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Das Erzbistum Köln in Zahlen

Stand: Januar 2009

Unter den deutschen Diözesen ist Köln mit gut 2,1 Millionen Katholiken das mitgliederstärkste Bistum; gefolgt von Freiburg und Münster (je rund 2 Mio.). In der Reihe der Weltbistümer steht Köln dagegen auf dem 35. Platz: Diözesen wie Mexico (über 18 Mio. Katholiken), Sao Paulo (rund 8 Mio.) oder auch Mailand (etwa 5 Mio.) sind von der Katholikenzahl her weitaus größer.

  • über 2,1 Millionen Katholikinnen und Katholiken - das sind 43 Prozent der Gesamtbevölkerung in seinem Gebiet
  • rund 1.150 Priester, davon 749 im aktiven Dienst
  • 185 Ordenspriester im Dienst des Erzbistums
  • 351 Priester im Ruhestand bzw. freigestellt oder beurlaubt
  • 302 Ständige Diakone - 176 im Hauptamt und 126 mit Zivilberuf -; davon 98 im Ruhestand
  • 231 Pastoralreferenten/-innen und -assistenten/-innen; davon 2 im Ruhestand
  • 299 Gemeindereferenten/-innen und -assistenten/-innen; davon 86 im Ruhestand
  • 110 Ordensgemeinschaften, davon 80 Frauenorden mit rd. 1.385 Ordensschwestern
  • 6.181 Quadratkilometer Fläche; das entspricht knapp einem Fünftel der Fläche des Landes NRW.
    Das Erzbistum ragt mit seinem südlichen Teil (Wissen im Kreis Altenkirchen) bis in das Land Rheinland-Pfalz;
    im Norden (Essen-Kettwig) bis über die Ruhr.
    Grevenbroich, Kerpen und Euskirchen im Westen und
    Radevormwald, Wipperfürth und Gummersbach im Osten begrenzen sein Gebiet.
  • 8 Kreisdekanate (in Klammern gerundete Katholikenzahl): Altenkirchen (17.400), Rhein-Erft-Kreis (244.400), Euskirchen (74.900), Mettmann (180.200), Rhein-Kreis Neuss (180.000), Oberbergischer Kreis (90.100), Rheinisch-Bergischer Kreis (115.500), Rhein-Sieg-Kreis (301.100)
  • 7 Stadtdekanate (in Klammern gerundete Katholikenzahl): Bonn (122.600), Düsseldorf (199.500), Köln (403.200), Leverkusen (65.500), Remscheid (27.300), Solingen (41.400), Wuppertal (80.100)
  • 182 Seelsorgebereiche mit 680 Pfarreien;
  • rund 800 Kirchen und ca. 400 Filialkirchen und Kapellen, davon etwa 600 unter Denkmalschutz

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erzbistum Köln

Vieles, was für die Kirche und ihr entschiedenes Engagement für die Menschen wesentlich ist, läßt sich nicht in Zahlen ausdrücken: ein seelsorgliches Gespräch, Hilfe von Mensch zu Mensch, ein würdig gefeierter Gottesdienst, die erfahrene Gemeinschaft in Gruppen und Verbänden ... Zahlen können aber verdeutlichen, wie wichtig es vielen Menschen ist, sich in der Kirche und füreinander mit ihren je persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten einzusetzen:

Im Erzbistum Köln engagieren sich:

  • über 30.000 Mitglieder in Kirchenchören,
  • mehr als 30.000 Ministranten und Ministrantinnen,
  • über 20.000 Frauen und Männer in Pfarrgemeinderäten, Kirchenvorständen und deren Ausschüssen,
  • über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sakramentenkatechese, bei der Kommunionspendung, im Pfarrbesuchsdienst, im Büchereiwesen und bei der Pfarrbriefgestaltung
  • über 5.000 Jugendgruppen-Leiterinnen und -Leiter,
  • mehr als 3.000 Frauen und Männer als ehrenamtliche Kirchenmusiker, Küster und im Reinigungs- und Pflegedienst,
  • über 13.000 Helferinnen und Helfer in Caritas-Gruppen und -Gremien in der Haushalts-, Kranken- und Familienhilfe, in Altenclubs, bei Besuchsdiensten, in den Caritas-Pflegestationen, bei Sammlungen und Aktionen

Von den rund 400.000 Mitgliedern kirchlicher Verbände im Erzbistum Köln ist jede/r fünfte ehrenamtlich tätig. Zusammen mit den nicht verbandlich organisierten Frauen und Männern leisten im Erzbistum Köln schätzungsweise insgesamt 200.000 Kräfte ehrenamtliche Dienste.

Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst

Bei der Vielzahl der kirchlichen Rechtsträger kann die Zahl der hauptamtlichen Kräfte im Erzbistum Köln nur annähernd angegeben werden - es sind rund 50.000:

  • 2.000 Menschen im pastoralen Dienst;
  • 2.000 in den Liturgischen Folgediensten, z.B. Küster/innen und Kirchenmusiker;
  • 1.000 Frauen und Männer im Pfarrbüro, dazu noch einmal
  • 1.000 nebenamtlich Beschäftigte in Pfarreien;
  • 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in katholischen Kindergärten,
  • 2.200 Lehrkräfte in katholischen Schulen und Internaten;
  • 1.800 Kräfte in Erzbischöflichen Einrichtungen, in der Verwaltung, im Kölner Dom;
  • 20.400 Frauen und Männer im Bereich der caritativen Gesundheitshilfe;
  • 7.400 Fachkräfte in der caritativen Altenhilfe;
  • 2.400 Fachkräfte in der caritativen Jugendhilfe ohne die Kindertagesstätten;
  • 2.500 Frauen und Männer im Bereich der sonstigen caritativen Hilfe;
  • 300 Hauptamtliche in katholischen Vereinen und Orden.

Nur der geringere Teil dieser Hauptamtlichen wird aus Kirchensteuermitteln bezahlt. Den gesetzlichenen Bestimmungen entsprechend finanzieren sich z.B. die Personalkosten der Caritas aus den Pflegesätzen und öffentlichen Zuschüssen.

Caritas im Erzbistum Köln

  • 57 Krankenhäuser in katholischer Trägerschaft mit knapp 15.000 Betten
  • 160 Alten- und Altenpflegeheime mit rund 15.000 Plätzen
  • 43 Wohnhäuser für psychisch-, geistig-, Körper- und Mehrfachbehinderte
  • 3 Hospize und 3 Palliativstationen
  • über 100 Pflegedienste und -stationen, die täglich rund 16.500 Menschen betreuen
  • 15 Beratungs- und Behandlungsstellen für Suchtkranke und Drogenabhängige
  • 13 Einrichtungen der stationären Suchtkranken- bzw. Drogenhilfe
  • 41 Heime der Erziehungshilfe mit 1.800 Plätzen
  • 21 extern_link Esperanza-Schwangerschafts-Beratungsstellen
  • 32 Fachdienste für sozialpädagogische Familienhilfe
  • 836 extern_link katholische Kindergärten mit fast 56.000 Kindern in knapp 2.500 Gruppen
  • 6 Familienferien-Stätten; 4 Frauenhäuser; 1 Mutter-Kind-Kurheim
  • 16 extern_link Erziehungs- sowie 12 extern_link Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen
  • 36 Beratungsstellen für Ausländer; 2 Wohnheime für ausländische Jugendliche
  • 8 Beratungsstellen und Zentren für Arbeitslose
  • 8 Beratungsstellen für Behinderte
  • 14 Schuldnerberatungsstellen

Hinzu kommen die Einrichtungen der 15 Stadt- und Kreiscaritasverbände und der katholischen Sozialverbände (z.B. SKF, SKM) in den Städten und Gemeinden des Erzbistums Köln

Wissenschaft, Bildung und Medien im Erzbistum Köln

Das Erzbistum Köln im Spiegel der Statistik

Kirchliches Leben erschöpft sich selbstverständlich nicht in Zahlen. Der Stellenwert eines seelsorglichen Gesprächs, der Feier der Liturgie oder der tatkräftigen Hilfe für Nahe und Ferne lassen sich nur schwer zählen und messen. In den nüchternen Zahlen der Statistik spiegelt sich die religiöse Situation des Erzbistums Köln deshalb nur zum Teil. Dennoch bieten diese Daten wichtige Anhaltspunkte; sie spiegeln gesellschaftliche Trends, können langfristige Tendenzen und Entwicklungen deutlich machen und geben Hinweise auf Schwerpunkte, Probleme und Handlungsfelder.

