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Notleidenden und Helfern die Füße gewaschen

Erzbistum Köln - Kardinal Woelki - Gründonnerstag
12. April 2017; (pek170412-dpi)

Köln. Während des Pontifikalamtes zur Feier des letzten Abendmahles an Gründonnerstag wird Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki acht Per­sonen die Füße waschen. Die Personen stehen stellvertretend für zwei Seiten christlicher Nächstenliebe: Hilfe empfangen und Hilfe spenden.


Mit der Fußwaschung erinnert der Erzbischof symbolisch an das Geschehen beim letzten Abendmahl und betont mit der Auswahl den Dienstcharakter der christlichen Existenz. Die musikalische Gestaltung der Messe übernimmt die Domkantorei unter der Leitung von Winfried Krane.


Unter den Frauen und Männern, denen der Kardinal die Füße waschen wird, sind drei Christen, die von der Internationalen Katholischen Seelsorge (IKS) ausgewählt wurden. Zwei von ihnen stammen aus Syrien und Afrika. Sie sollen an die durch Krieg und menschliche Not geprägte Lage in diesen Gebieten erinnern. Eine Christin stammt aus der philippinischen Gemeinde. Sie stellt einen Bezug zu den zwei pastoralen Lernreisen auf die Philippinen her, die 36 pastorale Mitarbeiter des Erzbistums Köln im Herbst 2016 unternommen haben, um von den dortigen Gemeinden Inspirationen für den Pastoralen Zukunftsweg zu bekommen. Den Zukunftsweg initiierte der Erzbischof mit seinem Fastenhirtenbrief 2016.


Auch in unserem Land gibt es Not. Aus diesem Grund wurden für die Fuß­waschung zwei Obdachlose ausgewählt, die die Hilfe der Kölner Obdach­losenseelsorge „Gubbio“ in Anspruch nehmen. Aus diesem Kreis stammt auch die erste Helferin: Eine Schwester der Gemeinschaft der Franziska­nerinnen von Olpe, die Obdachlose betreut.


Aufgrund der gestiegenen Anforderungen rund um das Thema Sicherheit gehört zum Kreis der Helfer ein Polizist, der in seiner Dienstuniform er­scheinen wird. Der Beamte steht stellvertretend für die große Zahl an Mit­arbeitern von Polizei, Rettungskräften und Hilfsdiensten, die über das Jahr verteilt ihren Dienst rund um die Hohe Domkirche und die kirchlichen Ein­richtungen leisten und für Sicherheit sorgen.


Vervollständigt wird der Kreis von einer Firmandin, die sich im aktuellen Firmkurs des Kölner Doms auf den Empfang des Firmsakraments am 12. November vorbereitet und Mitglied im Domchor ist. Sie erinnert daran, dass auch Jugendliche zur Gestalt der Kirche gehören, dass Jugendliche ihren Glauben leben, darüber ins Gespräch kommen und ihn weitergeben.


Direkt im Anschluss an die Messe besteht die Möglichkeit zur stillen An­betung bis Mitternacht. Zusätzlich wird um 21:30 Uhr am Hochaltar (Drei­königsschrein) die Trauermette gefeiert. Diese Feier wird musikalisch durch ein Ensemble des Mädchenchores unter der Leitung von Dom­kantor Oliver Sperling gestaltet.

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