FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Wahl zum Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat

Was wird bei den Beratungen über den Wirtschaftsplan des Erzbistums Köln diskutiert? Wie werden Zuschüsse im Vermögensrat bewilligt? Wie entwickelt sich das laufende Wirtschaftsjahr für die Diözese? Die Mitglieder im Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat sind bei diesen und vielen weiteren wichtigen Themen rund um die Finanzplanung des Erzbistums direkt eingebunden und beteiligt.

In diesem Jahr wird das Gremium neu gewählt. Dazu werden fachkundige Kandidatinnen und Kandidaten gesucht, die motiviert sind, ihre Expertise in den kommenden fünf Jahren in diese Beratungen einzubringen. Wer sich aufstellen lassen möchte, kann sich an den Kirchenvorstand oder den Pfarrgemeinderat der eigenen Kirchengemeinde wenden, die die Kandidatenvorschläge dann an das Generalvikariat (Hauptabteilung Finanzen) weitergeben.

Weitere Informationen zum Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat finden Sie kurz und knapp zusammengefasst in den folgenden FAQ.

Zur Funktion, Organisation und den Aufgaben des Kirchensteuer- und Wirtschaftsrates

Als Beratungs- und Entscheidungsgremium für Finanzfragen stellt der Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat die breite Mitwirkung von Katholiken aus den Kirchengemeinden an den wirtschaftlichen Angelegenheiten des Erzbistums sicher. In dem Gremium beraten und entscheiden die gewählten Vertreter aus den Kirchengemeinden über Finanz- und Vermögensfragen des Erzbistums. Sie wirken so daran mit, die finanzielle Solidität des Erzbistums zu wahren und Kirchensteuereinnahmen sachgerecht zu verwenden.

Dem Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat obliegt:

  • die Beschlussfassung über den vom Ökonomen aufgestellten gemeinsamen Wirtschaftsplan der Erzdiözese und des Erzbischöflichen Stuhls auf der Grundlage der vom Erzbischof vorgegebenen Eckpunkte und Richtlinien (c. 493 Hs 1 CIC).
  • die Prüfung und Feststellung des gemeinsamen Jahresabschlusses der Erzdiözese und des Erzbischöflichen Stuhls (cc. 493 Hs 2, 494 § 4 CIC);
  • die Entlastung des Ökonomen, nachdem dieser dem Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat Rechnung für das abgelaufene Wirtschaftsjahr gelegt hat (c. 494 § 4 CIC);
  • die Wahl des Abschlussprüfers und Festlegung von Prüfungsschwerpunkten.
    Beschlussfassung über den Kirchensteuer-Hebesatz gem. § 4 Abs. 1 Kirchensteuerordnung für die Erzdiözese Köln (nordrhein-westfälischer Gebietsteil) und § 2 Abs. 4 Kirchensteuerordnung für die Erzdiözese Köln (rheinland-pfälzischer Gebietsteil) in den jeweils geltenden Fassungen;
  • die Entscheidung über Anträge auf Erlass und Stundung der Kirchensteuer gemäß den Kirchensteuerordnungen der Erzdiözese Köln.
  • Dem Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat obliegt das Vorschlagsrecht gegenüber dem Erzbischof, welche Mitglieder des Kirchensteuer-und Wirtschaftsrates dem Vermögensrat angehören sollen (Art. 18).

Der Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat tagt regelmäßig zweimal pro Jahr. Zusätzlich können zu wichtigen Fragestellungen von bistumsweiter Bedeutung, die auch die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Bistums betreffen, Sondersitzungen einberufen werden.

