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Und die Jungs! Und die Männer!

Thesen und neue Perspektiven in der Erstkommunionvorbereitung

 

Broschüre zur Erstkommunionvorbereitung "Damit Jungen und Männer dabei sind"

Als kleines und nicht alles umfassendes Fazit kann eine achtseitige Broschüre "Damit Jungen und Männer dabei sind" gelten.
Die Broschüre bietet Tipps und Hinweise, die sich leicht berücksichtigen lassen und doch gute Wirkungen zeitigen.

hrsg.: Generalvikariat des Erzbistums Köln, Hauptabteilungen Seelsorgebereiche und Seelsorge
Text der Broschüre: Dr. Burkhard R. Knipping, Redaktion: Rita Cosler, Dr. Burkhard R. Knipping, Detlef Tappen

 

Einige Kurzthesen zum Anliegen "Jungen und Männer in der Erstkommunionvorbereitung"

"Jungen besser verstehen und begleiten“
Jungen brauchen für ihre Entwicklung mehr Interesse und weniger Erwartungen seitens der Erwachsenen. Der Vortrag widmet sich zentralen Erkenntnissen der Jungenpädagogik als Grundlage dafür, wie mit den „kleinen Kerlen“ heute umgegangen werden soll: beziehungsorientiert, kraftvoll, unterstützend, fördernd, respektvoll.
Alexander Bentheim

„Gemeinsame Erlebnisse stärken Vertrauen und Bindung" - Erlebnispädagogik im praktischen Einsatz“
Die Erlebnispädagogik bietet als Methode viele Möglichkeiten und lässt sich gut – insbesondere für Jungen –in der Erstkommunionvorbereitung einsetzten.
Der praktische Nutzen vor Ort und die leichte Einsatzmöglichkeit sind leicht erkennbar, wenngleich auch Grenzen der Erlebnispädagogik erkennbar sind.
Alexander Linke

Kerle und Kommunion. Wie passt das zusammen?“ - Männer-Rollen und Blockaden für Engagement
Immer mehr Väter interessieren sich für ein buntes, durch ihre Kinder bereichertes Leben, das den Horizont erweitert und eine andere Sicht auf die Welt bietet. Sie wollen nicht nur Zaungäste oder Randfiguren ihrer eigenen Familien sein. Sie wollen etwas für ihre Kinder tun.

Es gibt verschiedene "Modelle" heutiger Väterlichkeit, und daraus resultieren Ansatzpunkte aber auch Blockaden für ein Engagement der Väter in der religiösen Entwicklung ihrer Kinder.

Im Bereich der kindlichen Erziehung sehen sich Männer mit ihrer "Sicht der Dinge" in Zusammenhänge gestellt, die stark von der weiblichen Perspektive der Akteurinnen in Familie, Kindergarten und Grundschule geprägt sind. Dennoch finden Männer Fragestellungen, sich gemeinsam mit ihren Kindern auf die Suche zu machen nach dem Gott der Christen, der selber immer als Vater beschrieben wird.
Karl-Heinz Klücken

Religiosität der Väter und deren Wirkung auf die Jungen
Viele Väter / Männer legen einerseits hohen Wert auf Religion, sind aber andererseits nicht geneigt, sich in die gegebene kirchliche Gemeinschaft einzubinden. Denn Leitbilder der Männer und ihre Lebenssituation (Berufswelt, Wirtschaft, Geld, männliche Familienarbeit), ihre Lebensphase (Vaterschaft, Partnerschaft) kommen in Gemeinden selten vor oder werden dort sogar negativ gezeichnet. Für ihre Religiosität finden sie in Gemeinden keine Anknüpfungspunkte, da dort mehrheitlich die Frauen engagiert sind, dort walten und gestalten. Ästhetisch, sprachlich, aktionsbezogen sind Gemeinden auf Frauen bezogen, was sich auch auf die Liturgie auswirkt. Dadurch empfinden sich Männer wie soziale und religiöse Fremdkörper in den kirchlichen Gemeinden und halten sich fern.

Wenn Männer nur als Leerstelle / als Fehlende in der Gemeinde registriert werden, vermitteln sie als Vorbild ihren Söhnen die äußere Distanziertheit zur Kirche. Da über Religiosität / Spiritualität in der Gemeinde und mit Vätern wenig gesprochen wird, zeigt sich leider auch die innere Bezogenheit der Männer nicht oder nicht deutlich.

