16. Dezember 2016 Alfred Lohmann, Sekretär des DPR

Ständiger Ausschuss des Diözesanpastoralrates im Erzbistum Köln
Protokoll der Sitzung vom 16. Dezember 2016, 16.00 bis 19.00 Uhr im Erzbischöflichen Haus

 

TOP 1: Begrüßung und Einführung

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßt die Anwesenden und übergibt die Leitung der Sitzung an Frau Dierkes.

 

Bibel teilen
Frau Dierkes leitet das Bibel teilen zum Evangelium vom Tage:

 

Joh 5, 33 – 36
In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: 33 Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt. 34 Ich aber nehme von keinem Menschen ein Zeugnis an, sondern ich sage dies nur, damit ihr gerettet werdet. 35 Jener war die Lampe, die brennt und leuchtet, und ihr wolltet euch eine Zeit lang an seinem Licht erfreuen. 36 Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes: Die Werke, die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe, diese Werke, die ich vollbringe, legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.

           

TOP 2: Protokoll der Sitzung vom 30. September 2016


Es gibt keine Anmerkungen zum Protokoll. Es wird darauf hingewiesen, dass dieses Protokoll auch dem Gesamtgremium des Diözesanpastoralrates bei seiner Sitzung am 21.1.2017 vorzulegen ist.

 

TOP 3: Zurück von den Philippinen: Eindrücke


Pfr. Bersch und Herr Miebach geben mit einer Bildpräsentation einen Einblick in den Verlauf der pastoralen Lernreise auf die Philippinen.  Retreat (Kurzexerzitien), Studientage und Exkursionen skizzieren die Abfolge. Es wird die große Erfahrungsdichte  und die vielen und vielfältigen Begegnungen mit den Christen in den BECs, Gemeinden, Pfarreien und Bistümern spürbar. Das Team vom Pastoralinstitut „Quelle des Bundes“ hat eindrucksvoll die Weiterbildung für die beiden Kursgruppen gestaltet.

 

Nach einigen Rückfragen schließen sich Fr. Bunse, Pfr. Assmann, Pfr. Schilling und Fr. Dierkes mit kurzen, aber intensiven Erfahrungsberichten an.

Der anschließende Austausch diente einer ersten Reflexion der mitgebrachten Erfahrungen, Informationen, Konzeptionen für Kirchenentwicklung – auch seitens derer, die nicht zu den Reisegruppen gehören. Erste mögliche Auswirkungen für den Zukunftsweg im Erzbistum Köln werden ins Wort gebracht.

 

TOP 4: Kooperationsräume: Information und Austausch

Herr Diakon Vogel trägt einen Sachstandsbericht zu sieben pastoralen Räumen vor, die derzeit als „Sendungs-“, „Kooperations-“ oder „Erfahrungsraum“ bezeichnet werden.


Bereits seit geraumer Zeit können nicht mehr alle Pfarrstellen besetzt werden. Vakanzen von Pfarrstellen sind der Anlass, einem Pfarrer die Leitung mehrerer Seelsorgebereiche zu übertragen. Die Beauftragung eine Pfarrers für mehrere SBs erfolgt erst, nachdem seitens des Generalvikariates mit  den betroffenen Pfarrern bzw. Pfarrverwesern, den Pastoralteams und den gewählten Gremienvertretern die Situation erörtert und die Bereitschaft zu einer solchen Lösung eingeholt wurden.


Nachfolgend wurden mit den örtlich Verantwortlichen individuelle Begleitungsangebote geplant und entwickelt, mit denen das Generalvikariat, die Diözesanstelle für den Pastoralen Zukunftsweg sowie die Diözesanstelle für Pastorale Begleitung den anstehenden Veränderungsprozess unterstützen. Ziel der Begleitungsangebote ist es, die besondere Situation als Herausforderung und als Kairos zu begreifen, um bewusste Schritte eines pastoralen Zukunftsweges zu gehen. Dies bedeutet, die geistliche Erneuerung von Christus her zu gestalten. Diesbezüglich stehen die beteiligten Seelsorgebereiche noch am Anfang und gehen erste Schritte.

