     
...das ist Seelsorge - Berufen zur Seelsorge
Berufung - Was ist das?
Jeder Mensch hat eine Berufung
Der Prophet Jesaja schreibt, dass Gott ihn schon im Mutterleib berufen hat (Jes 49,1). Das bedeutet: Gott liebt einen Menschen ganz persönlich, er hat mit ihm einen Plan. Er möchte ihn auf einen Weg führen, der ihn glücklich macht und auf dem er seine Verwirklichung findet. Doch dieser Plan ist immer von diesem Menschen abhängig.
Neben dieser allgemeinen Berufung, die jedem Menschen gilt, gibt es Berufungen für einen besonderen Dienst in der Kirche.
Jesus ruft deswegen die Jünger: "Komm, folge mir nach." Und er selbst gibt ihnen einen Auftrag: "Ich werde euch zu Menschenfischern machen". (Mk 1,17).
Manche Christen spüren einen solchen Ruf Jesu in sich und wollen deswegen ihr Leben ganz Gott schenken und in den Dienst der Kirche stellen, indem sie z.B. in einen Orden eintreten,Priester oder Diakon werden. Oder einem weiteren der vielen Berufe in der Kirche leben wollen.
Woher weiß jemand, ob er berufen ist?
Manche fragen sich sehr lange, ob sie SeelsorgerIn oder Ordenschrist werden sollen, oft schon von Jugend an.
Andere entdecken den Ruf erst spät in ihrem Leben, manchmal nachdem sie schon viele Jahre in einem anderen Beruf gearbeitet haben.
Manche handeln sofort, sobald sie den Ruf gespürt haben. Die meisten aber sind zunächst sehr unsicher und fragen sich, ob sie sich nicht täuschen. Um Klarheit über die eigene Berufung zu bekommen braucht es Zeit zur Reflexion, Gebet und Hören auf Gott.
Gibt es Zeichen?
Es gibt einige Zeichen, die darauf hinweisen können, dass jemand wirklich eine Berufung hat, Priester oder SeelsorgerIn zu werden:
- Die Beziehung zu Gott ist einem wichtig. Man möchte sie gerne vertiefen und mit anderen teilen.
- Die Idee, SeelsorgerIn zu werden, kommt einem immer wieder mal in den Sinn, obwohl man versucht hat, diesen Gedanken beiseite zu schieben.
- Innere Unruhe: Ohne wirklichen Grund ist man mit dem, was man zur Zeit tut und wie man jetzt lebt, nicht zufrieden und sehnt sich nach "Mehr".
- Man kennt Geistliche und SeelsorgerInnen, die einen begeistern. Manchmal möchte man leben und arbeiten wie sie.
- Der Wunsch, etwas Großes mit dem eigenen Leben zu machen.
- Freude am Engagement in der Pfarrgemeinde, in Jugendgruppen, als Messdiener....
- (Priester) Die Idee, Priester zu werden, fasziniert und macht zugleich Angst, weil man sich "unwürdig" fühlt.
Ruf - Beruf - Berufung
Eine empfehlenswerte Literatur, die zugegeben schon etwas älter ist - aber immer noch aktuell ist,wäre das Buch "Ich rufe dich bei deinem Namen".
Es ist über uns zu beziehen. (Hrsg.: Informationszentrum Berufe der Kirche, Freiburg 1983)
Auszüge sind aus der Internetseite des
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