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Berufung

Regamy Thillainathan als Leiter der Stelle "Berufe der Kirche" hilft Ihnen gerne, Ihre Berufung zu klären.

Tel: 0221 1642 7501

Bewerbung
Repetent Dr. Peter Rieve steht Ihnen für alle Fragen rund um das Studium und die Bewerbung als Priesterkandidat zur Verfügung.

Tel: 0228 2674 140

Sing, bet` und geh auf Gottes Wegen!

Dieses Wort aus dem Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ war der Spruch meiner Profess im Jahr 2011. Ein lieber Mitbruder, der mich schon lange kennt, sagte mir dieses Wort auf den Kopf zu: „Das ist dein Leitwort“. Und nach einigem Nachdenken erkannte ich, dass er Recht hatte. Dieser Satz gibt mein Leben als Mensch, als Mönch, gibt meinen Berufungsweg eins zu eins wieder.

 

Singen: Ich bin und war immer Musiker, das war die erste Liebe: Kirchen­Musiker. Das gesungene Gotteslob, die glaubende Gottesbegegnung mit IHM in der Musik. Und das gerade in der feierlichen Liturgie der Kirche. Der Weg war klar: Benediktiner in Maria Laach.

 

Beten: Heute, in einer so offenen und freien Zeit, fällt uns doch die Kommunikation immer noch am schwersten, im Großen wie im Kleinen, in der Gesellschaft, in der Kirche oder auch im Kloster. Und das gilt auch für die persönliche Kommunikation mit Gott. Zu lernen, dass ich IHM alles sagen kann, weil ER es eh schon weiß, dauert an. Ich sehne mich nach echtem und tiefem Gebet mit Gott. Ich brauche das für den Weg; jeder braucht das. ER ist da, nur ich bin so oft weg – ganzheitlich gesprochen. Aber ich durfte lernen, was SEIN Erbarmen heißt, nämlich tiefe Freude, Herzensfreude.

 

Gehen: Im Kreuzweg lehrt uns Jesus, immer wieder aufzustehen und weiterzugehen. Er reicht mir seine Hand, er öffnet mir seine Arme. Das ist das Geschenk der Berufung, zu kapieren: Gott ist nicht nur der „Ich bin da!“, er ist auch immer der „Ich bleibe da!“. Er ist für mich da, und er hat mich berufen zum Menschsein, Christsein, Mönchsein, Priestersein. Gleich am Anfang der Benediktsregel findet sich der Satz, der das am besten und tiefsten zusammenfasst: „Der Weg kann aber am Anfang nichts anderes als eng sein; wer aber im klösterlichen Leben und im Glauben voranschreitet, dem wird das Herz weit, und er läuft im unsagbaren Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes“.

 

P. Philipp Meyer OSB

Mönch der Benediktinerabtei Maria Laach