3. März 2017 Alfred Lohmann, Sekretär des DPR

Ständiger Ausschuss des Diözesanpastoralrates im Erzbistum Köln
Protokoll der Sitzung vom 3. März 2017, 16.00 bis 19.00 Uhr im Erzbischöflichen Haus

 

TOP 1: Bibel teilen

Pfr. Bersch leitet das Bibel teilen zum Evangelium vom Tage:
Die Frage nach dem Fasten: Mt 9,14-17 14 Da kamen die Jünger des Johannes zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? 15 Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. 16 Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab und es entsteht ein noch größerer Riss. 17 Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten

           

TOP 2: Protokoll vom 16.12.2016


Herr Hüsch weist darauf hin, dass das Protokoll wichtige Äußerungen nicht wieder gibt. Sein Vorschlag zur Erweiterung des Protokolls, der als Anlage 1 mit der Einladung versandt wurde, wird kontrovers diskutiert. Der Veränderungsvorschlag wird zwar nicht ins Protokoll aufgenommen, jedoch als Anlage zum Protokoll vom 16. Dezember 2016 genommen und nicht veröffentlicht.

Die weitergehende Aussprache über den Charakter der Protokolle endet mit dem Ergebnis, dass weiterhin Ergebnisprotokolle erstellt werden. Dennoch sollten wichtige Beiträge z.B. in Diskussionen- ohne die Nennung von Namen – zusammenfasst und aufgeführt werden.

 

TOP 3: Ergebnisse der Gruppenarbeit beim DPR vom 21.1.2017

  • Beim Diözesanpastoralrat am 21. Januar hat eine AG (Frau Beckmann, Frau Conin, Herr Lohmann, Frau Oe-diger-Spinrath und Pfarrer Wirthmüller) die Aufgabe übernommen, die Karten aus den Gruppenarbeiten zu clustern. Herr Lohmann stellt das Ergebnis vor, das leicht überarbeitet als interne Anlage 1 zu diesem Pro-tokoll genommen wird. Jede Karte wurde dokumentiert. Insgesamt zeigt sich ein sehr gehaltvolles, vielfäl-tiges Ergebnis der Gruppenarbeiten. Es sollte als Anhaltspunkt für die weitere Arbeit im Diözesanpastoral-rat dienen.
    In der sich anschließenden Diskussion wurden folgende Aspekte benannt:
    Die Erarbeitung einer gemeinsamen Vision für das Erzbistum wird als erforderlich angesehen. Sie kann dem pastoralen Handeln vor Ort und im gesamten Erzbistum Orientierung und Ausrichtung geben. Sie hilft, Unsicherheiten und Unklarheiten hinsichtlich des Zukunftsweges zu überwinden. Ein solcher Vi-sionsprozess sollte mit großer Entschiedenheit top down initiiert werden, dann jedoch viele einbeziehen und zu einer breiten gemeinsamen Erfahrung des „neu Kirche Seins“ führen. Die Erfahrungen mit der Erarbeitung einer Vision in einigen Diözesen auf den Philippinen wird als gutes und nachahmenswertes Praxisbeispiel gesehen.
  • Ein Visionsprozess kann nur parallel zu den bereits initiierten Erneuerungsbemühungen in Pastoral-teams, Gremien und Gruppierungen erfolgen und darf die aktuelle pastorale Praxis nicht entwerten.
  • Eine besondere und neue Herausforderung ist das „Veränderungslernen“, das für die Haltung bei der Erstellung einer Vision von entscheidender Bedeutung ist.
  • Die weitere Arbeit an den neun Themenfeldern soll sowohl spirituell geistlich geprägt als auch pastoral-praktisch konkret sein.
  • Es sollen nicht alle Themenfelder parallel bearbeitet werden. Es legt sich eine Auswahl von zwei oder drei Themenbereichen für den Beginn nahe.
  • Für den Themenbereich 8 (Kirchliche Kultur, Willkommen, Haltung) fehlt ein Vorschlag zur Bearbeitung. (Anmerkung: eine Arbeitsfrage wurde inzwischen hinzugefügt).
  • Es dürfen andere pastorale Praxisfelder nicht aus dem Blick geraten, die nicht bei den neun Themenfel-dern sind.

Anschließend einigte man sich darauf, während der Pause mit Klebepunkten darüber abzustimmen, welche drei Themenbereiche beim nächsten DPR beraten werden sollen. Das Ergebnis ist in einer Übersicht darge-stellt, die als interne Anlage 2 zu diesem Protokoll genommen wird.

