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Hedwig Neven DuMont
Vorsitzende "wir helfen" e.V.
(Bildrechte: Stefan Worring)
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"Im Mittelpunkt meines Lebens steht meine Familie Aber wenn es einem selbst gut geht, ist man
verpflichtet, auch anderen zu helfen, die ein wirklich miserables Leben vor sich haben, vor allem
natürlich den Kindern. Nirgends in Europa sind die Bedingungen für die Kinderbetreuung so schlecht
wie in Deutschland, gerade wenn beide Eltern berufstätig sind. Es reicht nicht zu sagen, die
Deutschen sollten mehr Kinder bekommen. Dafür müsen auch die Strukturen stimmen. Das Klima in
Deutschland ist kinderfeindlich. Gehen Sie hierzulande mal mit vier, fünf Kindern in ein
Restaurant. Wie anders ist das zum Beispiel in Spanien! Ich glaube, es gibt bei uns viel zu viele
unglückliche Kinder. Kinder, die zunehmend durch den Rost fallen. Deren Zahl zu verringern, hat
sich die Aktion "wir helfen" des "Kölner Stadt-Anzeiger" zum Ziel gesetzt.
Als ich in der Zeitung von Babys las, die ausgesetzt werden, habe ich mich entschlossen, die
Aktion 2006 jungen Müttern in Not zu widmen. Wer ein Baby bekommt und es dann buchstäblich
wegwirft, der muss ja in einer unbeschreiblichen Notlage sein. Ich finde übrigens auch: So wichtig
die Hilfe für Kinder in der ganzen Welt ist, wie sie zum Beispiel Unicef leistet - der Einsatz für
Kinder in Deutschland ist mindestens ebenso notwendig. Nächstenliebe beginnt in der Nähe.
Ich bin immer wieder ganz beglückt, wie die Menschen in Köln und der Umgebung zu "wir helfen"
stehen. Die Kölner haben dafür gesorgt, dass unsere Projekte von Dauer sind. Das ist fantastisch.
Schon dafür liebe ich Köln."
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