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Aktionen mit männlichen Flüchtlingen

Die Mehrheit der zu uns gekommenen Flüchtlinge sind Männer. (Mitunter wird festgestellt, 70 Prozent der Flüchtlinge seien männlich.) Bisher finden sie wenig Möglichkeiten, in ihrer freien Zeit aktiv zu werden oder sich einzubringen.


Deshalb haben die Männerpastoral im Erzbistum Köln und die Bonner Pfarrei St. Thomas Morus das Pilotprojekt „Aktionen mit männlichen Flüchtlingen“ gestartet.

Mittlerweile haben viele Pfarreien und Flüchtlingsinitiativen die Projektidee aufgegriffen. So beispielsweise in Weilerswist (s.u.).

 

Eine Arbeitshilfe, einige Aspekte der Aktionen mit männlichen Flüchtlingen, Medien-Meinungen und biblische Anregungen sind hier zusammengestellt.

 

Arbeitshilfe
für die Planung und Vorbereitung von Aktionen
mit männlichen Flüchtlingen und einheimischen Männern

Die Arbeitshilfe unterstützt mit zahlreichen Anregungen - z.T. sehr kleinschrittigen Hinweisen - bei der Einführung von Aktionen, in denen männliche Flüchtlinge und einheimische Männer zusammen arbeiten.

 

 

Die gesamte Arbeitshilfe finden Sie hier als pdf-Dokument.

 

 

Die einzelnen Abschnitte der Arbeitshilfe - die sogenannten Schritte - stehen Ihnen als Word-Dateien zur Verfügung. Nach dem Herunterladen können Sie die Word-Vorlage direkt übernehmen oder für Ihre Bedarfe überarbeiten.

 

Einführung

 

Sondieren für die Aktionen mit männlichen Flüchtlingen

 

Die männlichen Flüchtlinge einbeziehen

 

 

Mit Kooperationspartnern planen und durchführen

 

 

Geistliche Stärkung

 

Gemeindliche Flüchtlingsarbeit - auch mit männlichen Flüchtligen

Zur biblischen Begründung von Flüchtlingsarbeit, Aktionen mit männlichen Flüchtlingen und wie positiv diese auf die christliche Gemeinschaft (Gemeinde, Pfarrei, Seelsorgebereich) wirkt, skizziert der Beitrag "Gemeindliche Flüchtlingsarbeit - auch mit männlichen Flüchtlingen" (Pastoralblatt, 2016).  | mehr...

Anliegen der männlichen Flüchtlinge berücksichtigen

Die Aktionen mit männlichen Flüchtlingen ermöglichen, frei gebliebene Zeit interessant zu füllen und etwas mit anderen zu unternehmen. Dabei lernen die Flüchtlinge auch Aktivitäten kennen, die die Flüchtlinge zukünftig selbstorganisiert machen können (z.B. Schwimmen gehen). Im Rahmen der Aktionen ist es auch möglich, dass die zu uns geflohenen Männer machen, was sie sich wünschen.


Die Aktionen ermöglichen ein Miteinander in Augenhöhe und auch eine Umkehrung der Rollen: Die Flüchtlinge werden zu Lehrenden, indem sie Sprachkurse o.ä. anbieten.


In den Aktionen werden einheimische Männer und männliche Flüchtlinge gemeinsam tätig, denn die Aktionen haben auch Bonner Männer als Teilnehmer. So geschieht ganz unaufwändig, aber konkret und sehr persönlich Integration.

Kompetenzen stärken und nach vorne schauen

Die Aktionen möchten durch ihre Inhalte den jungen bis älteren Männern Freude bieten und ihnen Perspektiven ermöglichen.