Die Jungen verspüren also nicht nur die innere Spannung der Männer, sondern sie folgen deren Distanziertheit konsequent: Sie suchen keinen Weg zum Glauben mehr.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, in der Erstkommunionvorbereitung Männer bzw. Väter Aktionsfelder finden und gestalten zu lassen. Dadurch lernen die Kommunionkinder die Kirche als Männer bereicherte Gemeinschaft kennen. Ein erster Schritt zu einer Verbesserung.
Dr. Burkhard R. Knipping

„Jungen möchten Helden sein – Praktische Anregungen und Hilfsmittel der Pädagogik mit Jungen bei schwierigen Inhalten“
Es gibt grundlegende und einfache Hilfsmittel und Werkzeuge, wie Lehrende die Aufmerksamkeit und die Vermittlung von Inhalten insbesondere für die Entwicklung von Jungen verbessern können.

Dazu ist darauf zu reflektieren, welche Bedürfnisse und Probleme Jungen haben und wie Jungen überhaupt „ticken“. Dann können Lehrende gezielter auf die Jungen eingehen.

Die Jungen sind auf dem Weg zum Mann und wollen aus ihrer Natur heraus „Helden“ sein. Sie haben aber kaum männliche Vorbilder. Sie suchen nach Orientierung und Werte auf ihrer „Heldenreise“. Bei konfliktbeladenen Themen wie Eigenständigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Männlichkeit, Sexualität, Gewalt, Sünde u.a. ist es schwierig, den Jungen authentische Werte und wirksame Hilfsmittel mit auf dem Weg zu geben, die auch in ihrem sozialen Umfeld einsetzbar sind. Wenn Lehrende die hohen Anforderungen an die Jungen und ihre Bedürfnisse verstehen, können diese die Verhaltensweisen und Signale der Jungen durchschauen,  besser auf Widerstände eingehen, indirekte Hilferufe erkennen und Inhalte wirksamer vermitteln.

Wenn die Kommunikation, das Verständnis und die Beziehung von Lehrenden und Jungen verbessert werden kann, wird auch die Pädagogik wirksamer werden und wieder Spaß machen.
Theo Strauch

 

Die Medien-Resonanz
zur Veranstaltung "Und die Jungs! Und die Männer! Neue Perspektiven in der Erstkommunionvorbereitung"

 

 

 

 

Rückblick auf die Veranstaltung
"Und die Jungs! Und die Männer! Neue Perspektiven in der Erstkommunionvorbereitung"

 

Am Freitag, 14. September 2012, fand in Köln, Maternushaus, die Veranstaltung "Und die Jungs! Und die Männer! Neue Perspektiven in der Erstkommunionvorbereitung" statt.
 
Der Auftakt der Veranstaltung war ein Impulsvortrag:

Vortrag „Jungen besser verstehen und begleiten“
Alexander Bentheim, Dipl.-Päd., Publizist, Hamburg
(mehr zum Inhalt: siehe unten)

Anschließend gab es vier zeitgleich laufende thematische Workshops:

      1. Gemeinsame Erlebnisse stärken Vertrauen und Bindung
        Erlebnispädagogik im praktischen Einsatz
        Alexander Linke, Erlebnispädagoge, Pastoralreferent
      2. Kerle und Kommunion. Wie passt das zusammen?
        Wie Männer ihre Rolle als Vater beschreiben und wo Blockaden für ihr Engagement ausgemacht werden können.
        Karl-Heinz Klücken, Dipl. Theol. und Dipl. Sozpäd., Väterberater
      3. Religiosität der Väter und deren Wirkung auf die Jungen
        Burkhard R. Knipping, Dr. theol., Referent für Männerpastoral, Generalvikariat des Erzbistums Köln, Hauptabteilung Seelsorge, Abt. Erwachsenenseelsorge
      4. Jungen möchten Helden sein
        Praktische Anregungen und Hilfsmittel der Pädagogik mit Jungen bei schwierigen Inhalten

        Theo Strauch, Unternehmensberater, MFM-Referent

Den Schluss der Veranstaltung markierten Thesen und Tipps für Perspektiven in der Erstkommunionvorbereitung.

Die Veranstalter waren: Männerpastoral im Erzbistum Köln und Arbeitsgemeinschaft Erstkommunionvorbereitung im Erzbistum Köln

Kontakt und weitere Informationen gaben:
GRin Rita Cosler, Referentin der Projektstelle Erstkommunionpastoral, Hauptabteilung Seelsorgebereiche, Tel.: 0221-1642-1328, rita.cosler@erzbistum-koeln.de
Dr. Burkhard R. Knipping, Referent für Männerpastoral, Hauptabteilung Seelsorge, Abt. Erwachsenenseelsorge, Tel.: 0221-1642-1268, burkhard.knipping@erzbistum-koeln.de

Anmeldung erfolgte an: Generalvikariat des Erzbistums Köln, Hauptabteilung Seelsorgebereiche, Reg.N 1, Frau Angelika Nunziante, Marzellenstraße 32, 50668 Köln, angelika.nunziante@erzbistum-koeln.de, Fax: 0221-1642-1091

Der damalige Info-Flyer zur Veranstaltung: >>>hier 


 

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