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Scalabrini-Patres S. Raffaele

Entstehung und Aufgabe:
Der Orden wurde am 28.11.1887 vom seligen Giovanni Battista Scalabrini gegründet. Aufgabe des Ordens war die Betreuung der nach Amerika emigrierten Italiener in seelsorgerischer und caritativer Hinsicht. Ab 1940 richtete sich diese Sorge auch auf die innerhalb Europas ausgewanderten Italiener. 1969 erteilte der Heilige Stuhl dem Orden die Zustimmung, sich auch um alle Migranten in der Welt zu kümmern. Seitdem sind die Brüder und Priester des Ordens nicht nur italienischer Herkunft. Neue Mitbrüder kommen aus Brasilien, den Philippinen, Kolumbien, Mexico, Haiti und auch aus Deutschland. 1998 hat der Orden auch die Betreuung von Flüchtlingen in sein Aufgabengebiet eingeschlossen. In Zusammenarbeit mit der Ortskirche versucht der Orden, eine religiöse, moralische und pastorale Begleitung der Migranten durchzuführen. In diesem Bereich hat eine Evangelisierung bzw. eine Stärkung des Glaubens ihren Vorrang. In den ärmeren Ländern werden Aufnahmezentren für Migranten und Flüchtlinge organisiert. Hauptaufgaben sind auch die Sensibilisierung der Ortskirche und der Bürger auf die Probleme der Migration und die Pastoralberufungen von Priestern und Laien.

 

Einsatzgebiete:
Der Orden wirkt überall dort, wo die Auswanderung bzw. die Einwanderung von Menschen stattfindet. Wir sind in Argentinien, Chile, Uruguay, Australien, den Philippinen, Taiwan, Brasilien, Paraguay, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Portugal, Italien, Großbritannien, Deutschland, der Schweiz, USA, Kanada, Venezuela, Kolumbien, Haiti, Mexico, Guatemala und Süd-Afrika tätig. Wir wirken in Pfarreien, Missionen "cum cura animarum", Schulen, Waisenhäusern, Rundfunksendern und Studienzentren, in Kinder- und Jugendheimen sowie in Krankenhäusern, Seniorenheimen und in Flüchtlingslagern. Wir haben unsere eigenen Priesterseminare und Bildungshäuser.

 

Lebensformen:
Zu unserem Orden gehören Patres und Brüder. Wir leisten die drei Gelübde und versuchen, unsere Berufung zu bezeugen, indem wir sowohl in der Gemeinschaft als auch unter den Migranten leben. Unsere Lebensform in der Gemeinschaft ist sehr facettenreich und hängt auch von der Pastoral, die jeder einzelne innerhalb der Gemeinschaft bzw. der Ortskirche ausübt, ab.

 

Aufnahme und Ausbildung:
Die Aufnahme in unseren Orden ist ortsgebunden. Normalerweise soll jeder Ordensmann einen abiturähnlichen Abschluss haben. Darüber hinaus gibt es für Priester und Brüder zwei verschiedene Ausbildungen: für die Priester das Noviziat, dann ein philosophisches und theologisches Studium bis zum Theologiediplom und abschließend eine Spezialisierung in Fachbereichen, die mit der Migration zusammenhängen. Für die Brüder gilt auch das Noviziat, dann Theologiekurse und schließlich eine oder mehrere Spezialisierungen in Tätigkeiten, die auf bestimmte pastorale oder caritative Aufgabengebiete abgestimmt sind.

 

Kontaktadresse:
Tagungshaus
August-Strindberg-Str.11
51067 Köln-Holweide
Tel. 0221/63 16 35