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Schönstatt-Bewegung

 

Zu den älteren der großen neuen geist­lichen Gemeinschaften in der Kirche ge­hört die Schönstattbewegung. Ihren Na­men erhielt sie von dem Ort, an dem sie entstanden ist: Schönstatt, ein Ortsteil von Vallendar bei Koblenz. Gründungsort ist die Kapelle, in der Pater Josef Kentenich zusammen mit einer Gruppe von Schülern ein Bündnis schloss. Durch dieses Bünd­nis, in dem die gegenseitige Verantwor­tung der Bündnispartner eine zentrale Rolle einnimmt, wurde Maria gebeten, an diesem Ort in besonderer Weise wirksam zu sein als Mutter und Erzieherin. Das Liebesbündnis mit Maria und die darin wurzelnde Bindung an diesen Ort – das "Urheiligtum" – wurden zur Mitte sowohl von Schönstatt als marianischem Wall­fahrtsort wie zur geistigen Mitte und Heimat der apostolischen Bewegung von Schönstatt.

 

Schönstatt ist heute ein internationales spirituelles Zentrum und Mittelpunkt der weltweiten Schönstattbewegung. Von Pater Josef Kentenich (1885-1968) dort gegründet, ist diese Bewegung mittler­weile in 60 Ländern in allen Kontinenten verbreitet.

 

Wo immer Schönstattbewegungen entste­hen, entstehen auch Orte, an denen sich ähnlich wie am Ursprungsort Schönstatt die Spiritualität "orten" und die Berüh­rung mit religiöser Atmosphäre in Men­schen die Freude am Evangelium wecken kann. Mittelpunkt solcher Orte ist ein Schönstatt-Heiligtum.  Aus den Schön­statt-Heiligtümern erwuchsen die Haus­heiligtümer: in den Häusern und Woh­nungen der Schönstätter bekommt Gott durch das Hausheiligtum einen Platz im Alltag und der Alltag einen Platz in Gott.

 

Die Spiritualität

 

Jahrzehnte vor dem II. Vatikanischen Konzil wurde Pater Kentenich klar: was die Kirche braucht, sind Menschen und Gemeinschaften, die von innen her und nicht vom sie umgebenden Milieu geprägt sind, die im Geist der Freiheit der Kinder Gottes sich persönlich für Gott entschei­den. Schönstatt sieht eine seiner zentralen Aufgaben darin, die pädagogischen Vor­aussetzungen für einen im Alltag verwur­zelten Glauben zu schaffen. Neben prakti­schen Mitteln zur Persönlichkeitsformung (Selbsterziehung) kennzeichnet die Spiritualität Schönstatts die Überzeugung, dass Gott uns in den Geschehnissen des Lebens anspricht; dazu gehört die Heili­gung des Werktages. Im Liebesbündnis und in der Bindung an die verschiedenen Schönstatt-Heiligtümer finden Menschen eine Heimat in Gottes barmherziger Liebe als festes Fundament für alle apostolische Aktivität. Sie überlassen sich der erlösen­den Liebe Christi, die zu aktivem Wirken an der Evangelisierung drängt; dabei geht es, wie Pater Kentenich im Anschluss an das Konzil betonte, darum, die Welt von innen her im Heiligen Geist zu prägen, die religiöse Atmosphäre in sich zu tragen und in die Umgebung hinein zu leiten ("Herzensheiligtum").

 

Schönstattapostolat ist so immer univer­sal. Das erste und wichtigste Wirkungs­feld ist die Formung und Erneuerung von Christen, die sich gemäß ihrer eigenen Berufung in Kirche und Gesellschaft ein­setzen. Schönstätter engagieren sich in einer Vielzahl von Erziehungsprojekten, sozialen Hilfsprojekten, Aktivitäten im missionarischen, kulturellen und politi­schen Bereich, auch in Zusammenarbeit mit anderen geistlichen Gemeinschaften und kirchlichen Initiativen.

 

Kontaktadresse:

Diözesanpräses
Msgr. Felix Kreutzwald
Küdinghovener Straße 110
53227 Bonn
Telefon: 0228/4103418
Homepage: www.schoenstatt.de

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