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Bildungsveranstaltungen zur Misereor-Kampagne 2010

Aktionsplakat 2010Das Motto der Kampagne 2010 des bischöflichen Hilfswerks Misereor lautet „Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können“. Misereor lenkt damit den Blick auf die Tatsache, dass gerade angesichts der sich abzeichnenden Auswirkungen des Klimawandels die Bewahrung der Schöpfung unabdingbar ist, um ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen auf diesem Planeten sicherstellen zu können. Die Einrichtungen der katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbistum Köln haben diese Kampagne mit zahlreichen Veranstaltungen begleitet. Insbesondere waren zwei Misereor-Projektpartner im Zeitraum vom 1. März bis zum 7. März 2010 im Erzbistum Köln für eine Vortragsreise zu Gast sein: Erzbischof Luiz Soares Vieira aus Manaus (Brasilien) und Siddarth D'Souza von der Nicht-Regierungsorganisation Laya aus Indien.

Die Gäste  

Soares_VieiraDom Luiz Soares Vieira (geb. 1937) ist seit 1992 Erzbischof der Diözese Manaus in brasilianischen Amazonasregenwald. Dienen und nicht bedient werden lautet sein Bischofsmotto. Er hat sich in vielen schwierigen Situationen im unter enormen Ausbeutungsdruck stehenden Amazonasraum als geschickter Vermittler erwiesen und zugleich den Ort der Kirche an der Seite der Benachteiligten eindeutig bestimmt. Seit 2007 ist Erzbischof Soares Vieira auch stellvertretender Vorsitzender der brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB). Mit Misereor tritt er auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene dem zunehmenden Klimawandel entgegen.
Sein Vorträge Anfang März 2010 standen unter dem Leitgedanken des gemeinsamen Hauses Erde mit einem gemeinsamen Schicksal aller Erdenbewohner (hier die Folien seiner Präsentation - pdf, 7,5 MB).
Auf seiner Vortragsreise hat er auch zur Unterstützung der Aktivitäten gegen das Staudammprojekt Belo Monte aufgerufen. Durch die Realisierung dieses Projekts würden zahllose Menschen aus ihrer Heimat vertrieben, ohne ihnen eine neue Existenzgrundlage zu geben, und die Natur werde großen Schaden nehmen. Mehr Informationen hierzu sowie Online-Petition gegen das Staudammprojekt.
Das domradio hat über seinen Besuch und seinen Vortrag in der Marienschule in Leverkusen-Opladen am 4. März 2010 einen Filmbericht erstellt.

mehr zu Erzbischof Soares Vieira
mehr zur Arbeit von Misereor in Brasilien und zu dem von Misereor unterstützten Projekt in der Diözese des Erzbischofs
mehr zur Situation in Brasilien
 

DSouzaSiddarth D'Souza (geb. 1979) seit März 2007 ist Mitarbeiter der Nicht-Regierungsorganisation LAYA. LAYA arbeitet im südöstlichen Bundesstaat Andhra Pradesh in Indien in einem abgelegenen Gebiet, das überwiegend von indigenen Gruppen, den Adivasi („erste Siedler“), bewohnt wird. Siddarth D'Souza koordiniert das Klimawandelprogramm von Laya und erarbeitet alternative Energieoptionen für die armen Adivasi. Sein besonderes Anliegen ist, Licht in die abgelegenen Dörfer zu bringen. Er ist auch in nationalen und internationalen Netzwerkaktivitäten vom Laya zum Klimawandel beteiligt und hat die wichtigen Klimaverhandlungen besucht, um die Stimmen der Armen hörbar zu machen.
Ausführliche und anschauliche Informationen über die Arbeit erhalten Sie aus einem Film über die Aktivitäten von Laya (hier ist der Film abspielbar/downloadbar).


mehr zu Siddarth D'Souza und seiner Arbeit für Laya
mehr zur Arbeit von Misereor in Indien und der Nichtregierungsorganisation Laya
mehr zur Situation in Indien
 

Rückblick auf Veranstaltungen zu früheren Misereor-Kampagnen

Misereor-Fastenaktion 2009

Misereor-Fastenaktion 2008
Misereor-Fastenaktion 2007

Misereor-Fastenaktion 2006
Misereor-Fastenaktion 2005
Misereor-Fastenaktion 2004
Misereor-Fastenaktion 2003

  



 

 

 


 

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