Patrick und
My B.
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"Kindersegen - Wir hätten es auch anders haben können."
"Unser Schicksal war es scheinbar, eine kinderlose Ehe zu führen -
so hätten wir denken können als medizi-nisch klar war, dass wir als
Paar keine leiblichen Kinder würden haben können. Aber wir hatten eben
einen anderen Traum. Und der Satz in unserem Eheversprechen, dass wir die
Kinder, die Gott uns schenkt, annehmen wollen, bekam für uns eine neue
Wendung! Unsere Tochter My ist in Vietnam geboren, lebt seit einem guten
Jahr bei uns und wir sind Familie! Mit allem was dazugehört und was alle Eltern
erleben. Und wir sind froh darüber. Bei den vielen Vorbereitungen zur
Adoption mussten wir uns immer wieder hinterfragen lassen - zu unseren Motiven,
unseren Wünschen, warum war es uns so wichtig ist, Kinder zu haben?
Wir haben damals nicht gesagt: weil es schön ist, zu Fuß mit Kinderwagen
einkaufen zu gehen und nicht zu wissen, wie man man die Einkäufe nach
Hause bekommt - oder: weil wir uns darauf freuen, nachts wach zu liegen,
weil unsere Tochter zwischen 3 und 4 Uhr am Morgen sehr gesprächig sein
kann. Auch nicht, weil es Spaß macht, Kämpfe in der Trotzphase
durchzustehen. Aber heute ist es gerade das, was unser Familienleben
'leben' lässt. Wir definieren
LEBEN neu, wir haben in manchen Dingen eine neue Sicht auf unsere Werte
erlangt und auch hier umdefiniert. Wir leben in einer ständigen
Auseinandersetzung mit unserem Alltag, weil unsere Tochter unbewusst
vieles hinterfragt. Es geht für uns dann um wichtigere Dinge, als um das
abgeleckte Nutellamesser. Aber auch darum. Unser Leben ist in anderen
Farben gemalt, seit wir ein Kind haben. Und Gott hat uns eine neue Form
von Segen für unser Leben geschenkt. Ohne diesen Segen hätten wir auch ein
gutes Leben führen können - auch vor Gottes Augen, aber wir wollen gar
nicht daran denken, ohne Windeln, zwei Maschinen Wäsche am Tag,
durchwachte Fiebernächte, Wutausbrüche und das Kuscheln im Elternbett am
Morgen, die Erfolge beim ersten Butterbrot oder beim Anziehen und die
spürbare Liebe unserer Familie leben zu müssen!
Die Wege zu diesem Glücksgefühl sind wie so oft im Leben vielseitig!
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