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Begegnung, Vielfalt, Glaubensfreude18. Mai 2012; PEK / Katholikentag Mit einem Abschlussgottesdienst ist am Sonntag in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag zu Ende gegangen. Insgesamt zogen die Veranstalter zum Ende des Ereignisses ein positives Fazit. Wie der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, sagte, sei in Mannheim an fünf Tagen eine "lebendige, glaubensstarke und vitale Kirche" erlebbar gewesen. Der gastgebende Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch sagte, er habe ein "frohes Glaubensfest" erlebt, bei dem auch strittige Themen mit Gelassenheit und Bereitschaft zum Zuhören diskutiert worden seien. Bei den Besucherzahlen sehen die Veranstalter mit 80.000 Teilnehmern, darunter 33.000 Dauerteilnehmern, ihre Erwartungen übertroffen. Als wichtigste gesellschaftliche Themen des Katholikentags bezeichnete ZdK-Präsident Glück den demografischen Wandel, den Klimawandel und die Integration. Auch die Frage des Zusammenlebens bewege die Gemüter. So sei es erfreulich gewesen, dass im multikulturellen Mannheim mit seinem hohen Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund auch großes Interesse an Veranstaltungen über Integration und Dialog der Kulturen bestanden habe. Erzbischof Zollitsch betonte, die Kirche sei fähig, gesellschaftliche Themen zu setzen. Die in Mannheim anwesenden Politiker hätten deutlich gemacht, dass sie das Engagement der Christen brauchten. Die wohl meistbesuchte Veranstaltung am Freitag war der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin sprach sich für eine Stärkung der Familien und eine größere Wertschätzung für deren generationsübergreifende Verantwortlichkeiten aus. Am Abend erinnerte der Katholikentag mit einer Gala an den Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren. Erstmals vergab das Zentralkomitee seinen "Aggiornamentopreis" für herausragendes Engagement aus christlichem Glauben - erster Preisträger ist der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) für seine Aktion "72 Stunden - Uns schickt der Himmel", bei der Jugendliche in drei Tagen ein soziales Projekt in ihrer Umgebung verwirklichten. Das Himmelfahrtsfest tags zuvor hatte mit dem zentralen Gottesdienst mit dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch als Hauptzelebranten begonnen. „Wir sehnen uns nach einem Aufbruch zu einer menschlicheren, gerechteren und friedlicheren Welt“, sagte Zollitsch in seiner Predigt. „Wir spüren: Unser Lebensstil ist nicht zukunftsfähig. So kann es nicht weitergehen. Allein mit dem immer neuen Ruf nach Wirtschaftswachstum brechen wir die Strukturen weltweiter Ungerechtigkeit nicht auf.“ Dennoch sei es schwierig aufzubrechen und den eigenen Lebensstil zu ändern. „Wir warten – vielleicht bis es zu spät ist. Und verbauen so die Zukunft von Euch Kindern und Jugendlichen.“ Das Entscheidende sei, „gut mit dem umzugehen, was wir haben; dankbar für das zu sein, was uns geschenkt wird; und mit denen zu teilen, die unsere Hilfe nötig haben.“ Am Donnerstag startete auch das Veranstaltungsprogramm mit biblischen Impulsen, Gebetszeiten und Gottesdiensten, Vorträgen und Diskussionen und einem vielfältigen Kulturprogramm für jedes Alter. So luden kirchliche Hilfswerke unter dem Motto „Mannheim rockt für eine Welt“ in den Mannheimer Luisenpark, wo sich Bands und Musiker stark machten für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen in Ruanda. Den Ausklang des Tages - im wörtlichn Sinn - bildeten verschiedene Konzerte und meditative Gottesdienste. So erfüllte ein begehbarer Lichttunnel als Zeichen des Aufbruchs den Kirchenraum von Heilig Geist, und in der Maimarkthalle feierten Brüder aus Taizé im Schein der Kerzen ein Abendgebet als „Nacht der Lichter“ mit meditativen Liedern aus Taizé. Das Erzbistum Köln war mit einem Bistumsstand präsent, der gemeinsam mit dem Diözesanrat der Katholiken gestaltet worden war. Zentrale Elemente waren eine große "Dialogwand", die einen schriftlichen Austausch unter den Besuchern mit Fragen und Antworten ermöglichte, und eine Informationsstele zum 1.700-jährigen Bistumsjubiläum im kommenden Jahr. Auch ein eigener Stand zum Eucharistischen Kongress 2013 war gut besucht: in der Mannheimer Innenstadt präsentierte sich die Veranstaltung des nächsten Jahres auf dem Mannheimer Katholikentag. Passanten informierten sich bei der Standbesatzung über Themen und Daten, soweit sie jetzt schon feststehen. Ein erster Info-Prospekt war ebenso erhältlich wie kleine Mitbringsel, darunter ein Beutel bunter Weihrauchkörner - als eine erste, weithin wahrnehmbare „Duftmarke“. Das Interesse war groß - aufallend besonders bei vielen jungen Menschen.
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