699-7
E-Mail: provinzial@mariannhill.de
Niederlassung im Erzbistum Köln
Mariannhiller Mission
Brandenburgerstrasse 8
50668 Köln
Tel.: 0221/12 11 46 |