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Architektenwettbewerb für Michaelsberg gestartet14. Mai 2012; PEK Mit einem Informationstag ist am Montag der Architektenwettbewerb für den Um- und Ausbau der Abtei Michaelsberg in Siegburg gestartet. Die beteiligten Architekten und das Preisgericht nahmen die Abteigebäude in Augenschein und informierten sich über die Anforderungen und Funktionen der zukünftigen Nutzer, das Katholisch-Soziale Institut der Erzdiözese Köln (KSI) und das Edith-Stein-Exerzitienhaus. In seinem Grußwort umriss Generalvikar Dr. Stefan Heße die Herausforderung: "Etwas Altes verändern, Neues ergänzen und dabei das Wertvolle erkennen und bewahren, dazu braucht es Erfahrung und Können sowie Mut und Geschick." Man habe daher Architekten eingeladen, deren Schaffen erwarten lasse, "dass sie einen hohen Anspruch zuverlässig umsetzen". Der Siegburger Bürgermeister Franz Huhn gab seiner Freude über die mit dem Wettbewerb anbrechende Zukunft des Michaelsbergs Ausdruck. Die von Bischof Anno 1064 gegründete Abtei sei die historische Keimzelle der Stadt, dem entsprechend die Neugestaltung eine große Herausforderung. "Seien Sie bei Ihren Entwürfen auf der Hut, Sie werden überwacht! Der hl. Anno galt als sehr strenger Mann", mahnte er die Architekten, war sich aber sicher, dass „bei so viel Kompetenz etwas sehr Gescheites und für Siegburg Gutes herauskommen“ werde. Die beteiligten Architekturbüros sind: Kister Scheithauer Gross Architekten u. Stadtplaner GmbH, Köln; Martini Architekten bda, Bonn; MSM Meyer Schmitz-Morkramer, Köln; Florian Nagler Architekten GmbH, München; Pfeiffer, Ellermann, Preckel GmbH, Münster; Schilling Architekten, Köln; Gernot Schulz Architektur GmbH, Köln; sowie das Architekturbüro Dipl.-Ing. Ralph Schweitzer, Bonn. Das Preisgericht bilden fünf Architekten, darunter Martin Halfmann und Kaspar Kraemer, sowie Erzdiözesanbaumeister Martin Struck, Generalvikar Dr. Stefan Heße, KSI-Direktor Prof. Dr. Ralph Bergold, der Siegburger Bürgermeister Franz Huhn und Landrat Frithjof Kühn. Das Preisgericht tagt im kommenden September. Nach dem Weggang der Benediktiner im vergangenen Jahr hatte das Erzbistum beschlossen, das Katholisch-Soziale Institut der Erzdiözese Köln (KSI) von Bad Honnef auf den Michaelsberg zu verlegen. Das bisher schon bestehende Edith-Stein-Exerzitienhaus des Erzbistums Köln verbleibt der Abtei. Darüber hinaus werden sechs Priester des Ordens der Unbeschuhten Karmeliten (OCD) in den bisher als Jugendgästehaus genutzten Teil des Klosters einziehen, der zu diesem Zweck umgebaut wird. Die aus Indien stammenden Ordensleute werden unter anderem täglich Gottesdienste in der Abteikirche feiern und seelsorglich tätig werden. Im November 2010 hatten die Benediktiner auf dem Michaelsberg bekanntgegeben, dass sie die Abtei verlassen. Als Grund gaben sie in einer Erklärung an, der Gemeinschaft von zuletzt 13 Ordensangehörigen fehle es „in jeder Hinsicht an Substanz, aus der ein neuer Anfang benediktinischer Prägung erwachsen könnte“. |