Kandidatur für den Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat

Das Erzbistum Köln hat zuallererst einen pastoralen Auftrag und dafür ist ein lebendiger Glaube die wichtigste Voraussetzung. Dazu bedarf es der Mitwirkung möglichst vieler Getaufter und Gefirmter, um diesem Auftrag gerecht zu werden. Im gesamten Wirken der Kirche fallen dabei auch ganz praktische Aufgaben an. Die sorgfältige Planung, Steuerung und Überwachung der wirtschaftlichen Aktivitäten ist in diesem Kontext von besonders hoher Relevanz. Als Mitglied im Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat können Sie mit Ihrer Expertise in wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen dazu beitragen, dass die der Kirche anvertrauten Gelder transparent, verantwortungsvoll und sachgerecht eingesetzt werden. Sie erwartet im Rahmen dieses Engagements eine vielseitige Tätigkeit, die von der Beratung über Projekte und Investitionen bis hin zu Fragen des Risikomanagements reicht.

Die Vorbereitung der Entscheidungen im Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat erfolgt primär in verschiedenen Ausschüssen. Im Prüfungsausschuss findet z.B. eine intensive Auseinandersetzung mit dem Prüfbericht der Wirtschaftsprüfer zum Jahresabschluss statt. Weiter werden dort Berichte zur internen Revision oder zum Risikomanagement geprüft.

Im Wirtschaftsplanausschuss erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftsplan des Erzbistums Köln. In diesem Rahmen wird über die Planungen der verschiedenen Funktionsbereiche sowie über Projekte und Investitionen beraten. Auch die langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Erzbistums wird in diesem Ausschuss in besonderem Maße in den Blick genommen.

Mitglieder des Kirchensteuer- und Wirtschaftsrates bilden auch den Vermögensrat. Ein Schwerpunkt dessen Arbeit liegt in der Beratung und Beschlussfassung über Zuschüsse zu Baumaßnahmen der Kirchengemeinden.

Der zeitliche Einsatz variiert stark mit einem Engagement in einem der Ausschüssen oder dem Vermögensrat. So können zusätzlich zu den zwei regulären Sitzungen des Kirchensteuer- und Wirtschaftsrates weitere Termine hinzukommen. Während der Prüfungs- und Erlassausschuss in der Regel einmal pro Jahr tagen und der Wirtschaftsplanausschuss an mindestens zwei Terminen zusammenkommt, treffen sich die Mitglieder des Vermögensrates in der Regel monatlich. Wenn darüber hinaus Beratungen notwendig werden, finden diese inzwischen teilweise auch in digitalen Formaten statt.

Die Ordnung für die im Bereich der wirtschaftlichen Angelegenheiten der Erzdiözese tätigen Organe gibt folgende Vorgaben:

Die Mitglieder des Kirchensteuer- und Wirtschaftsrates sollen:

  • in der uneingeschränkten Gemeinschaft der Kirche stehen,
  • sich durch Integrität auszeichnen,
  • Finanzkompetenz und anerkannte Professionalität aufweisen und
  • über wirkliche Erfahrung in wirtschaftlichen Fragen sowie im weltlichen Recht verfügen.

Damit ist nicht gemeint, dass der Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat ein Rat aus „Wirtschaftsweisen“ sein soll, doch zeigt sich, dass die Diversität unterschiedlicher Kompetenzen und Erfahrungen der einzelnen Mitglieder sich zu einem sehr kompetenten Gremium zusammenfügen.

Das Vorschlagsrecht zur Aufstellung von Kandidierenden liegt bei den Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten der Kirchengemeinden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an einer Kandidatur an Ihren örtlichen Pfarrer oder sprechen Sie ein anderes Ihnen bekanntes Mitglieder dieser Gremien an.  

Die Frist für die Benennung der Kandidaten für den Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat seitens der Seelsorgebereiche ist der 22. Oktober 2021

Wenn Sie kompetente Personen kennen, die die Kriterien erfüllen, freut sich das Erzbistum Köln, wenn Sie diese Personen gezielt ansprechen, um sie als Kandidierende für die nächste Wahl zu gewinnen. Dabei möchten wir in gleicher Weise Frauen und Männer in den Blick nehmen, damit sich die Mindestzahl der Kandidierenden pro Wahlbezirk jeweils zur Hälfte aus Frauen und Männern zusammensetzt.

