Geplanter Einsatz der Kirchensteuererträge 2019

Menschen in besonderen Lebenssituationen begleiten

Geplanter Einsatz der Kirchensteuererträge 2019

Über die Kirchengemeinden hinaus findet Seelsorge dort statt, wo die Menschen der Zuwendung bedürfen. Dieses Aufgabenfeld reicht von der Jugend- und Erwachsenenseelsorge über die Krankenhaus- und Hospizseelsorge bis zur Gefängnis-, Notfall- und Telefonseelsorge. Insgesamt 49 Mio. Euro aus Kirchensteuermitteln fließen im Jahr 2019 in die zielgruppenbezogene Seelsorge.

  • Für ein gelingendes Leben
    Jugendseelsorge findet vor allem vor Ort statt: in den Pfarrheimen, in jugendpastoralen Zentren und Jugendkirchen, in den Jugendverbänden, in den Jugendzentren der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder in den Jugendbildungsstätten. Die fünf Katholischen Jugendagenturen sorgen zudem unter anderem für Kreativ- und Betreuungsangebote an Ganztagsschulen.
    Für die kirchliche Jugendarbeit stellt das Erzbistum 2019 fast 18 Mio. Euro bereit. Damit wird auch die berufliche Integration benachteiligter Jugendlicher gefördert, außerdem werden Jugendwohnheime betrieben sowie Angebote für junge Flüchtlinge entwickelt.
    Das gemeinsame Ziel: zu einem gelingenden Leben der jungen Menschen beizutragen.

  • Lebensumfeld im Wandel
    Mehr als 11 Mio. Euro der verfügbaren Kirchensteuermittel werden 2019 für die Erwachsenenseelsorge aufgewendet. Die Hälfte davon ist für die Aufgaben der Katechese und Sakramentenpastoral vorgesehen. Die Seelsorge berücksichtigt dabei insbesondere die Biografie und die spezielle Lebenssituation der Menschen. Dabei arbeitet sie eng mit den Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen des Erzbistums Köln zusammen.
    Darüber hinaus fließen rund 4,5 Mio. Euro als Zuschüsse an die  katholischen Erwachsenenverbände sowie in Sonderformen wie die Telefonseelsorge und die Citypastoral in den Großstädten.

  • Für Menschen in Krankheit und seelischer Not

    Mehr als 13 Mio. Euro aus Kirchensteuermitteln stellt das Erzbistum im Jahr 2019 für die vielfältigen Aufgaben im Bereich der Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen zur Verfügung. Diese pastoralen Dienste tragen Sorge dafür, dass alte, kranke, pflegebedürftige, sterbende, notleidende und trauernde Menschen sowie Menschen in Krisen- und Grenzsituationen nicht alleingelassen werden. Neben der Seelsorge in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Hospizen gehören zu diesem Bereich auch die Polizei-, Feuerwehr- und Notfallseelsorge.

    Dabei geht es nicht nur um die Betreuung und Begleitung der Menschen, sondern darüber hinaus auch um die Qualifizierung von ehrenamtlichen „Begleitern in der Seelsorge“.

  • 43 muttersprachliche Gemeinden
    Im Erzbistum Köln leben Katholiken mit 177 verschiedenen Nationalitäten. Viele dieser 348.000 Gläubigen besuchen regelmäßig die Gottesdienste in den 43 muttersprachlichen Gemeinden. Der Zuwachs an Katholiken anderer Muttersprache hält ungebrochen an. Für die seelsorgliche Betreuung sorgen 53 Priester sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst. Sie wollen den muttersprachlichen Katholiken mit ihrer jeweils eigenen kulturellen Identität hier eine religiöse Heimat geben, insbesondere jenen, die nach Flucht und Vertreibung bei uns eine Bleibe gefunden haben. Mehr als 5 Mio. Euro aus Kirchensteuermitteln fließen in die Internationale katholische Seelsorge.

Geplanter Einsatz der Finanzmittel im Erzbistum Köln 2019

In den Seelsorgebereichen und Kirchengemeinden leisten tausende haupt- und ehrenamtliche Helfer Tag für Tag die kirchliche Arbeit. Aus der Kirchensteuer werden Betriebs- und Personalkosten bezahlt. Und sie sorgen für den Erhalt der Gebäude, in denen das Gemeindeleben und kirchliche Aktivitäten stattfinden.

Das Erzbistum ist Träger von 32 Schulen mit rund 23.000 Schülerinnen und Schülern. Einen Großteil der Betriebskosten übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. Den übrigen Aufwand sowie die Bereitstellung der Gebäude trägt das Erzbistum.

Das Bildungswerk des Erzbistums bietet in 20 Einrichtungen ein vielfältiges Programm für die Erwachsenenbildung. 4 Tagungshäuser ergänzen das Angebot.

In rund 550 katholischen Kindertagesstätten werden täglich rund 40.000 Kinder betreut. Das Erzbistum finanziert Teile der Betriebs- und Sachkosten und fördert Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen.

Neben mehr als 100 Beratungsstellen betreibt die Caritas Pflegeeinrichtungen sowie Zentren für Integration und Migration. Das Erzbistum übernimmt in den Einrichtungen der Caritas zwischen 25 und 75 Prozent der Personal- und Betriebskosten.

Neben der Seelsorge in den Kirchengemeinden gibt es umfangreiche Angebote für Jugendliche und Erwachsene sowie für Menschen in besonderen Lebenssituationen. Sie reichen von der Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen über Notfall- und Telefonseelsorge bis zur Seelsorge von Obdachlosen.

Für die Entwicklungs- und Katastrophenhilfe sind 2019 rund 26,4 Mio. Euro geplant. Hinzu kommen die Unterstützung der kirchlichen Hilfswerke und die Beiträge des Erzbistums Köln zu weiteren gemeinsamen Aufgaben der deutschen Bistümer.

Kirchliche Aktivitäten brauchen Gebäude. Neben den Kirchen sind das Versammlungsräume, Schulen sowie Orte der seelsorgerischen und caritativen Arbeit. Die Koordination der vielfältigen Aufgaben erfordert zentrale Dienstleistungen der Verwaltung. Auch das Priesterseminar, Museen und weitere Einrichtungen gehören zu diesem Bereich.

Kirchliche Arbeit wird von Menschen geleistet. Die Aufwendungen für die Altersversorgung decken die Verpflichtungen gegenüber den versorgungsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Erzbistums Köln.