Moveo. Schöpfung gestalten & erhalten.

Schöpfung gestalten & erhalten

Biodiversität fördern, Arten erhalten und schützen

Seit den 1960er Jahren haben sich die Ökosysteme als Folge menschlicher Aktivitäten so schnell und stark verändert wie in keinem vergleichbaren zurückliegenden Zeitraum. Die schnell wachsende Nachfrage nach natürlichen Ressourcen hat zu einem substanziellen und oftmals irreversiblen Verlust der Lebensräume und der Biodiversität auf der Erde geführt. „Jedes Jahr verschwinden Tausende Pflanzen- und Tierarten, die wir nicht mehr kennen können, die unsere Kinder nicht mehr sehen können, verloren für immer. Die weitaus größte Mehrheit stirbt aus Gründen aus, die mit irgendeinem menschlichen Tun zusammenhängen. Unseretwegen können bereits Tausende Arten nicht mehr mit ihrer Existenz Gott verherrlichen, noch uns ihre Botschaft vermitteln. Dazu haben wir kein Recht.“ (LS 33)


Im Bereich der Biodiversität (Natur- und Artenschutz) wird der christliche Schöpfungsglaube im Alltag gefördert. Vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten sowie die Lebendigkeit des Bodens sind ein Teil von Gottes Schöpfung. Das Erzbistum Köln will daher auf kirchlichem Grund einen Beitrag zur Förderung der Erhaltung der bedrohten Arten und zum Schutz der Böden leisten. 

Picknickplätze für Schmetterlinge

Schmetterlinge und Insekten sind in Not: es fehlen Plätze zum Satt-Werden, Ausruhen und Nachwuchs zeugen. Als Christen sind wir dazu aufgerufen, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen und nach Papst Franziskus "die Erde zu einem wunderschönen Garten für die Menschheitsfamilie zu machen."

Im Frühjahr 2018 erhielten die Kommunionkinder in Köln und dem Bergischen Land bunte Schmetterlingskarten. Sie enthalten eine Grundausstattung zur Mitmachaktion ‚Picknickplätze für Schmetterlinge‘. Das Leben der Raupe, die Verpuppung als Endlichkeitssymbol und das Entfalten des Schmetterlings als Auferstehungszeichen sind in der Kommunionvorbereitung oft genutzte Beispiele für christliches Lebensverständnis.

Aber nicht nur die Kommunionkinder aus Köln und Oberberg, sondern auch die ganz Kleinen zeigten im Familienzentrum St. Agnes große Freude am Buddeln und Säen. Horst Bertram vom NABU erklärte den Kindern, wie wichtig die Pflanzen für die Insekten und für die gesamte Umwelt sind.

Nachdem die Kinder, die teilweise als bunte Schmetterlinge geschminkt waren, alle gemeinsam die Blumensamen ausgestreut hatten, segnete Stadtdechant Monsignore Robert Kleine das Blumenbeet. "Wir Menschen freuen uns, wenn alles wächst. So freuen sich auch die Tiere, die dann Nahrung finden" so Kleine. "Ob Schmetterlinge oder wir Menschen - wir sind alle in der Schöpfung Gottes aufgehoben."

Das besondere an der Schmetterlingskarte: die Samentüten sind regional angepasst, das heißt, in der Stadt Köln wird eine andere Samenmischung verwendet als im Kreisdekanat Oberberg. Diese von Fachfrauen des NABU speziell zusammengestellten Mischungen bieten den größtmöglichen Nahrungswert für die regional vorkommenden Insekten- und Schmetterlingsarten und sind daher sehr wirkungsvoll.

'Picknickplätze für Schmetterlinge' ist eine gemeinsame Aktion der Referate Sakramentenkatechese und Familienpastoral des Erzbistums Köln mit

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Initiative Energie + Nachhaltigkeit im Erzbistum Köln