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Textsammlung zur Gestaltung der Trauliturgie

Die biblischen Texte, Lesung (aus dem Alten oder Neuen Testament) und Evangelium (aus den Evangelien),
sollen das Geschehen der Traufeier vom Wort Gottes her deuten
und sind in der Regel die Grundlage für die Traupredigt.
De Texte sind nicht festgelegt.
Das Brautpaar ist eingeladen, in Absprache mit dem Trauseelsorger einen Lesungstext aus den Alten
und/oder Neuen Testament und einen Evangelientext auszuwählen,
Texte, in denen sie etwas wiederfinden von dem,
was sie Blick auf ihr  "Ja" vor Gott und vor der Gemeinde bewegt.

Die folgenden Textvorschläge wollen die Suche nach einem geeigneten Text erleichtern.

Hier finden Sie:

 

Lesungen aus dem Alten Testament

 

Dann sprach Gott: Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.
Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das
Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.
Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn.
Als Mann und Frau schuf er sie.
Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert
die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel
des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.
Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.

Genesis 1.26 – 1.31

 

Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so daß er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloß ihre Stelle mit Fleisch. Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen; denn vom Mann ist sie genommen. Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.

Genesis 2.18 - 2.24

 

Ich verneigte mich, warf mich vor dem Herrn nieder und pries den Herrn, den Gott
meines Herrn Abraham, der mich geradewegs hierher geführt hat, um die Tochter des
Bruders meines Herrn für dessen Sohn zu holen.
Jetzt aber sagt mir, ob ihr geneigt seid, meinem Herrn Wohlwollen und Vertrauen zu
schenken. Wenn nicht, so gebt mir ebenfalls Bescheid, damit ich mich dann anderswohin
wende.
Daraufhin antworteten Laban und Betuël: Die Sache ist vom Herrn ausgegangen. Wir
können dir weder ja noch nein sagen.
Da, Rebekka steht vor dir. Nimm sie und geh! Sie soll die Frau des Sohnes deines Herrn
werden, wie der Herr es gefügt hat.
Sie riefen Rebekka und fragten sie: Willst du mit diesem Mann reisen?
Ja, antwortete sie.
Da ließen sie ihre Schwester Rebekka und ihre Amme mit dem Knecht
Abrahams und seinen Leuten ziehen.
Sie segneten Rebekka und sagten zu ihr: Du, unsere Schwester, werde Mutter von
tausendmal Zehntausend! Deine Nachkommen sollen besetzen das Tor ihrer Feinde.
Rebekka brach mit ihren Mägden auf. Sie bestiegen die Kamele und folgten dem Mann.
Der Knecht nahm Rebekka mit und trat die Rückreise an.
Isaak war in die Gegend des Brunnens von Lahai-Roï gekommen und hatte sich im
Negeb niedergelassen.
Eines Tages ging Isaak gegen Abend hinaus, um sich auf dem Feld zu beschäftigen. Als
er aufblickte, sah er: Kamele kamen daher.
Auch Rebekka blickte auf und sah Isaak. Sie ließ sich vom Kamel herunter
und fragte den Knecht: Wer ist der Mann dort, der uns auf dem Feld entgegenkommt?
Der Knecht erwiderte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.
Der Knecht erzählte Isaak alles, was er ausgerichtet hatte.
Isaak führte Rebekka in das Zelt seiner Mutter Sara. Er nahm sie zu sich, und sie wurde
seine Frau. Isaak gewann sie lieb und tröstete sich so über den Verlust seiner Mutter.

Genesis 24.28 – 24.67

 

 

Orpa gab ihrer Schwiegermutter Noomi den Abschiedskuß, während Rut nicht von ihr ließ. Noomi sagte: Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Folge ihr doch! Rut antwortete: Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein. Der Herr soll mir dies und das antun ? nur der Tod wird mich von dir scheiden.

Rut 1.14b-1.17

 

 

Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen; binde sie dir um den Hals,
schreib sie auf die Tafel deines Herzens!
Dann erlangst du Gunst und Beifall bei Gott und den Menschen.
Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit;
such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade

Das Buch der Sprichwörter (Spr)  3.3-3.6

 

 

Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die
Hügel.
Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draußen steht er an der Wand
unsres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter.
Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!
Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht laß mich sehen,
deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.
Der Geliebte ist mein, und ich bin sein;
Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod
ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten,
gewaltige Flammen.
Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie
nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten
würde man ihn.

Das Hohelied 2.8-2.16
Das Hohelied 8.6-8.7

 

Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, in denen ich mit dem Haus Israel
und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde,
nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der
Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen.
Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe -
Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich
werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.
Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen:
Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, klein und groß, werden mich erkennen - Spruch des
Herrn.

Jeremia 31.31-31.34

 

Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit
und Recht, von Liebe und Erbarmen,
ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn
erkennen.

Hosea 2.21-2.22

 

 

Lesungen aus dem Neuen Testament

 

Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst
als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der
wahre und angemessene Gottesdienst.
Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit
ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist:
was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.
Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!
Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!
Laßt nicht nach in eurem Eifer, laßt euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!
Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!
Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!
Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!
Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!
Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig! Haltet
euch nicht selbst für weise!
Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht!
Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!


