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Kirchlich heiraten | Ehe-FAQ

Grundsätzlich jeder getaufte Christ. Einer der Ehepartner muss ein katholischer Christ sein. Andernfalls würde eine katholische Ehe-Liturgie wenig Sinn machen.

Ja, wenn der nichtchristliche Partner sein Gewissen nicht »verbiegen« muss. Außerdem muss eine »Dispens«, eine kirchenamtliche Genehmigung von der Bischöflichen Behörde eingeholt werden. Es handelt sich hier um das »Ehehindernis der Religionsverschiedenheit«.

Das ist kirchenrechtlich nicht ganz unkompliziert. Und es ist auch eine sehr schwierige Situation, wenn zum Beispiel der Partner aus der Kirche ausgetreten ist: Kann man jemandem, der sich erklärtermaßen von der Kirche distanziert hat, zumuten, seinem katholischen Partner in der Kirche das Ehesakrament zu spenden?

Da das Verbindende der christlichen Konfessionen das Wort Gottes, also die Heilige Schrift ist, sollte man einen Wort-Gottes-Dienst feiern.

Nur wenn der nicht-katholische Partner durch den katholischen Partner mit der katholischen Eucharistiefeier vertraut ist und auch die mitfeierndern evangelischen Angehörigen nicht überfordert werden, kann eine Eucharistiefeier bei der Trauung sinnvoll sein.

Nach dem Kirchenrecht von 1983 ist der zuständige Ansprechpartner entweder der katholische Pfarrer der Braut oder des Bräutigams oder auch der Pfarrer des Zweitwohnsitzes. (d.h. der Pfarrer der Pfarrei, in der Braut bzw. Bräutigam Ihren Wohnsitz haben)

Die frühere Regel, nach der allein der Pfarrer der Braut zuständig ist, gilt nicht mehr. Natürlich kann der »zuständige« Pfarrer das Brautpaar an einen anderen Pfarrer »überweisen«.

Zu wlecher Pfarrei Sie gehören, finden Sie über den > Pfarreifinder

Am besten so früh wie möglich. Das gilt besonders dann, wenn man auf einen ganz bestimmten Termin fixiert ist.

Zunächst werden die Personalien aufgenommen. Dann werden die offenen Fragen, die die notwendigen Voraussetzungen einer kirchlichen Eheschließung betreffen, geklärt und mögliche Ehehindernisse besprochen. Die Ergebnisse des Gesprächs werden im so genannten »Eheprotokoll« festgehalten, das vom Brautpaar und dem Pfarrer unterschrieben wird.

Für jeden Ehepartner eine von den Taufpfarrämtern neu ausgestellte Taufurkunde (als Nachweis der Ledigkeit; denn alle wichtigen Vorgänge, auch die kirchliche Trauung, werden im jeweiligen Taufpfarramt — nicht im Wohnsitzpfarramt — registriert) und eine Kopie der standesamtlichen Trauung, falls dieser staatliche Hoheitsakt bereits gewesen ist. Sonst muss sie nachgereicht werden. Es ist sinnvoll, auch das Familienbuch, falls es noch existiert, mitzubringen.

Das wird mit dem Trau-Priester abgesprochen. Es ist ganz gut, wenn die Brautleute auch eigene Vorschläge bezüglich der Texte und Lieder mitbringen. Dabei ist zu beachten, dass es sich um einen Gottesdienst handelt und nicht um ein eher neutral weltliches Fest. 
Der trauende Priester wird gern mit Rat und Tat zur Seite stehen bei der Frage, was in einem Gottesdienst möglich ist und was nicht.

Da gibt es Regeln, die von den jeweiligen Ortsgemeinden festgelegt sind. In Pfarreien, in denen am Samstagnachmittag Beichtgelegenheit ist, eine Vorabendmesse stattfindet oder die Christen sich in anderer Weise auf den Sonntag vorbereiten, ist es jedenfalls nicht möglich.

Auch sollte man bedenken, dass Pfarrer, Küster und Organisten am Wochenende durch den Gemeindegottesdienst sehr ausgelastet sind.

Sie sind ein Symbol für die Unendlichkeit der Liebe und Treue, die sich die beiden versprechen. Der Ehering ist kein sakramentales Zeichen.

Man kann also auch ohne Eheringe gültig heiraten.

Am besten natürlich solche mit einer christlichen Aussage. Man muss übrigens keinen Trauspruch haben, aber es ist eine sehr schöne Sitte.

Vielleicht finden Sie hier einen Trauspruch, der Ihnen als Leitwort für Ihre Ehe dienen kann.

Ja. In den so genannten Ehevorbereitungskursen bedenken Paare zusammen mit anderen ihr Verständnis von Partnerschaft, setzen sich mit dem kirchlichen Eheverständnis auseinander oder sammeln Ideen und Hilfen für den Traugottesdienst.

Neben den allgemeinen Kursen gibt es mancherorts auch Angebote für konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Paare.
Andere Kurse legen den Schwerpunkt besonders auf die Kommunikation oder darauf, wie man als Paar seinen Glauben leben und ausdrücken kann.

Auskünfte über solche Kurse gibt jedes Pfarrbüro. Kursangebote im Erzbistum Köln finden Sie auf ehe-vorbereitung.de.

Anders als die zivilrechtliche Eheschließung auf dem Standesamt sieht die kirchliche Trauung nach wie vor zwei Zeugen zwingend vor.

Eine kirchliche Eheschließung wird an den Wohnorten des Brautpaars öffentlich angekündigt — durch Aushang oder Vermeldung im Sonntagsgottesdienst. Dieses »Aufgebot« soll gewährleisten, dass mögliche Ehehindernisse rechtzeitig bekannt werden.

Nein, auch wenn der Begriff häufig benutzt wird. Konfessionsverschiedene Paare können aber Seelsorger beider Kirchen bitten, gemeinsam bei der Feier der Trauung aktiv mitzuwirken. Allerdings kennen die Kirchen noch keine »ökumenische« Trauung. Die Paare müssen sich daher entscheiden, ob die Hochzeit in der katholischen oder evangelischen Kirche und entsprechend deren Ordnung erfolgen soll. Die Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland haben dazu eine eigene »Ordnung« herausgegeben.

Dr. Burkhard Knipping

Anschrift

Erzbischöfliches Generalvikariat Abteilung Erwachsenenseelsorge Referat Katechese und Sakramentenpastoral

Marzellenstr. 32
50668 Köln

Quelle:

kirchensite - online mit dem Bistum Münster
Wir danken dem dialogverlag Presse- + Medienservice, Münster für die freundliche Erlaubnis, den Text zu übernehmen.

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