Das Vorbereitungsteam der Aktionen stellte sich im Sinne der Flüchtlinge die Fragen: „Was kann ich als männlicher Flüchtling gut und möchte es wieder machen können?“ „Was wäre interessant für mich, kennenzulernen?“ „Was vermittelt mir neue Fertigkeiten?“ „Was kann ich zukünftig tun?“

 

Sechs sachliche Ausrichtungen für mögliche Aktionen ergaben sich dadurch:

  • „Handwerkliches“ - Darüber können individuelle Fertigkeiten beibehalten, gestärkt oder gefördert werden.
  • „Freizeit/Sport“ - Damit ist es möglich, miteinander Zeit aktiv, gut und gesund zu verbringen. Kenntnisse wie Schwimmen, Radfahren etc. können vermittelt werden.
  • „Berufsnahes“ - Hier können neue Fertigkeiten gewonnen werden.
  • „Nützliches für das Leben in der Unterkunftsstadt“ - Um in der Unterkunftsstadt gut zu Recht zu kommen, sind vielerlei Kenntnisse notwendig: Ortskenntnisse, Verständnis für Fahrpläne von Bus und Bahn, Radfahren …
  • „Dienstleistung der Flüchtlinge“ - Was können die männlichen Flüchtlinge anbieten für andere Flüchtlinge oder für Bonner/-innen?

Und jetzt zuletzt genannt, aber in der Sache prioritär:

  • „Wünsche der männlichen Flüchtlinge“ - Die Flüchtlinge können benennen, was sie benötigen, sich wünschen oder wofür sie sich interessieren.

Die Veranstaltungen und Aktionen im Einzelnen | mehr...

Gemeinsame Bildungsangebote für männliche Flüchtlinge und alteingesessene Bonner Männer

Programmieren, Fotografieren, Radio-Machen, all das sind Angebote des Katholischen Bildungswerkes Bonn, in denen Flüchtlinge und Männer, die schon lange in Bonn leben, zusammen arbeiten, lernen und sich kennenlernen können. Angeleitet werden die Teilnehmer durch Referentinnen und Referenten.

 

Mit Fachleuten für das jeweilige Medium werden Grundlagen der Einrichtung und Pflege von Homepages erarbeitet, und alle Schritte von der Ideenentwicklung über Interviewtechniken, Einsprechen von Texten bis zum fertigen Radiobeitrag erlernt. Im Fotografie-Workshop erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich, die Gruppe und die städtische Umgebung neu wahrzunehmen, nicht nur technisch, sondern auch künstlerisch mit dem Medium „Foto“ zu arbeiten.

Beim gemeinsamen Kochen unter fachlicher Anleitung in der Lehrküche der Katholischen Familienbildungsstätte Bonn können die Teilnehmer die deutsche Küche kennenlernen aber auch Rezepte, Zubereitungsformen und Zutaten aus ihrer Herkunftskultur einbringen; dadurch wird der gesamten Gruppe nicht nur Wissen aus den Ländern vermittelt, aus denen die die geflohenen Teilnehmer stammen, sondern es werden auch persönliche Lebenswege angesprochen.

 

Durch die Kooperation der Pfarrei St. Thomas Morus und der beiden Bildungseinrichtungen kann das Themenspektrum der Angebote für das Projekt "Aktionen mit männlichen Flüchtlingen" vielfältiger werden und hohe inhaltliche Fachlichkeit garantiert werden.

 

Die Aktionen im Einzelnen | mehr...

 

 

Die Kooperationspartner der Pfarrei St. Thomas Morus:

 

Kath. Bildungswerk Bonn     Kath. Familienbildungsstätte Bonn

 

 

Beispiele von Aktionen mit geflüchteten und einheimischen Männern

In Weilerswist bringt das Projekt „4 men only“ (nur für Männer) der Flüchtlingsinitiative Weilerswist e.V. Männer in Weilerswist – Geflüchtete und "Ureinwohner" - zusammen.

 

Über gemeinsame Unternehmungen wird Fremdheit verringert, werden Verbindungen geschaffen, kommen Männer miteinander ernsthaft ins Gespräch. Praktische Fragen wie Berufsorientierung oder der Umgang mit Ämtern und Verwaltung sind dabei ebenso Thema wie Persönliches, die Rolle von Männern in der Familie oder bürgerliche Rechte und Pflichten.

 

Mehr Infos und Kontakt: Michael Detscher (Sprecher der Flüchtlingsinitiative Weilerswist e. V.), E-Mail: info@fluechtlingsinitiative-weilerswist.de

 

http://flüchtlingsinitiative-weilerswist.de/auftaktveranstaltung-unserer-reihe-4menonly/

 

Mahnmal gegen Flucht und Terror

12 Tage arbeiteten sieben Männer, die aus Syrien und aus dem Irak geflüchtet sind, mit der Künstlerin Brele Scholz an dem Mahnmal.

