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Feiertag Mariä Lichtmess: Die Tage werden länger

Weihnachten liegt genau 40 Tage zurück, wenn die katholische Kirche das Fest "Darstellung des Herrn" feiert.

Bedeutung: Kerzensegnung an Mariä Lichtmess

Zur Messe am 2. Februar können die Gläubigen ihre eigenen Kerzen mitbringen und segnen lassen. „Eigentlich segnen wir nicht die Kerzen, sondern immer nur die Menschen, die diese Dinge zum Guten nutzen“, erläutert Stadtdechant Wilfried Schumacher und schließt jedes magische Missverständnis grundsätzlich aus. Mit den brennenden Kerzen wollten die Christen zeigen, dass der Jesus Christus die Welt in ein neues Licht gestellt hat: „Sein Leben und seine Botschaft leuchten in der Dunkelheit auch eines jeden Menschen und sie sollen uns den Weg zum Leben zeigen“, so Schumacher

Früher galt das Fest als Ende der Weihnachtszeit

Lichtmess wurde im dritten Jahrhundert von Papst Gelatius eingeführt, aber erst 542 ordnete Kaiser Justinian an, dieses Fest in den Kalender des oströmischen Reiches einzufügen. Es dauerte länger als ein Jahrhundert, bis sich das Fest auch in Rom und im gallisch-fränkischen Raum einbürgerte. Ehemals markierte der 2. Februar das Ende der Weihnachtszeit, was nicht zuletzt auch an der Lichtsymbolik lag, denn von diesem Zeitpunkt an, werden die Tage wieder deutlich länger und heller.

Warum heißt Mariä Lichtmess "Darstellung des Herrn"?

Der Name Darstellung des Herrn beruht auf einem Bibeltext, der an diesem Tag in den Kirchen gelesen wird. Gemäß jüdischem Reinheitsgebot war es im Judentum Brauch, mit dem erstgeborenen Sohn in den Tempel zu gehen und ein Reinigungsopfer darzubringen. Außerdem wird nach biblischem Gesetz der erste Sohn als Eigentum Gottes angesehen und ihm im Tempel übergeben („dargestellt“) und durch eine Geldspende ausgelöst. 

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