Schulungen zur Prävention von (sexualisierter) Gewalt für Pastorale Dienste

Das Erzbistum Köln hat verbindliche Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen getroffen und setzt diese in all seinen Einrichtungen und Diensten seit 2011 um.

Ziel der Präventionsmaßnahmen ist, dass die Achtung der Rechte der uns anvertrauten Personen und die Vorbeugung von (sexualisierter) Gewalt selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Handelns ist.

Dies geschieht über zwei Aspekte:

  1. Wertschätzender und respektvoller Umgang mit den anvertrauten Menschen sowie die Achtung ihrer Rechte. 
  2. Mutiges Hinsehen und konsequentes Handeln in Fällen, in denen das Wohl der anvertrauten Person in Gefahr ist.

 

Die neue Präventionsordnung der NRW-Bistümer ab dem 01.05.2022 finden Sie hier.

 

Schutzmaßnahmen

Die Präventionsordnung formuliert verbindlich den Schutzauftrag für alle Einrichtungen und Dienste im Erzbistum Köln und beschreibt konkrete Maßnahmen, die zum Schutz der anvertrauten Minderjährigen bzw. schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen umgesetzt werden müssen. Die Präventionsordnung ist seit April 2011 in Kraft.

Die Schutzmaßnahmen im Einzelnen:

  • Überprüfung der persönlichen und fachlichen Eignung im Bewerbungsverfahren vor dem Tätigkeitsbeginn u.a. durch die Einsicht in das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis (EFZ). Regelmäßige Wiedervorlage des EFZ alle fünf Jahre.
  • Jede/r haupt-, nebenamtlich oder ehrenamtlich Tätige wird in einer Präventions-Schulung zum Thema fortgebildet. Hierzu zählen u.a. Geistliche, Seelsorger/innen und Laienmitarbeiter/innen.
  • Alle 5 Jahre findet eine Auffrischung bzw. Vertiefung zur Prävention (sexualisierter) Gewalt statt.
  • In jeder Einrichtung wird eine Präventionsfachkraft benannt, die die Einrichtung bei der Umsetzung der Präventionsmaßnahmen berät und unterstützt.
  • Alle Einrichtungen entwickeln ein Beratungs- und Beschwerdemanagement für die anvertrauten Personen und deren Angehörige. Hierzu gehören sowohl interne Ansprechpersonen als auch externe Beratungsstellen.
  • In jeder Einrichtung gibt es einen verbindlich geltenden Verhaltenskodex mit klaren Handlungsregeln für alle Tätigen.
  • Um bestmöglich zu gewährleisten, dass alle diese Schutzmaßnahmen dauerhaft und nachhaltig umgesetzt werden, sind sie in einem institutionellen Schutzkonzept passgenau und detailliert zusammengefasst. Dieses soll spätestens alle 5 Jahre oder im Falle eines Übergriffs überprüft und ggf. überarbeitet werden.

Eine Grundschulung ist zu Beginn einer Tätigkeit für alle Einrichtungen und Dienste im Erzbistum Köln erforderlich, sofern vorher keine Grundschulung Prävention erfolgt ist.

Die Grundschulung ist folgendermaßen aufgebaut:

  • Dauer: 2 Tage
  • Themenblöcke: Basiswissen und Recht, Reflexion und Sensibilisierung, Prävention und Intervention

Die Anmeldung erfolgt über unsere Weiterbildungssoftware Magellan Academy! Dort finden Sie die genaueren Inhalte zu den Themenblöcken.

Alle 5 Jahre findet zur Auffrischung eine Vertierfungsschulung zur Prävention (sexualisierter) Gewalt statt.

Dabei gibt es neben den allgemeinen Vertiefungsschulungen regelmäßig spezifische Vertiefungsschulungen, die aufgrund des Tätigkeitsfeldes ihren Schwerpunkt auf gewisse Zielgruppen legen.

Folgende Vertiefungsschulungen werden angeboten:

  • Vertiefungsmodul Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt - Allgemein
  • Vertifeungsmodul Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt - Beichte
  • Vertifeungsmodul Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt - Gesundheitswesen
  • Vertiefungsmodul Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt - Kinder und Jugendliche


Die Vertiefungsschulungen sind folgendermaßen aufgebaut:

  • Dauer: 1 Tag
  • Workshops 2022: Nähe und Distanz, Handeln bei Verdacht und Beschwerden, Sprachfähigkeit, Beichte-Seelsorgegespräch-Fallbesprechungen, Grundlagen der Resilienz und Traumapädagogik, Gesprächsführung mit Betroffenen

Die Anmeldung erfolgt über unsere Weiterbildungssoftware Magellan Academy! Dort finden Sie die genaueren Inhalte und angebotenen Workshops der Veranstaltungen.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Prävention.

Hilfe für Betroffene erhalten Sie unter: Hilfe für Betroffene