Köln - koptische Christen - IS-Terror

8. März 2018 Newsdesk/ahi

Köln. Einen Einblick in das vielbeachtete Buch des Schriftstellers Martin Mosebach „Die 21. Eine Reise zu den koptischen Martyrern“ gibt es am Freitag, 16.03. um 19 Uhr in der Kölner Basilika St. Ursula (Ursulaplatz 24, 50668 Köln). Der Autor und Georg-Büchner-Preisträger liest aus seinem Werk, das sich mit den 21 koptischen Christen beschäftigt, die vor drei Jahren von der Terrororganisation IS ermordet wurden. Ein Grußwort hält der Kölner Generalvikar Dr. Dominik Meiering. Der Eintritt ist frei.

 

Reisebuch über "Kirche der Martyrer"

Im Frühjahr 2017 reiste Mosebach nach Ägypten. Er besuchte im Dorf El-Or die Familien der 21 koptischen Männer, die von IS-Terroristen an einem Strand in Libyen ermordet worden waren. Immer wieder wurde ihm, umgeben von Kindern, Ziegen, Kälbern, auf einem iPad das grausame Propagandavideo des IS vorgeführt; er staunte über den unbefangenen Umgang damit. Von Rache war nie die Rede, sondern vom Stolz, einen Martyrer in der Familie zu haben.

 

Mosebach hat ein Reisebuch geschrieben über seine Begegnung mit einer fremden Gesellschaft und einer Kirche, die den Glauben und die Liturgie der frühen Christenheit bewahrt hat – der "Kirche der Martyrer", in der das irdische Leben von der himmlischen Sphäre nur wie durch ein Eihäutchen geschieden ist.