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Lebendige Ehe
Ehespiritualität
Die Christlichkeit einer Ehe kommt nicht nur vor dem Traualtar zum Ausdruck, sondern mehr noch in der Gestaltung des gemeinsamen Lebens aus dem Glauben an Gott und dem Mitleben mit der Kirche. Das ganze Eheleben, nicht nur die Trauungszeremonie ist Sakrament, »Glaubenszeichen«.
Darum braucht es für eine christliche Ehe eine gemeinsam bewusst gewollte Glaubenskultur, die eingeübt und auch praktiziert werden muss. Kreativität der Liebe drückt sich gerade auch in dieser religiösen Tiefe aus und macht das gemeinsame Leben viel reicher.
Das geschieht am leichtesten dort, wo beide Ehepartner im gemeinsamen Glauben an Gott und in der gleichen Kirche beheimatet sind. Wo Eheleute z. B. miteinander, mit den Kindern, mit Freunden gemeinsam beten, geht es um viel mehr als nur um eine Frömmigkeitsübung.
Wo in einer Ehe das Kirchenjahr mit seinen Festen und Gottesdiensten gefeiert wird und auch der Sonntag als »Herrentag«, dort können Ehepartner und Kinder in den Glauben hineinwachsen.
Dort wird der gemeinsame Lebensweg zum gemeinsamen Glaubensweg. Die Partner geben sich Anteil an dieser Seite ihres Lebens, ihrer Hoffnungen und Kraftquellen.
Dort wird eine Ehe und Familie zur Hauskirche, in der Jesus Christus mitten im Alltag zugegen ist.
Bischof Joachim Wanke, Erfurt
(Ehe wagen - Ein Plädoyer für das Ehesakrament.
Bezug des vollständigen Textes: Bischöfliches Ordinariat Erfurt, Postfach 100662, 99006 Erfurt)
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