 

TOP 4: Weiteres Vorgehen – Umgang mit den Ergebnissen

Die Beratung über die Abstimmungsergebnisse mündete in einen Vorschlag für den Erzbischof, folgende zwei Themenbereiche beim nächsten DPR beraten zu lassen: 1) Kombination des Themenfeldes 4 (Partizipation) zur Konkretisierung mit dem Themenfeld 3 (Basisge-meinschaft, Kappellengemeinde – Pfarrei – Bistum) 2) Themenfeld 5a (Eucharistie , Spiritualität) und 5b (Wort Gottes, Bibel teilen)


Kardinal Woelki greift den Vorschlag auf und legt die beiden Themenfelder für die Beratung beim DPR am 30.6./1.7.2017 fest. Er beauftragt zwei Arbeitsgruppen mit der thematischen Vorbereitung des DPR. Die Arbeitsgruppe 1) wird geleitet von Pfr. Schilling und Frau Breyer. Die Arbeitsgruppe 2) wird von Pfr. Teller und Pfr. Wirthmüller geleitet. Herr Lohmann koordiniert die Arbeit der beiden AGs. Mit dem Versenden des Protokolls sollen alle Mitglieder des DPR zur Mitarbeit in diesen AGs eingeladen werden.


Darüber hinaus sollen die Ergebnisse vom Treffen der Philippinenreisenden und, das am 14. März stattfin-det, die Quintessenz, die von den Teilnehmern formuliert wird, beim nächsten DPR präsentiert werden und in die Beratungen einfließen (Vgl. Themenfeld 1: Welche Relevanz haben die Erfahrungen der Philippinen-reisen für uns?).

 

TOP 5: Informationen aus dem EGV

  • Modernisierung des Kirchenvorstandsrechts Frau Dr. Schrader informiert über eine Reform des Kirchenvorstandsrechtes, die in Arbeit ist. Die Verän-derungen sollen der veränderten pastoralen Situation Rechnung tragen und den rechtlichen Erforder-nissen in einer „flexiblen“, variantenreichen Weise gerecht werden. Nähere Informationen enthält eine interne Anlage zu diesem Protokoll, die mit der Einladung zum nächsten DPR versendet wird.
  • Bildungscampus für alle Frau Dr. Schwarz-Boenneke informiert über das Projekt „Bildungscampus für alle“ für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Komplementär zum öffentlichen Bildungssystem wird eine inklusive reformpä-dagogisch orientierte Ganztagesschule in kirchlicher Trägerschaft neu entwickelt. Näheres hierzu ist in der internen Anlage 3 zu diesem Protokoll zusammengestellt.
  • Engagementfonds
    Herr Lohmann informiert über den „Fonds zu Stärkung von Verantwortung und Engagement in den Kir-chengemeinden“. In diesem Projekt tritt an die Stelle der bisherigen Ehrenamtskoordination in den drei Bereichen Ehrenamtsentwicklung, Lotsenpunktarbeit und Flüchtlingshilfe eine neue Gesamtkonzeption für Engagementförderung. Bisher wurden in 33 Seelsorgebereichen je eine halbe Stelle genehmigt.

TOP 6: Aktuelle Stunde

Herr Hüsch regt an, über die Folgerungen und die weitere Bearbeitung der Inhalte des Apostolischen Schreibens amoris laetitia in der Erzdiözese zu sprechen. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Generalvi-kars mit Fachleuten (u.a. Weihbischof Schwaderlapp) sind mit dem Thema und praktischen Folgeschritten befasst. Sobald es weitere Informationen gibt, werden diese dem DPR zur Verfügung gestellt.

 

TOP 7: Verschiedenes

Kein Gesprächsbedarf.

 

Schlusswort

Kardinal Woelki greift aus den Beratungen nochmals das Thema der gemeinsam geteilten Vision auf und weist auf ihre zentrale Bedeutung für eine solidarische pastorale Praxis aller im Erzbistum Köln hin. Er benennt Beispiele, wie schwierig, aber auch wie zugleich wichtig das Ringen um einen gemeinsam getragenen Konsens in pastoral-praktischen Fragen ist. Und er macht auf den Unterschied zwischen unseren Träumen („Meine Traumgemeinde“) und Wünschen und einer gemeinsam geteilten Vision aufmerksam, die sich konkret, nachvollziehbar und transparent am Wort Gottes ausrichtet und daran Maß nimmt. Wann sind wir berührbar, wann und wo wird Christus durch uns berührbar? Er bittet um Mitarbeit bei der Suche nach dem Weg, wie wir konkret unsere Haltung verändern können, wie sich die Idee einer pastoralen Zukunft bistumsweit entwickeln lässt und wie sich die Gläubigen in der Diözese für diesen Weg gewinnen lassen.


Für das Protokoll: Alfred Lohman