 

Jahr

Katholiken

Gottesdienstbesuch

Taufen

Kommunion

1980

2.529.539

537.896 (21,26 %)

21.021

28.252

1985

2.453.917

472.363 (19,25 %)

21.043

19.585

1990

2.465.311

416.964 (16,91 %)

24.915

21.620

1995

2.357.626

353.071 (14,97 %)

21.227

22.682

2000

2.279.177

311.746 (13,68 %)

18.533

24.650

2002

2.232.530

290.962 (13,03%)

17.624

23.128

2004

2.196.771

277.346 (12,60%)

16.784

21.034

2006

2.172.808

267.204 (12,00%)

15.558

21.828

 2007 2.158.722 255.509 (11,84%) 15.610 20.472
 2008 2.143.136 249.580 (11,65%) 15.555 19.545
 2009 2.111.166 240.435 (11,39%) 15.000 18.625

 

Jahr

Firmungen

Trauungen

Austritte

Wiederaufnahmen

Bestattungen

1980

21.401

9.179

10.128

651

28.683

1985

13.598

8.536

10.227

796

27.451

1990

11.316

9.399

12.806

835

26.891

1995

9.753

7.148

20.523

910

26.109

2000

11.121

5.213

15.394

1.154

23.169

2002

11.518

4.435

12.388

1.151

23.186

2004

11.192

3.975

10.662

1.146

22.094

2006

11.938

3.940

7.735

1.383

21.434

2007 12.081 4.022 9.356 1.293 21.006
2008 9.607 3.978 10.977  1.215 21.310
2009 11.482 3.834 10.727  1.047 21.060

Der Haushalt des Erzbistums Köln 2009: Restriktive Haushaltspolitik bewährt sich

Dem Erzbistum Köln stehen für das Haushaltsjahr 2009 deutlich geringere Kirchensteuereinnahmen zur Verfügung als in den Jahren zuvor. Im Vergleich zu 2008 reduzieren sich die Erträge aus der Kirchensteuer, der wichtigsten Einnahmenquelle, um 85 Millionen Euro entsprechend 15 Prozent auf 440 Millionen Euro. Die Einbußen sind direkte Folge des wirtschaftlichen Abschwungs; die sinkende Konjunktur führt zu höherer Arbeitslosigkeit und verstärkter Kurzarbeit. Dies wirkt sich direkt auf die Kirchensteuer aus. Weitere Faktoren sind struktur- und steuerpolitische Effekte aus dem Konjunkturpaket II sowie tariflich bedingte Steigerungen bei den Personalkosten. Das Erzbistum hält deshalb an der restriktiven Haushaltspolitik fest. „Jetzt bewährt sich, das wir im Projekt ‚Zukunft heute’ die Bistumsfinanzen von 2004 bis 2007 konsolidiert haben“, so Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp.

Bedingt durch die gute Konjunktur und die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt konnte das Erzbistum in den Jahren 2006 bis 2008 bei der Kirchensteuer Mehreinnahmen von 21 Prozent verbuchen. Mit diesem unerwarteten Überschuss wurde die Kapitalbasis der Gemeinden verbessert; ebenso investierte das Erzbistum in die Ausstattung von Schulen und Kindergärten, die sich den Anforderungen der Ganztagsbetreuung beziehungsweise der Betreuung unter Dreijähriger stellen müssen. Diese Mehreinnahmen bieten für das Jahr 2009 zunächst ein solides Polster.

Der Wirtschaftsplan 2009 ist mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 782 Millionen Euro ausgeglichen. Größte Einnahmequelle ist die Kirchensteuer in Höhe von 440 Millionen Euro. Mit 210 Millionen Euro fließt rund die Hälfte der Kirchensteuereinnahmen in die Pfarrseelsorge. Darin sind mit 79 Millionen Euro Kosten für Priester, Diakone und Pastoralreferenten enthalten. 28,8 Millionen Euro sind für die Kategorialseelsorge bestimmt, dazu gehören zum Beispiel Krankenhaus-, Schul- oder Gefängnisseelsorge. Für caritative Ausgaben veranschlagt das Erzbistum 44 Millionen Euro. 14,8 Prozent der Kirchensteuer entsprechend 67,3 Millionen Euro fließen in erzbischöfliche Einrichtungen, zu denen beispielsweise die Ausbildungsstätten für Priester und Diakone, Bibliothek, Archiv und Museum sowie die Verwaltung gehören. Mit 14,9 Millionen Euro unterstützt das Erzbistums missionarische und weltkirchliche Aufgaben und Projekte der Entwicklungshilfe – ein Anteil von 3,3 Prozent, der auch in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten konsequent aufrecht erhalten wird. 4,5 Prozent der Kirchensteuereinnahmen oder gut 20 Millionen Euro kostet die Erhebung der Kirchensteuern durch den Staat.

Weitere Informationen:

 
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