Kardinal: Neue Strukturen sichern Seelsorge bis 2020
31. August 2007; PEK (070831)
Die Strukturreform in den Seelsorgebereichen des Erzbistums Köln soll möglichst rasch zu
strafferen Kooperationsformen zwischen den Gemeinden führen, damit die Seelsorge sichergestellt
werden und die Kirche ihren missionarischen Auftrag auch in Zukunft erfüllen kann. Dieses Ziel
benannte Erzbischof Joachim Kardinal Meisner für das jetzt im Erzbistum Köln angelaufene Projekt
„Wandel gestalten – Glauben entfalten - Perspektive 2020“ in einem Interview mit
der Kölner Kirchenzeitung, das in der aktuellen Ausgabe abgedruckt ist. Zugleich eröffneten die
veränderten Strukturen neue Freiräume für „all jene Frauen, Männer, Jugendlichen und Kinder,
die in den Gemeinden ehren- oder hauptamtlich mitarbeiten“. Eine zukunftsfähige und
missionarische „Geh-hin-Kirche“ brauche besonders notwendig das Zeugnis jedes einzelnen
Christen. Die Kirche könne es sich deshalb auch „nicht leisten, dass engagierte Ehrenamtliche
sich frustriert abwenden“, betonte der Kardinal.
Die Neustrukturierung sieht vor, die jetzt 220 Seelsorgebereiche im Erzbistum Köln auf
etwa 180 zu reduzieren, in denen es zukünftig einen leitenden Pfarrer und einen Pfarrgemeinderat
geben wird. Das Erzbistum trägt damit dem wachsenden Priestermangel und dem demographischen Wandel
Rechnung und entlastet die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Seelsorge von Gremien- und
Verwaltungsarbeit. Die Grenzen der neuen Seelsorgebereiche gelten ab 1. Januar 2008. Die Maßnahmen
sollen eine personell und strukturell abgesicherte Arbeit bis wenigstens 2020 ermöglichen.
Andauernde Struktur- und Finanzdiskussionen bremsten den Verkündigungsauftrag der
Kirche bis zur Lähmung, so Meisner. Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt „Zukunft
heute“ sei neuer Raum für die missionarische Sendung zurückgewonnen worden. Nun müsse die
Seelsorge für alle Menschen im Erzbistum Köln für die kommenden Jahre strukturell sichergestellt
werden.
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