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Historisches Archiv bekommt Nachlass von Künstler Peter Hecker

Erzbistum Köln - Künstler-Erbe - Aufbewahrung Teilnachlass
18. Januar 2018; (pek180118-mth)

 Nachlass Peter Hecker: Anlässlich des Kölner Domjubiläums 1948 entwarf Peter Hecker Spendenaufrufe für eine Werbekampagne. Ob diese Entwürfe letztlich umgesetzt wurden, gilt es noch zu erforschen.

Fotos ►

Nachlass Peter Hecker: Im Nachlass befinden sich mehrere Skizzen, auf denen zu sehen ist, wie Hecker menschliche Bewegungen, Tiere oder Landschaften studierte. Einer handschriftlichen Notiz Heckers auf dem Blatt zufolge zeigt dieses Stück einen Entwurf für eine Wandmalerei in der Taufkapelle der ?Notkirche? St. Joseph in Köln-Braunsfeld. Die Kirche wurde 1944 zerstört. Ob diese Wandmalerei nie ausgeführt oder ebenfalls Opfer der Zerstörungen im Krieg wurde, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt. Nachlass Peter Hecker: Im Nachlass befinden sich mehrere Skizzen, auf denen zu sehen ist, wie Hecker menschliche Bewegungen, Tiere oder Landschaften studierte. Nachlass Peter Hecker: Dieses Stück zeigt eine Art Farb- bzw. Gliederungsentwurf für die Chorwand von St. Albertus Magnus in Köln-Lindenthal. Hier hat Peter Hecker eine Einteilung der einzelnen Farbfelder unternommen. Erst 2016 wurde die Chorwand konserviert. Übergabe des Nachlasses von Peter Hecker. V.l. Dr. Ulrich Helbach (Direktor Historisches Archiv), Generalvikar Dominik Meiering und Thomas Lütz (Enkel von Peter Hecker)

Köln. Das Historische Archiv des Erzbistums Köln hat am Donnerstag ein besonderes Geschenk entgegengenommen: Thomas Lütz, der Enkel des Künstlers Peter Hecker, hat dem Archiv einen Teil des unveröffentlichten Nachlasses seines Großvaters vermacht. Insgesamt handelt es sich um 185 Werke, die in den vergangenen Monaten bereits von Mitarbeitern des Archivs gereinigt und für die Archivierung vorbereitet wurden.

 

Nachlass muss noch erforscht werden

Unter den Archivalien sind sowohl einfache Skizzen als auch fertiggestellte Entwürfe für Wandmalereien oder Kirchenfenster zu finden. Generalvikar Dr. Dominik Meiering dankte Thomas Lütz, dem Enkel des Künstlers, und betonte die Bedeutung des Erbes: „Mit dem Nachlass des Künstlers Peter Hecker dürfen wir hier nun Archivalien hüten, die in eindringlicher Weise Glaubenserfahrungen im ereignisreichen 20. Jahrhundert behandeln –  in Zeiten des Umbruchs, mit Christus als zeitlosem Wegweiser.“

 

Noch sind die Skizzen und Entwürfe nicht erforscht oder erhaltenen Malereien von Peter Hecker zugeordnet. Das sei eine Herausforderung der nächsten Jahre, sagte Archivleiter Dr. Ulrich Helbach.

 

Peter Hecker verewigt Kardinal Frings im Kölner Dom

Peter Hecker (1884 bis 1971) hat sich insbesondere durch monumentale, expressionistische Wandmalereien, die insbesondere in rheinischen Kirchen zu finden sind, hervorgetan. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Gestaltung des Gewölbes unterhalb der Sänger- und Orgelempore im nördlichen Querhaus im Kölner Dom. Dort hat er seinen  Auftraggeber, Kardinal Frings, Geige spielend verewigt. Außerdem beendete er in den 1960er Jahren die Ausgestaltung von St. Albertus Magnus in Köln-Lindenthal. Den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges fielen zahlreiche seiner frühen Monumentmalereien zum Opfer, darunter auch die wegweisende Ausgestaltung der Pfarrkirche St. Mechtern in Köln-Ehrenfeld, die 1944 zerstört wurde.

 

Hinweis: Einige abfotografierte Stücke aus dem Nachlass stehen zum Download zur Verfügung https://kommunikation.erzbistum-koeln.de/index.php/s/h1M0G65PI2Jmz6Y Bildnachweis: AEK , Nachlass Peter Hecker [Nummer Datei]
Fotos von der Übergabe mit Generalvikar Dr. Dominik Meiering werden am 18. Januar um 14 Uhr in die Cloud geladen.

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