 

Die Pastoralteams haben sich jeweils entschieden, für alle beteiligten Seelsorgebereiche ernannt zu werden. Es sind vor allem getaufte und gefirmte Christen einzubinden, die mit dem Pfarrer und dem Pastoralteam ebenfalls ihren christlichen Auftrag als Gesendete in den betroffenen Seelsorgebereichen leben und erfüllen. Deshalb ist es eine naheliegende Möglichkeit, die neuen Räume als Sendungsräume zu bezeichnen. Die Sendungsräume sollten nicht das bisherige System verdoppeln, -drei- oder vierfachen. Die Chance wird darin bestehen, wirkliche pastorale Neuanfänge zu versuchen.

 

Es handelt sich um folgende Sendungsräume:
Hürth (3 Seelsorgebereiche), Pfr. Tillmann,  seit 01.02.15

Oberberg-Mitte/ Engelskirchen (2 SB),  Kreisdechant Bersch,  seit 01.09.16

Haan und Hilden (2 SB), Pfr. Dr. Nieswand,  seit 01.09.16

Troisdorf (2 SB),  Pfr. Zeyen, seit 01.12.2016

Neuss- Rund um die Erftmündung / Neusser Süden (2 SB), Pfr. Dr. Klinkhammer, seit 01.06.2016

Solingen-Mitte/ Nord und So Süd (2 SB), Pfr. Mohr, seit 15.08.2016

Grevenbroich/ Rommerskirchen (4 SB), Pfr. Houben, seit 01.10.16

 

Die ersten Erfahrungen zeigen Lernfelder für alle Beteiligten auf: insbesondere der Umgang mit Komplexität, Kooperation und Kommunikation in großen Räumen. Es gibt wenig vergleichbare – und gar übertragbare – Vorgehensweisen; es gibt keinen „Musterfall“. Die einzelnen Schritte werden bestimmt von den jeweiligen Beteiligten, von deren Kirchen- und Gemeindeverständnis, aber auch von deren Visionen und Hoffnungen.

                                                                                         

TOP 5: Aktuelle Stunde

Pfr. Kurth schlägt vor, bei der nächsten Sitzung des Diözesanrates das Thema Exerzitienhaus zu beraten. Der Erzbischof stimmt dem zu.

 

Abschluss

Kardinal Woelki dankt allen für die Arbeit des zurückliegenden Jahres. Er betont, dass wir gemeinsam einen Weg gehen, der dauern wird und auf dem Neues entstehen wird. Die pastorale Not, die wir spüren, kann uns zu unseren eigenen wesentlichen Fragen führen. Vielleicht lernen wir immer mehr, dass Christ sein heißt, zu den Menschen gesandt zu sein.

Er empfiehlt, die Erfahrungen, die auf den Philippinen gemacht wurden, zunächst weiter zu bedenken und wirksam werden zu lassen. Erst mit einigem zeitlichen Abstand soll es dann darum gehen, gemeinsam nach Erträgen für den Zukunftsweg zu fragen.

Kardinal Woelki berichtet von Überlegungen zu einem Haus der Sendung. Dies wird vermutlich im Priesterseminar oder an anderer Stelle in Köln und zugleich dezentral zu entwerfen sein. Eine solche Schule der Sendung soll neue Erfahrungen ermöglichen, soll geistliche und praktische Begleitung anbieten. Neues wird von unten und im je eigenen Tempo wachsen. Die noch jungen Sendungsräume sind ein erstes Lernfeld hierfür.

Kardinal Woelki beschließt die Sitzung mit einem Gebet und lädt zum anschließenden Abendimbiss ein.

  

Für das Protokoll:
Alfred Lohmann