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Unsere Arbeit

 

Das Referat Dialog und Verkündigung initiiert und unterstützt den interreligiösen Dialog im Erzbistum Köln.

 

 

Warum interreligiöser Dialog?

  • Der interreligiöse Dialog ist integraler Bestandteil der Sendung (Mission) der katholischen Kirche. Die Grundhaltung zum Dialog hat das 2. Vatikanische Konzil vor allem in der Erklärung Nostra Aetate formuliert, so dass die Kirche ihr Verhältnis zu anderen Religionen positiv gestalten kann.
  • Im Bewusstsein des eigenen Glaubens kann sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Glauben und Leben der Angehörigen anderer Religionen entdecken.
  • Aus ihrem Glauben heraus stellen sich Christinnen und Christen der Verantwortung für die Zukunft der Menschheit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und verpflichten sich deshalb zu Gespräch und Zusammenarbeit mit Menschen anderen Glaubens.

 

Formen des Dialogs

 

Dialog ist nach Paul VI. „das Ganze der positiven und konstruktiven Beziehungen zwischen den Religionen, mit Personen und Gemeinschaften anderen Glaubens, um sich gegenseitig kennenzulernen und einander zu bereichern":

  • Der Dialog des Lebens, in dem Menschen, die Tür an Tür wohnen, ihre Sorgen und Nöte teilen und sich im Alltag begegnen;
  • der Dialog des Handelns, in dem Christen und Nichtchristen gemeinsam für das Wohl der Menschen handeln;
  • der Dialog des theologischen Austausches, in dem sich Spezialisten über die Inhalte ihres jeweiligen religiösen Erbes austauschen;
  • der Dialog der religiösen Erfahrung, in dem Menschen ihre geistlichen Erfahrungen und ihren spirituellen Reichtum teilen.

 

Fachstelle für interreligiösen Dialog


1974 hat Kardinal Höffner für das Erzbistum Köln eine Kontaktstelle eingerichtet, um zunächst den Dialog mit den hier lebenden Muslimen zu pflegen und zu fördern. Aus der Außenstelle des Referates in Köln-Chorweiler hat sich der eigenständige Verein "Freunde des Interkulturellen Zentrums" FIZ e.V. gegründet, der die praktische Arbeit des interreligiösen Miteinanders fortführt. Im Geist des Konzils und weiterer Dokumente des Vatikans zu den Bereichen Dialog und Verkündigung hat sich das heutige Referat als Fachstelle für den interreligiösen Dialog weiterentwickelt.

Das Referat Dialog und Verkündigung

  • sucht, pflegt und vertieft die Kontakte mit anderen Religionen
  • informiert über die Haltung der katholischen Kirche zu anderen Religionen
  • vermittelt Kenntnisse über andere Religionen, insbesondere den Islam, seine Geschichte, Theologie und Lebensordnung
  • unterstützt katholische Einrichtungen bei der Planung von Dialogveranstaltungen
  • bietet Fortbildungen für Multiplikatoren zum interreligiösen Dialog an
  • steht für Fragen des Zusammenlebens mit Angehörigen anderer Religionen zur Verfügung.
     
  • Islam
  • Judentum
  • Buddhismus/Hinduismus

"Mit Hochachtung" betrachtet die Kirche die Muslime "die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat" (NA 3). Das Dokument Nostra Aetate ist auch heute noch im Verhältnis zu Muslimen wegweisend, denn es macht deutlich, dass wir das Gute in anderen Religionen anerkennen, wertschätzen und fördern können. Gemeinsam haben wir auf der Basis der positiven Werte aus unseren Religionen eine Verantwortung für unsere Gesellschaften.   

 

Das Referat vermittelt Informationen zu


• Grundlagen des muslimischen Glaubens und Lebens
• Orten muslimischen Lebens im Bereich des Erzbistums Köln
• Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Christentum und Islam
• Kontaktaufnahme mit Moscheegemeinden
• Gesellschaften christlich-islamischen Dialogs

 

Das Referat berät bei der Planung von Vorträgen, Veranstaltungen und Seminaren.

 

Ansprechpartner/innen: Dr. Thomas Lemmen, Ute Gau, Anna-Maria Fischer

"Wer Jesus Christus begegnet, begegnet dem Judentum." So beginnt die Erklärung der deutschen Bischöfe vom April 1980 „Über das Verhältnis der Kirche zum Judentum". Das Zweite Vatikanische Konzil würdigt das Judentum und die Juden nach Jahrhunderten der Ausgrenzung, Diskriminierung, Ablehnung und Verfolgung als das von Gott berufene und für immer erwählte Volk. Die katholische Kirche möchte „die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist." (NA 4)

 

Das Referat vermittelt Informationen zu


• Grundlagen des jüdischen Glaubens und Lebens
• Orte jüdischen Lebens im Bereich des Erzbistums Köln
• den jüdischen Wurzeln des Christentums
• Gemeinsamkeiten und Unterschieden
• Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden
• Gesellschaften christlich-jüdischer Zusammenarbeit und zur Woche der Brüderlichkeit

 

Das Referat berät bei der Planung von Vorträgen, Veranstaltungen und Seminaren sowie bei der Frage der Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden.

 

Ansprechpartnerin: Anna-Maria Fischer

Hinduistische und buddhistische Gemeinschaften gehören seit den 1960er Jahren zur religiösen Landschaft in Deutschland. Das Zweite Vatikanische Konzil zählt in seiner Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra aetate" (NA) den Hinduismus und den Buddhismus zu den Religionen. Sie geben „Antwort auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die heute wie von je die Herzen der Menschen im tiefsten bewegen". (NA 1) Darüber hinaus weisen Hinduismus und Buddhismus Wege zur Befreiung und Erlösung aus dem Kreislauf des Daseins.

 

Das Referat Dialog und Verkündigung vermittelt Informationen zu


• inhaltlichen Grundlagen des Hinduismus und Buddhismus
• hinduistischen und buddhistischen Gemeinschaften im Gebiet des Erzbistums Köln
• Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christentum und fernöstlichen Religionen
• Herausforderungen für Christen durch fernöstliche Religionen und Religiosität
• Dialogerfahrungen im christlich-buddhistischen Bereich

 

Das Referat vermittelt Referentinnen und Referenten und berät bei der Planung von Vorträgen, Veranstaltungen und Seminaren.

 

Ansprechpartnerin: Anna-Maria Fischer

Was ist interreligiöser Dialog?

Interreligiöser Dialog ist der Prozess der Verständigung und des Zusammenwirkens von Gläubigen verschiedener Religionen.

Aus dem jeweiligen Glauben heraus ist er sowohl Auftrag als auch Chance für ein friedliches und konstruktives Zusammenleben.

Dokumente zum interreligiösen Dialog

Arbeitshilfen und Beiträge des Referats

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