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Christen fliehen aus Syrien7. August 2012; pek/ Sarah Meisenberg Syrien ist nicht mehr sicher. Zu Tausenden versuchen sich die Menschen in den Nachbarländern in Sicherheit zu bringen. Unter den Flüchtlingen sind nach Angaben von Menschenrechtlern auch immer mehr Christen – allein im Libanon sind laut Berichten der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) derzeit rund 7000 Flüchtlinge christlichen Glaubens untergekommen. Der maronitische Erzbischof von Damaskus, Samir Nassar, hat sich vor ein paar Tagen mit einer eindringlichen Mail an das Internationale Missionswerk missio gewandt. Er berichtet darin von pausenlosen Gefechten in den Straßen, Bombeneinschlägen und Schüssen, einem Zustand ständiger Angst. Unter der Treppe seines Hauses habe er einen Schlupfwinkel eingerichtet, zum Schutz vor Granaten. Seine Gemeindemitglieder und er befinden sich in einer dramatischen Lage - das wird vor allem im folgenden Satz seiner Email deutlich: „Insofern ich weiterlebe und die Internetverbindung aufrechterhalten wird, kann ich diesen Brief zu Ende schreiben.“ Vor einem dreiviertel Jahr war Samir Nassar noch zu Besuch in der Diözesanstelle Weltkirche/ Weltmission des Erzbistum Köln; schon damals war die Situation in Damaskus bedrückend. Der Aufruhr in der arabischen Welt hatte sich auch in Syrien Bahn gebrochen. Die Regierung reagierte mit harter Hand. Konnten zum damaligen Zeitpunkt in der traditionellen maronitischen „Brot-Messe“ mit Hilfe von Spendern noch Lebensmittel verteilt werden, schreibt Erzbischof Nassar in der jetzigen Mail an missio: „Damaskus ist vom Rest der Welt abgeschnitten. Nahrungsmittel kommen nicht mehr in der Stadt an.“ Ende Oktober 2011 wurde in den Medien von 3.000 Toten berichtet. Glaubt man heutigen Angaben, sind mittlerweile mehr als 19.000 Menschen ums Leben gekommen. Schon bei seinem Besuch in Köln berichtete Nassar von seiner großen Angst um die Zukunft Syriens. Seine schlimmsten Befürchtungen scheinen sich nun zu bestätigen. Mittlerweile ist er einer der wenigen Gläubigen, die es noch in Damaskus hält. Viele Familien flüchteten panisch aus der Stadt, so der Erzbischof. Seine Bitte, die er bei seinem Besuch in Köln im Oktober 2011 aussprach, gilt wohl darum heute umso mehr. Damals bat er alle Menschen zu beten: Für Frieden in seinem Land. Die Angst um die Zukunft Syriens ist groß "Das Zusammenleben mit den Muslimen klappt gut"
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