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Bittprozessionen vor Christi Himmelfahrt

Mit den Bittprozessionen an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt wird für gutes Wetter, eine gute Ernte und Schutz vor Naturkatastrophen gebetet.
 Bittprozession in Siegburg

Gläubige bitten in Prozessionen um eine gute Ernte

Bereits ab Montag vor Christi Himmelfahrt stimmen sich die Gläubigen in Bittprozessionen auf den Feiertag ein. Die Woche heißt deshalb auch Gangwoche, Betwoche oder Bittwoche. Montag, Dienstag und Mittwoch sind die Bitttage.

 

In der Grundordnung des Kirchenjahres sind die Tage wie folgt festgelegt: „An den Bitt- und Quatembertagen betet die Kirche für mannigfache menschliche Anliegen, besonders für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen; auch eignen sich die Tage für den öffentlichen Dank.“

 

Heute bitten die Gläubigen während der Bittprozessionen durch Felder und Wälder um gutes Wetter, Fruchtbarkeit der Felder, eine gute Ernte und Schutz vor Frost, Hagel und Unwetter. Wegkapellen und Wegkreuze dienen dabei als kleine Stationen, an denen Fürbitten gehalten werden.

 

Historisch gehen diese Bitt-Tage auf drei Sühnetage vor Christi Himmelfahrt zurück: Die Gläubigen tun an diesen Tagen Werke der Nächstenliebe und der Buße.

 

Bittprozessionen im Erzbistum Köln

Im Erzbistum Köln sind die Bittprozessionen weit verbreitet. Vor allem in ländlichen Gebieten, aber auch in Stadtrandgebieten oder eingemeindeten alten Dörfern finden in den Tagen vor Christi Himmelfahrt bis heute Bittprozessionen statt, so beispielsweise in Siegburg-Braschoß oder in Düsseldorf-Benrath und -Urdenbach.

 

In Dormagen-Urdenbach gibt es diese feste Tradition der dreitägigen Bitt-Prozession seit mehr als 100 Jahren. Für die Radiosendung "Himmel und Erde im Rhein-Kreis-Neuss" (Sendung am 6. Mai 2018) hat Mario Brumbi das aktuelle Vorbereitungsteam aus Dormagen-Urdenbach interviewt:

 

In alter Tradition treffen sich die Gläubigen meist früh morgens in der jeweiligen Pfarrkirche und ziehen betend und singend durch die erwachende Natur. Oft wird im Anschluss an die Bittprozession eine heilige Messe gefeiert.

Christi Himmelfahrt: Jesus kehrt zurück zu Gott

Jesus Christus erscheint seinen Jüngern nach seiner Auferstehung 40 Tage und beweist ihnen damit seine Göttlichkeit und das neue Leben. Bei seiner Himmelfahrt setzt er sich zur Rechten Gottes und nimmt den Menschen mit, denn er hat das Menschsein angenommen. Die Urkirche feierte Himmelfahrt und Pfingsten am gleichen Tag; erst das Konzil von Nicäa (325) setzte die vierzig Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt durch.

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