Zu dem Mahnmal gehören ein Boot und mehrere Skulpturen, die Flüchtende und den im Sommer 2015 ertrunkenen Jungen darstellen. Eine Skulptur präsentiert warnend den erlebten wie noch herrschenden Terror.

Am 9. September 2016 wurde das Mahnmal öffentlich präsentiert.

Die Pfarrei St. Thomas Morus hatte dieses Bildhauer-Projekt im Rahmen der Aktionen mit männlichen Flüchtlingen durchgeführt.

 

Broschüre über die Arbeitswoche und das Mahnmal

Fahrrad-Tour der männlichen Flüchtlinge
zum Kennenlernen der Stadt, der Kultur, der Kirchen

Mehrere Stunden waren männliche Flüchtlinge mit dem Rad in ihrer Unterkunftsstadt unterwegs.

So konnte zum ersten das Radfahren in der Stadt geübt werden und zum zweiten lernten die Flüchtlinge besondere Gebäude, Plätze und auch Kirchen in Bonn kennen.

 

Für diese Rad-Aktion wurde das Pilotprojekt in der Pfarrei St. Thomas Morus unterstützt durch die Stabsstelle Kulturkommunikation / pfarr-rad.de.

 

Mehr im Film

Was andere dazu sagen ...
Medienberichte vor dem Auftakt der Aktionen

 

 

 

 

 

 

Den Auftakt der Aktionen mit männlichen Flüchtlingen und mit alteingessenen Bonner Männern wurde von der Presse positiv begleitet.

 

 

 

 

 

Die Resonanz in Bonn war sehr erfreulich:

 

Bonner Rundschau, 15. Februar 2016

 

General-Anzeiger, 12. Februar 2016

 

Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, 19. Februar 2016

 

Männliche Flüchtlinge praktisch unterstützen, sich kulturell in Deutschland einzufinden

"Wie verhalte ich mich in einer Situation, die ich aus meinem Herkunftsland gar nicht kenne?" - "Welche Spielregeln herrschen in Deutschland?" - "Wie geht Mann in Deutschland mit Frau bzw. Frauen um?" - "Worauf muss ich mich als Flüchtling einstellen und einfügen?" Das sind konkrete, aber wichtige Fragen, die sich den männlichen Flüchtlingen stellen.

 

Die "Aktionen mit männlichen Flüchtlingen" werden ermöglichen, in den Aktionen durch das Zusammensein mit deutschen Männern ganz praktisch die hiesigen Möglichkeiten, Gepflogenheiten und Grenzen zu erfahren.

 

DOMRADIO hat aufgrund der Ereignisse der Silvesternacht 2015/16 ein Interview mit der Männerpastoral geführt. | mehr...

Domradio berichtet über Start der "Aktionen mit männlichen Flüchtlingen"

In einer Themensendung stellte Domradio das Pilotprojekt der Männerpastoral und der Pfarrei St. Thomas Morus vor.

 

Gesprächspartner waren aus der Pfarrei die Ehrenamtliche Anne Kelz, Nidal Rashow, Flüchtling und Ehrenamtlicher, und Diakon Ralf Knoblauch sowie Klaus Hagedorn (Koordinator für die Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln) und Burkhard R. Knipping (Referent für Männerpastoral).

Pressetext Domradio | mehr…
Sendungsmitschnitt Domradio | mehr…

"Danke schön"-Abend für Ehrenamtliche in der pfarrlichen Flüchtlingsarbeit

Wie viele Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit widmen auch die Ehrenamtlichen aus der Pfarrei St. Thomas Morus im Bonner Norden viel Zeit und viel Kraft der Flüchtlingsarbeit ihrer Pfarrei. Ein ‚Danke schön‘ für ihr Engagement gibt es für die Ehrenamtlichen regelmäßig.


Einen kleinen Danke-Zuschlag gab es wegen des Pilotprojektes „Aktionen mit männlichen Flüchtlingen“: Eine abendliche Führung durch das Kölner RheinEnergieStadion wünschten sich die Ehrenamtlichen.