Römerbrief 12.1-12.18


Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer.
Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.
Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht
stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz
zusammengefaßt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.


Römerbrief 13.8-13.10



Wir müssen als die Starken die Schwäche derer tragen, die schwach sind, und dürfen
nicht für uns selbst leben.
Jeder von uns soll Rücksicht auf den Nächsten nehmen, um Gutes zu tun und
(die Gemeinde) aufzubauen.
Denn auch Christus hat nicht für sich selbst gelebt;
Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit,
die Christus Jesus entspricht,
damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde
preist.
Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.
Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im
Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.


Römerbrief 15.1-15.13f


Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater,
nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird,
und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken, daß ihr in
eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt.
Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie
gegründet,
sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe
und Tiefe zu ermessen
und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr mehr und
mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.
Er aber, der durch die Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann, als wir
erbitten oder uns ausdenken können,
er werde verherrlicht durch die Kirche und durch Christus Jesus in allen Generationen,
für ewige Zeiten. Amen.

Epheserbrief 3.14-3.21


Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen,
das des Rufes würdig ist, der an euch erging.
Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe,
und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch
zusammenhält.
Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung
gegeben ist;
ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.


Epheserbrief 4.1-4.6


Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder,
und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat.
Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus.
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn (Christus);
denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; er hat
sie gerettet, denn sie ist sein Leib.
Wie aber die Kirche sich Christus unterordnet, sollen sich die Frauen in allem
den Männern unterordnen.
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben
hat,
um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen.
So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder
andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos.
Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib.
Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
Keiner hat je seinen eigenen Leib gehaßt, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch
Christus die Kirche.
Denn wir sind Glieder seines Leibes.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die
zwei werden ein Fleisch sein.
Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.
Was euch angeht, so liebe jeder von euch seine Frau wie sich selbst, die Frau aber ehre
den Mann.


Epheserbrief 5.1-5.33


Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!
Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe.
Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure
Bitten mit Dank vor Gott!
Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure
Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.
Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert,
ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht!
Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut!
Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.


Philipperbrief 4.4-4.9


Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit
aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld!
Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas
vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und
vollkommen macht.
In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen
Leibes. Seid dankbar!
Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Belehrt und ermahnt
einander in aller Weisheit! Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder,
wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade.
Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn
dankt Gott, dem Vater!


Kolosserbrief 3.12-3.17


Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.
Daran werden wir erkennen, daß wir aus der Wahrheit sind, und werden unser Herz in
seiner Gegenwart beruhigen.
Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz, und er weiß
alles.
Liebe Brüder, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott
Zuversicht;
alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun,
was ihm gefällt.
Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben
und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht.
Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daß er in uns bleibt, erkennen
wir an dem Geist, den er uns gegeben hat.


1. Johannesbrief 3.18-3.24


Liebe Schwestern und Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott,
und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.
Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, daß Gott seinen einzigen Sohn in
die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
Nicht darin besteht die Liebe, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und
seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.
Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine
Liebe ist in uns vollendet.


1. Johannesbrief 4.7-4.12



Texte aus den Evangelien

 

Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine
Jünger traten zu ihm.
Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das
Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche
Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.


Matthäusevangelium 5.1-5.12


Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es
wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den
Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen
bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es
auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und
euren Vater im Himmel preisen.


Matthäusevangelium  5.13-5.16


Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo
Diebe einbrechen und sie stehlen,
sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören
und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern
lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten.
Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, daß ihr etwas zu
essen habt, noch um euren Leib und darum, daß ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das
Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger
als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine
Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie.
Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne
verlängern?
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld
wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von
ihnen.
Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und
morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen?
Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles
braucht.
Euch aber muß es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird
euch alles andere dazugegeben.


Matthäusevangelium 6.19-6.33


 
 

Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:
Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit
ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Matthäusevangelium 22.35-22.40


Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen,
und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins.
Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.


Markusevangelium 10.6-10.


Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war
dabei.
Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.
Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht
gekommen.
Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!
Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden
entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter.
Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum
Rand.
Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich
ist. Sie brachten es ihm.
Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam;
die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam
rufen
und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel
getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt
zurückgehalten.
So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit,
und seine Jünger glaubten an ihn.


Johannesevangelium 2.1-2,11


Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote
meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude
vollkommen wird.
Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.


Johannesevangelium 15.9-15.


Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, daß ihr
euch aufmacht und Frucht bringt und daß eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater
alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.
Dies trage ich euch auf: Liebt einander!


Johannesevangelium 15.12-15.17

 

Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich
glauben.
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns
sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast.
Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen
eins sein, wie wir eins sind,
ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt
erkennt, daß du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.
Vater, ich will, daß alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen
meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor
der Erschaffung der Welt.
Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und sie
haben erkannt, daß du mich gesandt hast.
Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die
Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.


Johannesevangelium 17.20-17


BibelTexte:

 

Einheitsübersetzung  http://www.bibelwerk.de/
Lutherbibel: http://www.bibel-online.net/

 

hervorragende mehrsprachige Bibelausgabe online: www.bibleserver.com

weitere Informationen zu Bibelausgaben online
http://www.geocities.com/chbucherer/Bibeln/div.html

 

Gebete

 



 

 

 

 

 

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