Die Benennung der Kandidaten für den Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat muss durch den kanonischen Pfarrer erfolgen. Sie geht an folgende Adresse:

Erzbischöfliches Generalvikariat Köln
Geschäftsstelle für den Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat in der Hauptabteilung Finanzen
Marzellenstraße 32
50668 Köln

E-Mail: finanzen@erzbistum-koeln.de

Der Vorschlag für einen Kandidierenden muss den Namen der Person, die Angabe von Alter und Beruf und eine ladungsfähige Anschrift umfassen. Darüber hinaus wird die schriftliche Zustimmung der vorgeschlagenen Person benötigt.

Wahlfrauen / Wahlmänner

Die Wahl des Kirchensteuer- und Wirtschaftsrates erfolgt durch ein indirektes Wahlsystem mittels Wahlpersonen. Die Wahlpersonen werden durch die gewählten Kirchenvorstände bestimmt und repräsentieren die Gesamtheit der Kirchenmitglieder. Indem sich die Kandidierenden den Wahlpersonen persönlich in einem geordneten Verfahren vorstellen, ermöglich diese Form des Wahlsystems eine strukturierte und faire Meinungsbildung über die Kandierenden und bietet ein hohes Maß an Rationalität in der Entscheidungsfindung.

Die wesentliche Voraussetzung für eine Wahlfrau bzw. einen Wahlmann ist es, dass sie das Vertrauen des Kirchenvorstands besitzt, der sie/ihn bestimmt hat und am Wahltag (22. Januar 2022) zeitlich verfügbar ist. Am Wahltag wird es dann darum gehen, mit Gespür und Menschenkenntnis sich eine Meinung zu den zur Wahl stehenden Kandidierenden zu bilden und eine Wahl zu treffen.

Die Wahl zum Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat findet an einem festen Wahltag statt. In 2022 wird es ein digitales Format geben, so dass die Wahlmänner und Wahlfrauen von zu Hause an ihrem Computer an der Wahlveranstaltung teilnehmen werden. Zur Anmeldung und zur praktischen Durchführung wird es rechtszeitig vor dem Wahltag detaillierte Informationen geben, so dass auch mit dem Internet eher ungeübte Personen ausreichend Hilfestellung erhalten, um an der Wahlveranstaltung mitzuwirken.

Die Wahlordnung legt fest, dass die Wahlpersonen durch die Kirchenvorstände eines jeden Seelsorgebereichs benannt werden (§ 8 Abs. 1 der Wahlordnung).

Die Anzahl der von einem Seelsorgebereich zu benennenden Wahlpersonen ist abhängig von der Anzahl der Kirchenmitglieder:

  • Seelsorgebereiche mit bis zu 7.500 Kirchenmitgliedern: 1 Wahlperson
  • Seelsorgebereiche mit 7.501 bis 15.000 Kirchenmitgliedern: 2 Wahlpersonen
  • Seelsorgebereiche mit mehr als 15.000 Kirchenmitgliedern: 3 Wahlpersonen.

Das Verfahren der Benennung in den Seelsorgebereichen ist in der Wahlordnung nicht näher geregelt, um der Unterschiedlichkeit der Seelsorgebereiche Rechnung zu tragen. Die Seelsorgebereiche sind somit frei, das Verfahren der Benennung eigenständig festzulegen.

Die Wahlpersonen müssen bis spätestens drei Monate vor dem Wahltag, also dem 22. Oktober 2021 benannt werden.

Die Benennung der Wahlpersonen muss durch den kanonischen Pfarrer erfolgen. Sie geht an folgende Adresse:

Erzbischöfliches Generalvikariat Köln
Geschäftsstelle für den Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat in der Hauptabteilung Finanzen
Marzellenstraße 32
50668 Köln

E-Mail: finanzen@erzbistum-koeln.de

Die Meldung muss den vollen Namen und die ladungsfähige Adresse der benannten Wahlpersonen in Textform umfassen.