Comunione e Liberazione
(Gemeinschaft und Befreiung)
"Jesus Christus ist das Zentrum des ganzen Lebens und der Geschichte. In der Begegnung mit ihm gewinnt der religiöse Sinn des Menschen eine unvergleichliche Klarheit und wird fähig, das Menschsein zu erhellen und das Leben zu seinem Besten zu erwecken. Was wie eine ungedachte Behauptung erscheinen mag, bietet sich allen als Einladung an, eine solche Erfahrung zu machen. Diese Erfahrung aber ist möglich an dem Ort, den Christus für sein reales Fortleben und seine immer neue Begegnung mit dem Menschen gesetzt hat: in der Kirche Gottes."
Mit diesen Worten hat der Priester Luigi Giussani (1922 ‑ 2005) die ursprüngliche Intuition der Bewegung beschrieben. Es ging ihm um die Wiederentdeckung eines Christentums, das die ganze Spannbreite der menschlichen Erfahrung prägen kann, und den Wiederaufbau einer Präsenz der Christen in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Als Schüler- und Studentenbewegung Mitte der 50er Jahre in Mailand entstanden, nahm die Bewegung ab 1969 den Namen ‚Comunione e Liberazione‘ / Gemeinschaft und Befreiung (CL) an - als Ausdruck der Erfahrung, dass nur die lebendige Gemeinschaft mit Christus (communio) zur wahrhaften Befreiung des Menschen führt.
Kultur, Caritas und Mission werden von CL als wesentliche Dimensionen eines christlichen Lebens verstanden, in denen sich die Person auf die Gesamtwirklichkeit hin öffnet ("Prüfet alles, das Gute behaltet." vgl. 1 Thess 5,21). Die Angehörigen der Bewegung leben das Gedächtnis Christi in ihrem Alltag. Sie bemühen sich, an den Bedürfnissen und Nöten ihrer Mitmenschen teilzunehmen und die befreiende Erfahrung eines christlichen Lebens zu bezeugen und weiterzugeben.
Ein besonderes Moment im Leben der Bewegung ist das sogenannte ‚Seminar der Gemeinschaft‘: ein wöchentliches Treffen, bei dem Texte aus dem Leben der Kirche oder der Bewegung besprochen werden. Ziele des Seminars sind eine persönliche Arbeit mit den Inhalten des Glaubens und eine entsprechende Urteilsbildung über die Welt, in der wir leben. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass die jeweiligen Aussagen in der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit geprüft werden, damit die Antworten des Glaubens zur eigenen Erfahrung werden können.
Darüber hinaus gibt es vielfältige Initiativen, von den gemeinsamen Ferien bis hin zu den jährlichen Exerzitien oder kulturellen Veranstaltungen.
Am Leben der Bewegung kann jeder teilnehmen, der daran interessiert ist. CL wurde als Laienvereinigung vom verstorbenen Papst Johannes Paul II. anerkannt. Die einzelnen Gemeinschaften sind als Teil der Ortskirche naturgemäß den Ortsbischöfen unterstellt. Heute ist diese Laienbewegung - zu der Getaufte aller Altersgruppen gehören - in über 70 Ländern verbreitet und zählt über 100.000 Mitglieder weltweit.
Regelmäßige Treffen:
donnerstags im wöchentlichen Wechsel:
um 19:45 Uhr im Pfarrheim von St. Aposteln, Köln, Neumarkt
oder um 20:00 Uhr im Pfarrzentrum St. Cosmas und Damian, Köln Weiler
Kontakt:
g.carlin@fscb.org
Internet: www.cl-deutschland.de
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