 

Der Ort ist gut gewählt: Viele der Ehrenamtlichen – Frauen wie Männer – interessiert Fußball. Doch nicht nur das: Im Fußball zeigen sich wichtige Dimensionen des Lebens, und Gleiches geschieht im Ehrenamt. Für einander einstehen, zusammenhalten, gemeinsam handeln, Gefühle teilen, Glückliches erleben, aber auch Enttäuschungen einstecken – das gehört zum Fußball wie zum Ehrenamt. Dieses wird sich während der Führung durch das Stadion miteinander bedenken lassen.

 

Bei Rückfragen dazu bitte an Dr. Burkhard R. Knipping, 0221 1642 1268 oder burkhard.knipping@erzbistum-koeln.de wenden.

"Menschen mit Herz" - Domradio über Engagierte in der Flüchtlingsarbeit

Über das vielfältige Engagement von Bürgern und Bürgerinnen, von Christen und Christinnen informiert Domradio in einem Interview. | mehr...

 

 

 

Geflüchtete Jungen, Männer und Väter

Anregungen für die Unterstützung männlicher Flüchtlinge will die Dokumentation "Geflüchtete Jungen, Männer und Väter" geben. Die Dokumentation führt die Vorträge auf, die während eines Fachforum des Bundesforums Männer im Januar 2016 gehalten wurden.

Das Bundesforum Männer hat ein Projekt "Flucht, Migration, Integration – Geschlechterreflektierte Arbeit mit männlichen Flüchtlingen" gestartet, mit dem es einen praxisrelevanten Beitrag zu einer differenzierten geschlechterreflektierten Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe leisten möchte.

| Dokumentation...

 

Geistlicher Tag der Aktion Neue Nachbarn.
Für alle Engagierten in der Flüchtlingsarbeit

 

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und Weihbischof Ansgar Puff hatten alle Engagierten in der Flüchtlingsarbeit zu einem Geistlichen Tag nach Köln eingeladen.

 

Am 19. März kamen rund 300 Personen ins Maternushaus.

 

Mehr im Domradio-Film

 

 


Impulse

... und dann

 

dem anderen ins gesicht schauen

 

und dann

die bedenken im safe verschließen

die ängstlichen hinter sich stellen

die befürchtungen ausgrenzen

die angst abschieben

 

und dann

tun, machen, probieren, riskieren

vieles geht, weniges nicht

selbstvertrauen und zuversicht

 

und dann

bringt handeln zusammen

schwindet kraft und kommt wieder

wird gemeinsames versucht

 

und dann

kommt das du

finden sich alle zusammen

 

Burkhard R. Knipping

 

 

Ausgewählte Verse aus der Bibel bzw. den Büchern des Alten Testamentes

 

BARMHERZIGKEIT FÜR FREMDE:

"Fremde beherbergen ist an sich ein Werk der Barmherzigkeit." (Buch Sirach 11,34)

 

 

DER FREMDE ALS ZU LIEBENDER FREMDER

"Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott." (Buch Levitikus 19,34)

 

"Ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid Fremde in Ägypten gewesen." (Buch Deuternonium 10,19)

 

 

WEISUNGEN FÜR DAS MITEINANDER:

"Für Einheimische und für Fremde, die dauernd bei euch leben, gilt das gleiche Gesetz." (Buch Exodus 12,49)

 

"Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen." (Buch Exodus 22,20-26)

 

"In dem Stamm, bei dem der Fremde lebt, sollt ihr ihm seinen Erbbesitz zuteilen - Spruch Gottes, des Herrn." (Buch Ezechiel 47,23)

 

"Einen Fremden sollst du nicht ausbeuten. Ihr wisst doch, wie es einem Fremden zumute ist; denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen." (Buch Exodus 23,9)


"Gewiss wird auch jene eine Strafe treffen, weil sie Fremde feindselig empfangen hatten". (Weisheit 19,15)

 

 

 


Ihr Ansprechpartner

Dr. Burkhard R. Knipping

Referent

Tel.: 0221 1642 1268

Fax: 0221 1642 1376

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