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Wie lange dauert ein förmlicher Eheprozess?

 

Der förmliche Eheprozess soll nach der gesetzlichen Vorgabe ein Jahr dauern in einer Instanz. Gegenwärtig lässt sich das hier praktisch eher nicht einhalten; und umständehalber kann ein End-Termin nicht zugesagt werden.

 

Die allgemeine Dauer ist bedingt vor allem durch das Schriftlichkeitsprinzip, das im förmlichen Eheprozess vorgeschrieben ist: Es gibt es keine mündliche Haupt­verhandlung, zu der die Parteien und Zeugen alle erscheinen. Stattdessen müssen alle Aussagen an einzeln anberaumten Terminen aufgenommen werden. Dieses Prinzip braucht viel Zeit.

 

Bei guter Erreichbarkeit der Parteien, Zeugen und ggf. anderer Prozessbeteiligter ist bisweilen ein zügigeres Verfahren möglich.

 

Wenn unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten (z.B. ein wichtiger Zeuge ist für ein halbes Jahr verreist; es muß ein umfangreiches Gutachten erstellt werden; die Klagegründe werden umgestellt o.ä.), kann das Verfahren auch länger dauern.

 

Auch nach der päpstlichen Reform des Eheprozesses ist es vom Gesetz her möglich, durch eine Berufung ein Urteil anzufechten, das eine Klage anerkannt hat.