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Was ist ein Lesejahr?
Christus begegnet uns im Gottesdienst auf vielfältige Weise - nicht nur in der Kommunion. Vor allem
im Wort der heiligen Schrift spricht er uns an. daher war es der ausdrückliche Wunsch des letzten
Konzils, in den gottesdienstlichen Feiern "die Schatzkammer der Bibel weiter aufzutun" und "den
Tisch des Wortes reicher zu bereiten". So wurde die Landessprache im Gottesdienst zugelassen und
die Auswahl der Lesungen aus der Heiligen Schrift vermehrt.
Die Lesungen der Sonntage sind in einen dreijährigen Zyklus eingeteilt, so dass jede Lesung
erst nach drei Jahren wiederkehrt. Die Lesejahre beginnen mit dem neuen Kirchenjahr, also im
Advent, und sind mit den Buchstaben A, B und C gekennzeichnet. Das Lesejahr C wird in Jahren
genommen, deren Zahl durch drei teilbar ist. Im Advent 2008 beginnt das Lesejahr B.
Die Lesungen in den geprägten Zeiten (Advent, Weihnachten, Fastenzeit, Ostern) sind
thematisch ausgewählt. An den Sonntagen im Jahreskreis wird kontinuierlich aus einem Evangelium
gelesen: Mt im Lesejahr A, Mk im Lesejahr B und Lk im Lesejahr C. Aus Joh wird in den letzten
Wochen der Fastenzeit und in der Osterzeit gelesen.
Dr. Alexander Saberschinsky,
Hauptabteilung Seelsorge
Stabsstelle Spiritualität und Gottesdienst:Liturgie
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