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Exerzitien im Alltag
Gott in allem suchen und finden
Exerzitien im Alltag
sind ein Übungsweg, auf dem wir die Gegenwart Gottes mitten in unserem alltäglichen Leben
entdecken, Kraft schöpfen und neuen Geschmack an Leben und Glauben finden können.
Es geht darum, Christsein im „wirklichen“ Leben einzuüben, indem wir uns an Jesus
Christus und seiner Botschaft orientieren und uns ganz persönlich auf ihn einlassen.
Teilnehmen kann jeder, der die Bereitschaft mitbringt,
sich während vier Wochen auf tägliche persönliche Gebetszeiten,
auf ein wöchentliches Begleitgespräch und
auf ein wöchentliches
Treffen
aller Teilnehmer einzulassen
Für mich ist das ein Weg, Gott näher zu kommen, mit Gott ins Gespräch zu kommen, mich mit mir
selbst auseinanderzusetzen im Angesicht Gottes.
Dies habe ich in den Exerzitienwochen erfahren: Ich erlebe mich als innerlich sehr viel
ruhiger. Ich gewann Klarheit über meinen inneren Stand und meine Bedürfnisse und entdeckte neu, wie
existentiell wichtig für mich der Glaube und die Verbindung mit Gott sind. Schließlich wurde mir
klar (gemacht), wie wenig ich im Hinblick auf Gotteserfahrung „machen“ kann. Im Grunde
kommt es nur darauf an, die Augen und Ohren des Herzens zu öffnen, sich bereit zu machen für IHN.
Alles andere ist ein Geschenk.
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Die Teilnehmenden sind bereit, sich über einen Zeitraum von vier Wochen täglich morgens und
abends eine
persönliche Zeit des Gebetes einzuräumen, für die es Anregungen gibt. Zum
Bedenken dieser Anregung wird täglich eine Zeit reserviert, sowie eine halbe Stunde
zum betenden Meditieren im Schweigen. Am Abend, vor dem Einschlafen gibt das eingeübte "Gebet
der liebenden Aufmerksamkeit" täglich einen wertschätzenden Tagesrückblick auf den immer
einzigartigen Tag und legt diesen mit allem Dunklem und Hellem, mit allen Spannungen und Lösungen
zurück in die liebenden Hände Gottes. Mancher Teilnehmer wird sehr erfinderisch, um im
vielfältigen Alltagsgeschehen die Zeit freizuhalten und einen Ort für die Besinnungszeit zu
finden:
Ich suche mir einen ruhigen Ort, an den ich mich während der Mittagspause allein zurückziehen
kann.
Damit meine Familie nicht zu kurz kommt, stehe ich morgens eine halbe Stunde früher auf.
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Einmal in jeder Woche hat jeder Teilnehmer ein
Einzelgespräch mit einem der Exerzitienbegleiter – diese zunächst ungewohnte
Form der geistlichen Begleitung erweist sich für viele Menschen als eine sehr fruchtbare Erfahrung:
Hier können die persönlichen Lebens- und Glaubensthemen, die geistlichen Erfahrungen der
Gebetszeiten, Enttäuschungen und Hoffnungen zur Sprache gebracht werden.
In den Einzelgesprächen konnte ich noch mal meine ganz persönlichen Anliegen, die mich in der
jeweiligen Woche im Zusammenhang der angebotenen Texte oder Erlebnisse bewegte, zu Worte
bringen. Dabei konnte ich mich öffnen, ohne eine Maske aufsetzen zu müssen. Probleme, Gedanken mit
einem Gesprächspartner teilen, lösen zu können, waren mir eine große Hilfe.
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Darüber hinaus gibt es für alle Teilnehmenden und Begleiter jede Woche ein gemeinsames Treffen: In Kleingruppen findet ein Austausch über die in der Woche gemachten Erfahrungen statt – im Mitteilen der eigenen und Hinhören auf die schwierigen und froh machenden Erfahrungen der Anderen wird deutlich, dass wir gemeinsam als Suchende und Glaubende unterwegs sind. Für die täglichen Gebetszeiten erhalten die Teilnehmer Anregungen und Hilfestellungen - inspiriert durch die ignatianische Spiritualität. In der gemeinsamen stillen Gebetszeit am Ende des Treffens wird spürbar, dass Gott Träger dieses geistlichen Geschehens ist.
Ich empfand es als sehr wohltuend, mich nicht allein auf den Weg gemacht zu haben, Gemeinschaft in Glaubensdingen erfahren zu dürfen. In meiner Kleingruppe, die sich an den gemeinsamen Abenden traf, herrschte große Offenheit, sei es hinsichtlich Alltagssorgen oder im Hinblick auf Glaubenserfahrungen und -fragen. Diese Gespräche waren eine große Bereicherung. |
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