ERZBISTUM KÖLN             Teilen     

Herzliche Einladung zur Domwallfahrt!

14. September 2012; pek/ Kas/nh

50.000 Pilger aus dem Erzbistum Köln werden in diesen Tagen im Kölner Dom erwartet. Vom 26. bis zum 30. September findet dort die siebte Kölner Domwallfahrt statt. Die Pilger können während der Wallfahrt unter dem Schrein der Heiligen Drei Könige hindurchgehen, auf dem alten Pilgerweg. „Dieser Weg zeigt die Spiritualität der Kathedrale, in der es immer um die Beziehung von Himmel und Erde geht, um Öffnung und Offenheit nach oben hin – in der gotischen Architektur genauso wie in der Frömmigkeit der Reliquienverehrung“, heißt es in der neu erschienenen Beschreibung des Pilgerweges.Die Architektur des Kölner Domes lenkt den Blick nach oben und dazu lädt auch die diesjährige Domwallfahrt ein.

Von Mittwoch bis Samstag ist der Pilgerweg geöffnet, es werden Pilgermessen gefeiert und besondere Gebete sowie kulturelle Veranstaltungen angeboten. Die Domwallfahrt beginnt mit einem Pilgeramt am Mittwoch um 18.30 Uhr, zelebriert durch Dompropst Norbert Feldhoff. Aus den Patendekanaten Bonn und Mettmann machen sich die Pilger an den folgenden beiden Tagen unter anderem mit dem Fahrrad und dem Schiff auf den Weg zum Dom und laden zum Mitpilgern ein. „Als Pilgerinnen und Pilger geben Sie Zeugnis von Gott, der uns zu seinem Volk sammelt, auf den Weg schickt und in (s)eine helle Zukunft führt“, betont der Wallfahrtsleiter Monsignore Robert Kleine im Programmheft der Wallfahrt.

„Arbeit geht vor Kapital“ steht auf einer der 10.000 Postkarten, die während der Kölner Domwallfahrt an Passanten verteilt werden. Das Zitat stammt aus einer Enzyklika von Papst Johannes Paul II aus dem Jahr 1981 und ist damit Teil der Katholischen Soziallehre. Diese wollen die Katholischen Sozialverbände bei der Domwallfahrt am Samstag, 29. September, „auf die Straße“ bringen. Die Postkarten mit zentralen Aussagen wie „Managementfehler sind kein Grund für Lohndumping“ oder „das Soziale muss die Wirtschaft lenken“ werden sie verteilen und mit den Passanten darüber diskutieren. Am Sonntag um 10 Uhr endet dann die Domwallfahrt mit einem feierlichen Pontifikalamt zelebriert durch Erzbischof Joachim Kardinal Meisner.

Das Motto der Domwallfahrt ist eine Stelle aus dem Johannesevangelium: „Was er euch sagt, das tut“. Bei einer Hochzeit in Kanaan ist der Wein ausgegangen, da fordert Maria von den Dienern zu tun was ihr Sohn Jesus sagt. Erzbischof Joachim Kardinal Meisner schreibt im Programmheft der Domwallfahrt. „Ob sie einfach darauf setzt, dass ihr Sohn die Situation schon irgendwie retten wird, oder sogar konkret auf ein Wunder hofft: Jedenfalls bringen ihre Worte ein unbegrenztes Vertrauen zum Ausdruck“. Es folgt das erste Wunder des Johannesevangeliums: Wasser wird zu Wein.

Besonders berücksichtigt wurden in diesem Jahr die Belange von Menschen mit Behinderung, damit auch wirklich alle an der Wallfahrt teilnehmen können. Neben einem rollstuhlfreundlichen Zugang gibt es in diesem Jahr auch einen Domführer für Sehbehinderte im Pilgerbüro und eine Übersetzung vieler Angebote in Gebärdensprache.

Wer an der Wallfahrt teilnehmen möchte, kann an den Tagen der Domwallfahrt einfach den an der Südpforte des Doms beginnenden Pilgerweg durch den Dom mitgehen. Wer länger unterwegs sein möchte, kann an einer der Pilgerfahrten aus Köln oder der Umgebung teilnehmen.

 

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